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Kinder, Kinder ...

Interessant.

Kind schreit, weil es etwas will, was es nicht darf, Eltern ist es peinlich vor den anderen Leuten und wollen die Situation schnell beenden. Weil die anderen Leute stehen bleiben und schauen und tuscheln. Guck mal die/der da, hat ihr/sein Kind aber überhaupt nicht im Griff. Kein Wunder wenn aus den Kindern von heute nichts mehr wird.

Elternteil knallt dem Kind eine. Ist das Kind noch nicht abgehärtet, wird es sofort verstummen. Peinlich und ein großer Schmerz für seine Seele ist es auch gewesen so vor allen Leuten.

Tja und was machen denn nun die Leute? Sie schütteln mit dem Kopf und sagen Guck mal, der/die hat aber gar keine Nerven. Schlägt sein Kind und dann noch in aller Öffentlichkeit. Anzeigen sollte man den/die.

Ich meine, das Einzige was immer den Eltern hilft, die Grenzaustestungen ihrer Kinder schlaglos zu überstehen ist wie hier auch schon öfter gesagt wurde, Grenzen setzen durch konsequente Maßnahmen, die möglichst mit dem Thema etwas zu tun haben sollten.

Viele Sozialpädagogische Beispiele im Umgang mit Problemsituationen sind nur am Rande praxisbezogen. In der Praxis geht es doch ein bisschen anders. Und im Endeffekt ist es Nervenstärke ob Backpfeife oder nicht.

Allerdings ist allein die Auseinandersetzung mit der Theorie, immer wieder ein Ansporn, an sich zu arbeiten, damit man eben nicht auf Gewalt zurückgreift.

Man kann natürlich immer alles in alle Richtungen übertreiben. Und es kommt dazu, das es in der Erziehung Trends gibt, die meist über den großen Teich hier herüberschwappen. Da gilt mal, total antiautoritäres 68er gehabe, um nur ja der Persönlichkeit alle Freiheit zu lassen, was für das Kind einen totalen Verlust der Rückenstärke bedeutet. Mal gilt, Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet, wir können doch nicht alles durchgehen lassen.

Die beste Methode, die ich versuche, wohlgemerkt versuche, zu praktizieren, ist die TripleP-Methode. Das hört sich zwar an wie geplante Erziehung und Emotionen kann man nicht planen. Jedoch sind die Lösungsansätze aus dieser Methode immer wieder eine Quelle, die mich dazu bewegt, eine Veränderung herbeizuführen.

Es ist nämlich so, daß die Kinder von Geburt an, diverse Entwicklungsschübe durchmachen, die in den ersten Lebensjahren bereits sehr genau vorhersehbar sind. Das ganze äußert sich dann so, daß das Kind unausgeglichen und quengelig wird, ist es ein älteres Kind, wird es frech und aufsässig. Zunächst merkt man als Erwachsener gar nicht warum, sondern man reagiert nur darauf. Meckert immer mehr herum, das Kind wird noch quengeliger, oder die emotionale Stimmung wird so aufgeschaukelt, das das Kind geschlagen wird.

Nun, das Kind hat es sich nicht ausgesucht, das ihn solche Entwicklungsschübe überfallen, bei denen es gar nicht weiß ob es Fisch oder Fleisch heißt.

Also, wenn man mal wieder merkt, es ist soweit, und das kann auch mal ne Woche dauern bis man das merkt. Dann sollte man als Erziehungsperson mal wieder den Erziehungsratgeber rauskramen und ein bißchen Theorie in den Kopf nehmen, diese bewußt anwenden. Dem Kind verstärkte Aufmerksamkeit zukommen lassen und zwar ganz geplant. Schon hat man die Kette durchbrochen und dem Kind und sich geholfen. Schläge würden nur ein weiteres aufschaukeln der emotionalen Lage hervorrufen. Außerdem werden Kinder gegen Schläge relativ immun. Man gewöhnt sich halt daran. Von etwas abhalten wird es die Kinder nicht. Eher im Gegenteil wird Trotz dadurch nur gefördert.

