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Kinder, Kinder ...

Original geschrieben von alberter

guido: Wenn ich für alle Lebensumstände immer eine beratende Lektüre zur Hand nehmen müsste, dann käme ich vor lauter Lesen nicht mehr zum Leben. Erziehung ist vor allem Herzenssache und danach handle ich und ich glaube, dass meine Kinder auch ohne externe Hilfe "wohl erzogen" werden.
Ich rede nicht von jedem Lebensumstand. Das hört sich ja fast nach gewollten Mißverstehen an. Nimm dir die Zeit ein paar mal im Jahr. Und das eben nicht in Zeiten, in denen du Konflikte ausstehen musst, sondern vorher. Du wirst sehr schnell feststellen (bei einem guten Buch) wie sich dein Denken und Handeln ändern ... können ... wenn du willst.

Original geschrieben von alberter

Man könnte hier wirklich ewig weiterdiskutieren und käme doch nicht auf einen umfassenden Konsens. Allenfalls einen kleinsten gemeinsamen Nenner: körperliche und seelische Gewaltanwendungen haben in der Erziehung keinen Platz - wenn es doch einmal dazu gekommen ist, müssen die Erziehungsberechtigten tunlichst einen Weg finden, wie der angerichtete Schaden gerichtet und ein Wiederholungsfall vermieden werden kann.
Da kann ich Dir zustimmen. *uff ;)*
Nur, damit es erst gar nicht soweit kommt sollten die Eltern darauf vorbereitet sein und ihr Verhalten anpassen können. Dies kann durhc Lektüre, Training oder anderes geschehen. Eltern sind nunmal die am schlechtesten ausgebildeten Lehrmeister, die es gibt! Das sollten sie ändern!
 
Original geschrieben von Nonens
Dann gebe doch mal ein Beispiel dafür, wie ein anders Handeln nicht als Strafe, aber doch als konsequente und erfolgreiche Erziehungsmethode aussehen kann/ soll.
Das braucht etwas Zeit, das verständlich zumachen...

Original geschrieben von Nonens

Ansonsten merke ich bei Dir einen Ansatz der Differenzierung.
Dass eine Backpfeife doch nicht "so schlimm" ist, wenn Eltern ihre Fehler erkennen, sie eingestehen, sich bemühen, es das nächste Mal besser zu machen und mit Liebe erziehen.
Ja, ich differenziere, allerdings nicht in deiner Sicht der Dinge.
Eine Backpfeife ist und bleibt schlimm. Körperliche und seelische Gewalt sind schlimm, können sogar dramatische Folgen haben und sind deswegen allenortens zu vermeiden.
Die Folgen von spontanen, affektiven Gewaltausübungen können gemildert werden, wenn Eltern nicht nur sich, sondern auch ihren Kindern gegenüber
a) die eigenen Fehler eingestehen
b) verdeutlichen, dass sie versuchen diese Fehler weiterhin zu vermeiden.
c) Kommt hinzu, dass sie ihren Kindern mit Liebe begegnen sollen.


Original geschrieben von Nonens

Und eigentlich kommt es darauf an. :)
Ja, Liebe ist der Schlüssel. Aber wenn der Hammer immer wieder auf die Barten haut passt auch der bald nicht mehr ins Schloß.
 
Original geschrieben von Nonens
Du hast nicht verstanden, worum es mir geht. Oder ich konnte es nicht klar genug verdeutlichen, wobei alberter es zumindest scheinbar verstanden hat.
Vielleicht habe ich in meinen beiden letzten Posts ja mehr Verständnis gezeigt. Wir werden sehen.

Original geschrieben von Nonens

Momentan habe ich keine Lust, das noch mal anders zu erklären.
Vielleicht später.
 
Auf meine fast schon abfällige Bemerkung bezgl. Erziehungslektüre:
Guido schrieb:
Ich rede nicht von jedem Lebensumstand. Das hört sich ja fast nach gewollten Mißverstehen an.

Das kann ich dann doch nicht so stehen lassen - nein, ich habe Dich weder missverstanden, noch wollte ich Dir dabei zu nahe treten.

Ich habe mit meiner Frau tatsächlich gemeinsam einiges an Büchern zur Erziehungsberatung verschlungen, bevor unser erstes Kind auf die Welt kam. Aber es setzte schon in den ersten Wochen ein, dass das Baby partout nicht so reagierte, wie in von den Ratgebern vorhergesagt und die Verhaltensweisen halt gar nicht so recht in irgendein beschriebenes Schema passen wollten. Den besten Rat bekamen wir immer noch von den eigenen Eltern, vom Kinderarzt oder von Freunden in ähnlicher Situation. Es mag sicherlich das ein oder andere Buch geben, das einem tatsächlich Hilfestellung gibt, aber was ich bisher zu lesen bekam war entweder so voller längst bekannter Gemeinplätze oder einfach fernab der Realität, dass wir für uns beschlossen hatten, dass wir unseren eigene Weg gehen und Lehrbucherziehung nicht unser Ding ist.

Aber was für uns richtig ist, muss nicht für andere gelten und vielleicht ändert sich meine Meinung ja auch wieder, denn es werden sicherlich noch einige Lebenskrisen zu meistern sein, bevor die Kinder aus dem Hause sind.
 
Danke für die Richtigstellung.
Leider ist man nicht davor gefeit die falschen Bücher zu erwischen. Und schlechte Erfahrungen führen häufig zum Vermeiden eben dieser Situationen. Eine schöne Analogie zur Erziehung von Kindern tut sich auf, soll aber hier nicht weiter ausgeweitet werden.
 
So, grummel, nu hab ich hier ellenlang geschreiben und schon wieder war mein Text weg :(

Also nur mal kurz:

Wir sind uns ja alle einig, das Schlagen doof ist.

Ich würde für alle Schulabgänger ob männlich oder weiblich, haupt real oder Abiturienten ein soziales Pflichtjahr einführen, welches wie selbstverständlich an die Schulzeit drangehängt wird.
Bestehend aus mehreren 2-wöchigen Praktikas in Kindergarten, Kinderheim, Krankenhaus, Altenheim, Einrichtungen für betreutes Wohnen, Behindertenwerkstätten (Liste erweiterbar)
Dazu Blockunterricht, der aufs praktische, selbständige Leben vorbereitet und auch den Umgang mit der Gesellschaft beinhaltet.
Partnerschaft, Beruf, Mobbing, meine erste Wohnung, etc. etc.

Abgehalten von Lehrern, die nicht Pauker sind sondern die nicht vergessen haben, auch Kind zu sein.

Wenn nämlich alle Menschen aus allen sozialen Schichten unserer Gesellschaft ein solches Jahr absolvieren müssten, wäre das eine gute Ergänzung zur familiären Erziehung. Und die Förderung emotionaler Intelligenz würde gestärkt und somit auch dabei helfen, das Schutzbefohlenen weniger Gewalt angetan wird. So wie es jetzt ist, gibt es sicher einige, die von alleine sich Gedanken machen über ihren Erziehungsstil, aber wie ich schon erwähnt viele tun das gar nicht.
 
wenn alle eltern nur halbwegs so engagiert wären wie ihr, dann gäbe es viele probleme nicht.
genauso gibt es einen richtigen erziehungsstil nicht, alle sind verschieden, kinder wie eltern.
ich freu mich schon, wenn sich überhaupt jemand um die kinder kümmert. oft ist selbstverwirklichung wichtiger als das eigene kind.
bye,
mo
 
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