Es kommt auch sehr darauf an, wie man seine eigene Kindheit erlebt hat, ob man später als Eltern bereit ist zu schlagen oder nicht. In der Kindheit eingeprägte Verhaltensmuster lassen sich nicht beseitigen, aber beherrschen, wenn man denn will.

Theorien, Erziehungsratgeber, Selbskritik, Lösungssuche schön und gut; für Jene, die sich damit auseinandersetzen wollen/können. Leider gibt es viele Leute, die haben gar nicht die soziale Intelligenz und daraus resultierend auch nicht den Willen, sich überhaupt kritisch mit ihrer Handlungsweise auseinanderzusetzen. Das ist schlimm.

Na ja, ich könnte jetzt bis zum Sankt Nimmerleins-Tag hier weiterschreiben, mach jetzt aber mal nen break.
Zusammenfassend ist es einfach wichtig, dem Kind ein Beispiel vorzuleben. Das ist nicht leicht. Wir wollen ja schließlich auch tun und lassen was wir wollen. Außerdem klare Grenzen setzen und sich nicht genieren mit einem oder zwei schreienden(en) Kind(ern), die man fest an der Hand hält ein paarmal die lange Schlange an der Kasse bis zum Ende abzuwarten, scheiß was darauf was die Leute denken. Aber mein Kind schreit nach dem dritten Mal nicht mehr rum, weil es weiß, wenn ich nein sage, dann kriegt es auch nix.

(Boah, gelogen, gelogen. Kommt auch aufs Kind drauf an. Sie versuchen es doch immer wieder, meine jedenfalls und fragen tausend mal. Muß ich nur immer schön weiter Konsequent bleiben. Aber ich bin ja ne Mutter, also gilt die Devise Ausnahmen bestätigen die Regel :D) Rein pädagogisch schon verloren, aber ich liebe meine Kinder. Und ich verlier auch niemals die Nerven, weil ich bin ja schließlich Mutter und kein Mensch.

Wird hier eigentlich angezeigt, wann man die zulässige Anzahl der Zeichen eines Postings überschritten hat?
Na ich schick mal ab jetzt.
 
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Wer bringt Testsubjekte mit? Ich meine Theorie ist ja ganz schön, aber das sollte doch mit praktischen Beispielen aufgelockert werden.... :D:D:D:D
 
Ich wollte sowieso welche in den Kofferraum packen, ich kann sie ja erstmal noch am Leben lassen. Dann könnt ihr noch bis zum Abendbrot mit denen spielen. hjf hat bestimmt die nötigen Eimer da, Werkzeug bring ich mit. :D
 
kasi, albu, ihr habt ja noch keine Kinder. Ich nehm euch das jetzt auch nicht übel, das ihr belanglosen Quatsch dazu schreibt, weil es die Qualität des Inhalts meiner Anmerkungen nicht tangiert. Außerdem sehen wir uns ja in ein paar Tagen, da kann ich dann Euch die Watschen geben, die ich bei meinen Kindern einspare :D

Aber hier mal der link auf Triple-P

http://www.triplep.de/start.htm
 
Hm, also ich könnte meine Geschwister (11 und 12, voll in der Pubertät!) mitbringen. Problem hierbei: ich bin die große Schwester, die sie nicht so oft sehen. Ergo: Sie verhalten sich lieb, brav, wie reine Engel. :D Also leider eher kein anschauliches Beispiel, eher ein Musterbeispiel für "wie sollen Kinder sein?". ;)

Bine hat schon recht. Ich sehe es ja auch an mir. Als meine Geschwister noch ganz klein waren und ich auf sie aufpassen mußte, habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie sehr ich doch meinem Vater ähnele. :( Ich habe, als ich verzweifelt war und nicht weiter wußte, meine Schwestern so schlimm angebrüllt, dass ich hinterher erschrocken über mich selbst war.

Übrigens finde ich Anschreien schlimmer als einen Klaps. Viel schlimmer. Und Worte können verletzender sein als körperliche (Gewalt-)Anwendung! Das ist meine persönliche Erfahrung.

Was ich persönlich auch schlimm finde, sind Kopfnüsse und Faust in den Rücken boxen. Das habe ich selber erlebt. Und das war furchtbar ...

Solange man seine eigenen Schwächen kennt und erkennt, kann man an sich arbeiten und versuchen, es besser zu machen. Trotzdem schließe ich ein "Hand erheben" aber nicht zwingend aus. Solange nicht, bis ich selber als Mutter irgendwann mitreden kann und mir eine ernsthafte Meinung aus Erfahrungswerten bilden kann ...

@bine: hast Du meine PM bekommen? [edit] ok, hat sich erledigt :D
 
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Original geschrieben von Nonens

Übrigens finde ich Anschreien schlimmer als einen Klaps. Viel schlimmer. Und Worte können verletzender sein als körperliche (Gewalt-)Anwendung! Das ist meine persönliche Erfahrung.

Das stimmt. Und Kinder können grausam sein. Weil sie sich meist und bis zu einem gewissen Alter gar nicht vorstellen können was sie damit anrichten, und was das ganze über ihren eigenen Charakter aussagt. Und manche lernen es nie.
 
Ich denke mir hat meine relativ antiauthoritäre erziehung mit einigen klaren Grenzen doch gut getan und tut sie auch immer noch!!!
 
@nonens: Hab ich. Und den Rotstift schon wieder weggesteckt :)

Ich denke, das die Einstellung zum Schlagen unter anderem auch ein bisschen Generationsbedingt ist. Für meine Eltern war es normal, ab und zu mal ne Backpfeife auszuteilen. Und wenn ich besonders schwierig zu handhaben war, dann gabs auch mal nen Povoll.

Also davon mal ganz abgesehen, waren/sind meine Eltern recht geduldig. Nicht unbedingt sozial überkompetent, weil sie das auch nicht gelernt hatten, aber liebevoll und fürsorglich.

So ungefähr Anfang 20 hatte ich meine Eltern nicht mehr als Eltern sondern als Menschen betrachtet. Ihre Fehler gesehen, gemerkt, das sie manches an sich nicht ändern können/wollen. Aber ich wohnte eh nicht mehr zu Hause. Fortan habe ich meine eigenen Entscheidungen getroffen. Und angefangen mir selber zu überlegen was richtig und was falsch ist. Wenn man sich erstmal nicht mehr auf Hauspuschen erreichen kann, wird manches einfacher und das Verhältnis entspannter.
 
Guido schrieb:
[B@alberter
Wieso "keine Wahl"? Du kannst doch entscheiden was du tust! Sie fordern es ein, und müssen sofort zurecht gewiesen werden, aber warum verd.... nochmal denn mit einer Backpfeife? [/B]

Daher meinte ich - ein paar Hundert Replies zuvor - mit "solche Grenzsituationen noch nicht erlebt haben"...

Es müssen, um mit einer Backpfeife überzureagieren, nicht zwingend Dritte das Geschehen mitbekommen oder MIR eine Peinlichkeit bereitet worden sein - es gibt Vorkommnisse, wenn zwei Brüder miteinander streiten, die nehmen Mord-und-Totschlag-ähnliche Züge an. Wenn man da nicht dazwischengeht, ist evtl. größerer Schaden angerichtet, als der mit einer Backpfeife gebremste Größere von beiden.

Jetzt komm' mir keiner mit "Kinder üben nur aus, was die Erwachsenen ihnen vorleben"! Meine Kinder haben bestimmt noch nicht mitbekommen, dass ich mich mit irgend jemanden bis aufs Messer gestritten und gerauft hätte - trotzdem tun sie's untereinander.
 
Bevor alles zu lang wird:
1. Backpfeife, oder Ohrfeige, der Unterschied ist für mich irrelevant.
2. Ich finde eine Backpfeife zeigt das Versagen der Selbstkontrolle und hat nie eine Rechfertigung, vielleicht manchmal eine Entschuldigung.
3. "Harmlose Backpfeifen" sind meines Wissens genauso verboten, sie sind lediglich straffrei.
3.1 PM geht an lance deswegen, vielleicht kann er das klären.

@nonens
normal, meinte ich im Kontext: Es ist normal, das wir nicht immer nur positiv auf unsere Umwelt Einfluß nehmen können.
Da du mir eine Erklärung einer "harmlosen Backpfeife" noch schuldest sehe ich diese so: Eine Backpfeife, die das Kind kaum trifft, ihm geringe körperliche Schmerzen zufügt. Der seelische Schmerz scheint hierbei ausser acht gelassen, eigentlich verwunderlich, wo du von deinen Erfahrungen über die Wunden verbaler Gewalt schreibst.

@bine
Unter dem Namen triple-p kannte ich das gar nicht, aber man kann viele Konflikte mit dem Beschriebenen verhindern, auffangen und beseitigen. Gefällt mir, wenn jemand mal ein Buch zu Hand nimmt um bei der Erziehung seiner Kinder Rat zu finden.

@alberter
Hmm, da hatten wir zwei wohl unterschiedliche Situationen vor Augen, als wir schrieben. Auch wenn ich keine bessere Rechtfertigung, allenthalben eine Entschuldigung in deinen Aussage finde. Warum konntest du beide nicht trennen ohne Backpfeife - in dem Alter bist du beiden körperlich doch noch so überlegen.
Kinder ahmen das nach, was sie erleben :p Sie spielen Realität - auch wenn es manchmal allzu real wird. Das heisst NICHT, das Du ihnen das vorlebst! Aber vielleicht erleben sie , oder einer von Beiden, das in der Schule, auf der Strasse, im Fernsehen, bei Freunden .....

nonens schrieb schon, dass Eltern auch mit ihren Kindern lernen. Richtig ist das, aber sie sollten meiner Meinung nach auch vor ihren Kindern lernen. Dazu gehört z.B. sich den Erziehungsratgeber zur Hand zu nehmen - oder eben bei meinen Kollegen der sozialpädagogischen Schiene vorbeizuschauen und sich beraten zu lassen - die wollen ja auch leben ;). Aber dafür muss schlicht und ergreifend die Bereitschaft da sein sich überhaupt damit auseinander zu setzen. Vielleicht auch sich von außen zu betrachten und vielleicht zu verändern.

Aber Erziehung ist keine graue Theorie! Sagte Bine bereits (so ähnlich):
Ausnahmen bestätigen die Regel :D) Rein pädagogisch schon verloren, aber ich liebe meine Kinder.
Das ist ja wohl das allerwichtigste in der Erziehung: Liebe (und diese liebevollen Ausnahmen!). Auch wenn man mal die Nerven verliert. Nur beim Nerven verlieren gilt: keine Form von Gewalt - physisch oder psychisch.
Erziehung ist eben auch viel Gefühlssache. Wer allerdings seine Gefühle gegenüber Schutzbefohlenen nicht unter Kontrolle hat hats schwer. Gerade wenn die wände dünn sind und der Nachbar jemand ist, der überall und nirgends für Recht und Ordnung sorgen muss.

Strich drunter
Wir machen alle Fehler in der Erziehung! Es wäre ja auch zu schade wenn unsere Kinder nicht hin und wieder etwas an uns auszusetzen hätten - was würden das für Langweiler werden! Das unsere Eltern an uns Fehler begangen haben hat uns auch nicht umgebracht. Ich will und kann mich nur nicht dazu durchringen Gewalt gegen Kinder gut zuheißen. Ich kanns nicht. Ich kann dafür auch kein Verständnis aufbringen. Wenn jemand sein Kind ohrfeigt, oder meinetwegen backpfeift, sehe ich einfach keine Rechtfertigung dafür.
 
Hm, wie antworte ich darauf jetzt so, dass es auch so verstanden wird, wie ich es meine? :confused:

Du schreibst, eine Backpfeife bringt seelischen "Schaden" oder kann seelischen Schaden zufügen. Nur denke ich, dass jede andere Alternative dazu ebenfalls seelischen Schaden zufügen kann.
Körperlich gibt es hierbei keinen Schaden. Also bleibt nur der seelische. Doch viele andere "Methoden" bringen auch seelischen "Schaden" mit sich, wenn überhaupt. Wobei ich das dennoch nicht als seelischen Schaden sehe.

Das Beispiel von alberter ist ideal: was, denkst Du, richtet hierbei seelischen Schaden an, bzw. wie soll der aussehen?! Könnte nicht vielleicht eine Woche Hausarrest viel größeren Schaden anrichten?!

Man muß die Dinge ja auch mal in Relationen setzen. Wir reden hier immer nur davon, dass Backpfeifen (ich setze den Unterschied zur Ohrfeige, weil Ohrfeigen in der Tat eine Körperverletzung darstellen können, da man im schlimmsten Fall taub werden kann!) schädlich sind! Ich gebe Dir recht in dem Fall, wenn eine Backpfeife erteilt wird, weil das Kind eine schlechte Note nach Hause gebracht hat. Das ist definitiv kontraproduktiv, genauso wie es ein Anbrüllen oder sonstige andere - nicht angemessene - Sanktionen sein würden.

Wenn aber ein 11jähriger "Lümmel" einem Opa den Stock beiseite schlagen würde, dann halte ich eine Backpfeife in DEM MOMENT des AFFEKTES für durchaus legitim. Würde ich mit Fernsehverbot oder Taschengeldentzug drohen, bekäme ich wahrscheinlich gerade mal einen Lacher ins Gesicht. Ob die Backpfeife Stunden später immer noch Sinn macht, wage ich zu bezweifeln.

Ich denke wirklich, dass man hier die Dinge in Relation setzen muß. Und da eine Backpfeife keinen körperlichen Schaden anrichtet, ist sie gleichzusetzen mit anderen alternativen Erziehungsmaßnahmen. Auf Basis des seelischen Schadens. Und in meinem Beispiel wie auch im alberters genannten sehe ich da absolut keine Gefahr (wirklich nicht!).

Du sprachst mich auf meine Beispiele an. Die Gewalt, die ich erlebt habe, verabscheue ich auch. Allerdings trenne ich zwischen schmerzhafter und nicht schmerzhafter Gewalt.

Ein gutes Beispiel habe ich evtl. noch zum Abschluss:

Meine Mutter hat gegen mich noch NIE die Hand erhoben! Aber einmal habe ich ihr wirklich weh getan mit meinem Verhalten. Und sie stand vor mir und drohte mir mit zittriger Stimme, dass sie mir eine scheuert, wenn ich nicht aufhöre.
DAS hat mich geschockt. Und kuriert. Da wußte ich, jetzt habe ich die Grenze eindeutig überschritten. Und hätte ich weitergemacht, ich hätte die Hand im Gesicht gehabt und auch verdient!
Im übrigen war ich da 12 Jahre alt.

Zum Abschluss: eigentlich dürfen Du und ich überhaupt nicht mitreden. Wir haben keine Kinder. (Zumindest entnehme ich das Deinen Theorien und Äußerungen.) Wir müssen es erst einmal besser machen und beweisen, dass wir unsere tollen Meinungen auch wirklich durchziehen und vertreten können. Reden schwingen kann jeder. Aber danach Handeln, da zeigt sich dann die wahre Größe!

P.S. :D In der Tierwelt erteilen übrigens die Eltern ihren Kindern auch körperliche Gewaltanwendung. Eine Katzenmama schlägt sanft mit der Pfote zu, wenn das Kätzchen unerlaubt das Nest verlassen will .... :D
 
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Original geschrieben von Nonens
Zum Abschluss: eigentlich dürfen Du und ich überhaupt nicht mitreden. Wir haben keine Kinder.
Einspruch! Wir haben alle beide sehr wohl Erfahrungen mit Kindern, die ich zumindest mit meinem theoretischen Wissen abgleiche. Nur, dass wir keine eigenen Kinder haben, macht unsere Aussagen nicht weniger wertvoll. Es geht auch aus Bienes Postings hervor, das Erziehung viel eine Sache der inneren Einstellung ist. Diese zu verändern kann nie schaden.
Ehrlich gesagt: ich bin es leid mir von Eltern eben dieses Totschlagargument "Sie haben keine Kindern, sie wissen gar nicht wie das ist" anzuhören. Ich weiß, wie es ist Kinder um sich zu haben - auch wenn es nicht die eigenen sind. Noch dazu bin ich jemand, der sich ehrenamtlich viel mit Kindern und deren Situation in der Familie auseinander gesetzt hat. Ich weiß, wie Kinder empfinden, die eine "harmlose Backpfeife" abbekommen, oder andere Formen der Gewalt erlebt haben. Beide Formen der Gewaltanwendung sind im Ausmaß ihrer Folgen nicht vorherzusehen.
Nur, weil ich keine eigenen Kinder habe befähigt mich das nicht dazu mir ein Urteil über eine Situation zu erlauben? Wie bitte sollen dann z.B. PsychologInnen ihren Klienten helfen können? Muss jede/r erst eine Depression, eine Manie und dann auch extreme Angstzustände mitgemacht haben um adäquate Hilfe leisten zu können? Oder Drogenberater? Sollten sie alle sich schon mal einen Schuß gesetzt haben? Ich glaube nicht!

Die bislang (!) als kinderfreundlichste Methode angesehene ist die, den Kindern die eigenen Gefühle zu verdeutlichen. Dies nicht im Sinne eines schlechten Gewissens, das man den Kindern einredet. Sondern offen, ehrlich und der Situation angepasst die eigenen Gefühle zu erklären - wenn möglich (wir sind nur Menschen) - ohne jegliche Wertung.

Ich bin schon zu spät, mein Seminar startete um 9:00.
Ade
Guido
 
Nur kurz:

Psychologen helfen, so wie Du Kindern hilfst. Das ändert aber NICHTS daran, dass man evtl. anders handeln würde, wenn man selber in der Situation steckt.

Einen Ratschlag erteilen kann JEDER, wirklich JEDER. Aber steckt man selber plötzlich in einer Situation, für die man vorher ach so tolle Ratschläge hatte, dann sieht das auf einmal ganz anders aus.

Ich habe das mehrfach erlebt! Ich habe Freunden Ratschläge erteilt, mich aufgeregt, wie könne man nur so blöd oder blind sein und ich würde das ja GANZ anders machen. Pustekuchen! Ich kam in solch eine Situation und sah plötzlich, dass es ja doch nicht so einfach ist ... und ich habe auch nicht nach meinem Ratschlag gehandelt! Ich habe mich total fehl eingeschätzt!

Es IST etwas anderes, eigene Kinder oder die Fremder mal kurz zu haben! Eltern haben ihre Kinder Tag und Nacht, bei Krankheit oder Gesundheit, in guten wie in schlechten Zeiten um sich. Du kommst abends nach Hause und hast Zeit für DICH!

Natürlich können wir uns unsere Meinung bilden. Aber verurteile die Menschen nicht, die eine andere Meinung und Einstellung dazu haben, die mit Deiner nicht konform ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Frau und ich versuchen unsere Kinder nicht zu schlagen. Es ist uns bisslang auch nahezu vollständig gelungen. Leider nicht immer.
Allerdings bin ich ein Anhänger der Idee, dass ich einem Kind lieber eine Ohrfeige gebe als es verbal zu beleidigen, herabzusetzen und somit zu verletzten. Mittlerweile (meine Kinder sind 4 und 2 Jahre alt) bin ich soweit, dass ich mich nur noch ganz selten durch die Kinder in Wut versetzen lasse. Ich überlege mir sehr genau, was ich als Regel durchsetzen will. Manche Regeln werden manchmal nicht durchgesetzt, da es auch mal Ausnahmen geben muss.

Hier noch ein Buchtipp (habe ich gerade selbst gelesen).
 
kriegr: Ich gehe zu Deinen Gunsten davon aus, dass Du Backpfeifen meinst, wenn Du Ohrfeigen sagst.

nonens: Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

guido: Wenn ich für alle Lebensumstände immer eine beratende Lektüre zur Hand nehmen müsste, dann käme ich vor lauter Lesen nicht mehr zum Leben. Erziehung ist vor allem Herzenssache und danach handle ich und ich glaube, dass meine Kinder auch ohne externe Hilfe "wohl erzogen" werden.

Man könnte hier wirklich ewig weiterdiskutieren und käme doch nicht auf einen umfassenden Konsens. Allenfalls einen kleinsten gemeinsamen Nenner: körperliche und seelische Gewaltanwendungen haben in der Erziehung keinen Platz - wenn es doch einmal dazu gekommen ist, müssen die Erziehungsberechtigten tunlichst einen Weg finden, wie der angerichtete Schaden gerichtet und ein Wiederholungsfall vermieden werden kann.
 
Ich will erst nochmal auf den Rest des vorherigen Postings Bezug nehmen.
Original geschrieben von Nonens

Du schreibst, eine Backpfeife bringt seelischen "Schaden" oder kann seelischen Schaden zufügen. Nur denke ich, dass jede andere Alternative dazu ebenfalls seelischen Schaden zufügen kann.
_Kann_, dementsprechend ergeben sich eindeutig bessere Alternativen zum Schlagen. Ich kenne kein Patentrezept dafür, Erziehung ist wie gesagt kein Handeln nach Schema F.

Original geschrieben von Nonens

Das Beispiel von alberter ist ideal: was, denkst Du, richtet hierbei seelischen Schaden an, bzw. wie soll der aussehen?! Könnte nicht vielleicht eine Woche Hausarrest viel größeren Schaden anrichten?!
Ich spreche nicht vom anders bestrafen, sondern vom anders handeln!

Original geschrieben von Nonens

Ich denke wirklich, dass man hier die Dinge in Relation setzen muß. Und da eine Backpfeife keinen körperlichen Schaden anrichtet, ist sie gleichzusetzen mit anderen alternativen Erziehungsmaßnahmen. Auf Basis des seelischen Schadens. Und in meinem Beispiel wie auch im alberters genannten sehe ich da absolut keine Gefahr (wirklich nicht!).
Ich denke, das hier keine Gefahrt herrscht, weil ich alberter einfach mal attestiere ein im Regelfall ruhig und gelassen reagierender Mensch zu sein der auch den Mut hat vor seinen Kindern Fehler zu machen und einzugestehen. Mit anderen Worten: ich glaube, dass alberter die Situation dnach mit Worten wieder glätten konnte, und das seine Kinder seine Liebe spüren und ihm auch nach einem Ausrutscher wieder vertrauen.

Original geschrieben von Nonens

Du sprachst mich auf meine Beispiele an. Die Gewalt, die ich erlebt habe, verabscheue ich auch. Allerdings trenne ich zwischen schmerzhafter und nicht schmerzhafter Gewalt.
Die Trennung hast du auch schon als Kind machen können?
Das du jetzt davon so redest spricht für eine Bewältigung. Aber ich will mich hier nicht zuweit aus dem Fenster lehnen, das geht die sehr geehrten Forenleser einfach nichts an, das ist privat.

Original geschrieben von Nonens

Meine Mutter hat gegen mich noch NIE die Hand erhoben! Aber einmal habe ich ihr wirklich weh getan mit meinem Verhalten. Und sie stand vor mir und drohte mir mit zittriger Stimme, dass sie mir eine scheuert, wenn ich nicht aufhöre.
DAS hat mich geschockt. Und kuriert. Da wußte ich, jetzt habe ich die Grenze eindeutig überschritten. Und hätte ich weitergemacht, ich hätte die Hand im Gesicht gehabt und auch verdient!
Im übrigen war ich da 12 Jahre alt.
Sie hat dir ihre Gefühle verdeutlicht. Der Effekt war einschlagend, ohne ein Schlag zu sein.
 
Guido schrieb:

Ich spreche nicht vom anders bestrafen, sondern vom anders handeln!



Dann gebe doch mal ein Beispiel dafür, wie ein anders Handeln nicht als Strafe, aber doch als konsequente und erfolgreiche Erziehungsmethode aussehen kann/ soll.

Ansonsten merke ich bei Dir einen Ansatz der Differenzierung. Dass eine Backpfeife doch nicht "so schlimm" ist, wenn Eltern ihre Fehler erkennen, sie eingestehen, sich bemühen, es das nächste Mal besser zu machen und mit Liebe erziehen. Und eigentlich kommt es darauf an. :)
 
Original geschrieben von Nonens

Psychologen helfen, so wie Du Kindern hilfst.
Verstehe ich nicht. Bitte erläutern.

Selbstverständlich kann jeder Ratschläge erteilen. Allerdings bin ich nicht jeder. Meine Ratschläge basieren auf Erfahrung und theoretischem Wissen. Ich hab auch nie behauptet, das es einfach sei meinen Ratschlägen zu folgen. Es gehört jede Menge an eigenem Schweiß dazu sich so zu verhalten.
Wer seine eigenen Kinder nicht als wichtig genug erachtet eine Veränderung der eigenen Einstellung herbeizuführen ist meiner Meinung nach selber Schuld an den Folgen. Die Folgen fangen bei nölenden Kindern an und enden vielleicht in der Klapse. Die Verantwortung für die Folgen liegt ein Stück weit bei den Eltern. Schule, Umwelt, Peer-Groups usw. usf. gehören auch dazu.

Original geschrieben von Nonens

Es IST etwas anderes, eigene Kinder oder die Fremder mal kurz zu haben! Eltern haben ihre Kinder Tag und Nacht, bei Krankheit oder Gesundheit, in guten wie in schlechten Zeiten um sich. Du kommst abends nach Hause und hast Zeit für DICH!
Ich hatte Kinder schon wochenlang unter meinen Fittichen und habe den ein oder anderen Konflikt ausstehen müssen. Daraus, dass ich keine eigenen Kinder habe lasse ich mir keinen Vorwurf drehen. Aber dazu habe ich ein paar Posts vorher schon genug zu gesagt.

Original geschrieben von Nonens

Natürlich können wir uns unsere Meinung bilden. Aber verurteile die Menschen nicht, die eine andere Meinung und Einstellung dazu haben, die mit Deiner nicht konform ist!
Ich wollte niemand verurteilen, das kam evtl. so durch, weil ich mich über die Leichtfertigkeit mit der mit diesem Thema umgegangen wurde und wird so sehr aufgeregt habe.

Meine Meinung ist allerdings, dass sich am Umgang mit den Kindern einiges zu verändern hat. In vielen Familien. Darauf aufmerksam zu machen trägt einen Teil dazu bei Veränderungen hervorzurufen.
 
Du hast nicht verstanden, worum es mir geht. Oder ich konnte es nicht klar genug verdeutlichen, wobei alberter es zumindest scheinbar verstanden hat.

Momentan habe ich keine Lust, das noch mal anders zu erklären.
 
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