Also ich finde Moratorium hin oder her. Was die Politik aber wieder jetzt abzieht finde ich übelst. In den Diskussionen hört man zumeist nur Schuldzuweisungen wer was zu welcher Zeit falsch entschieden hat oder (seinerzeit richtig) entschieden hat, was aber aus heutiger Sicht als grundlegend falsch angesehen wird. Die Politiker aller Parteien stellen sich hin und man hört nur: Du (Ihr) hast (habt) dies und das falsch gemacht (entschieden). Du (Ihr) hast (habt) dorrt und dann die Unwahrheit gesagt. Du (Ihr) hast (habt) habt dieses Gesetzt entschieden... Bla bla bla...
Was sind denn die Schlagworte der Politik wenns mal wieder knallt?
"Arbeitsplätze", "alternativlos" und "später".
Ich finde es wird zu wenig öffentlich konstruktiv debattiert um eine Lösung für unser Atomproblem zu finden.
Auch finde ich interessant wie durch diese Schuldzuweisungen heraus kommt wieviele Böcke zu Gärtnern gemacht wurden
Man stelle sich nur vor Augen das den großen Energiekonzernen E.on, EnBW und Vattenfall ca. zwei Drittel der Aktion des Unternehmens Tüv Süd Ag gehoren und ausgerechnet dieses Unternehmen ist für die Sicherheit der Kernkraftwerke zuständig. Da frage ich mich wie kann man das mit der Problematik Atomenergie vereinbaren?
Und da wäre auch noch unser Baden Würternberger Namens Mappus, welcher ja pro Laufzeitverlängerung der AKW's gewesen ist. Warum ist er jetzt auf einmal für die Abschaltung des AKW Neckarwestheim? Stelle man sich mal vor (was ich mir natürlich gar nicht wünsche), dass es einen Gau in diesem AKW Neckarwestheim gibt. Was wäre dann? Man kennt ja die Sperrzonen von Tschernobyl und jetzt Fukushima. Nehmen wir für das AKW Neckarwestheim eine Sperrzone von ca. 40km an. Schon liegt Stuttgard ja voll drinn und wäre an sich "nicht nutzbar". Was ist die Konsequenz? Der ja ach so tolle Superbahnhof, das Milliardengrad 21, wäre ja dann voll betroffen und somit eine Fehlinvestition. Ist das Umdenken als Resultat zu sehen, dass Herrn Mappus das "Restrisiko" nun doch zu hoch ist?
In den Medien wird ja momentan propagiert, das Wissenschaftler theoretisch davon ausfgehen das so ein Gau nur alle 10000 Jahre stattfindet. Bei weltweit ca. 400 AKW's kommt man dann folglich auf durchschnittlich einen Gau alle 25 Jahre (1000:400=25). Und was sagt die Realität? 1986 Tschernobyl, jetzt Fukushima, wir sind also voll im Zeitplan. Das finde ich irgendwie erschreckend!
Auch finde ich lächerlich einem Herrn zu Guttenberg vorzuwerfen er stelle die Bundeswehrsolldaten vor die Diskussion zu seiner Person. Und was machen mitunter die selben Politiker jetzt? Sie stellen die Opfer und die Situation in Japan vor die Diskussion zu der Atompolitik in Deutschland. Sie zeigen im Grunde das selbe Fehlverhalten, welches jetzt wohl oder übel als legitim angesehen wird.
Klar werden 22% der gesammten Energieproduktion aus Kernkraft gewonnwen. Da Deutschland aber auch Energie exportiert sollte man das nicht als "haben muß" sehen. Wie erklärt sich sonst das vor 3 Monaten gesagt wurde "Wir müssen die Laufzeit verlängern, da wir nicht genügend Altarnativen haben" und jetzt aufgrund des Moratoriums können wir für 3 Monate (oder danach auch für immer) insgesamt 7 AKW's einfach so abschalten? Ich finde das passt etwas nicht!
Natürlich bringt unsere Politik auch viel gutes an den Tag, aber was die Atompolitik angeht sehe ich das nicht so. Was ist den aus dem gemeinschaftlichen europäischen Plan gewurden aus der Atomtechnik auszusteigen. Nahezu jedes Land hat das verworfen und die AKW's laufen länger und länger...
Auch kann ich die Alternativversorger/-entwickler etwas verstehen. Für was sollen die jetzt Unsummen an Geld ausgeben um evtl. erst viel später einen Gewinn zu erzielen, weil die AKW's bis 2035 und teilweise länger betrieben werden können? Das bei sowas die Haltung aufkommt "Wir können uns ja noch etwas Zeit lassen um Investitionen zu tätigen" kann ich verstehen, auch wenn ich es als falsch empfinde!
Auch finde ich es etwas überheblich zu sagen "Die deutschen AKW's sind die sichersten der Welt". Wie kann man sich anmaßen soetwas zu sagen? Und das bei einer Energiegewinnung die der Mensch einfach nicht Kontrollieren kann! Infrastrukturen kann man gegen Erdbeben, Feuer etc. vorbeugend gestalten aber gegen Strahlung? Zumal ja zwei unabhängige Studien zu dem Ergebnis gekommen sind, das die deutschen AKW's und die Japanischen AKW's die selbe Sicherhaitseinstufung bekommen!? Wie schon Anna schrieb - bei Tschernobyl gab es kein Erdbeben und keinen Tsunami, in dem beinahe Gau in Norwegen (oder war es Schweden) war auch kein Erdbeben und kein Tsunami. Es war beides mal menschliches Versagen. Wer kann garantieren dass das auch nicht in einem deutschen AKW passieren kann?
Das Thema Umwelt und Kernkraftwerke ist ja auch so ein Thema. Was ist die Umwelt? Die Umgebung eines Lebewesens? Also die Natur? Also im Prinzip die Erde? Was wäre denn schlimmer für die Erde? Ein CO2-Gau das alles Eis schmilzt und dadurch die Ozeane vieles überfluten und platt machen? Danach erholt sich unsere Erde und gut ist und es wird wohl einige hunderte Jahre dauern bis der CO2 Wert sich reguliert hat. Oder ist es für die Erde besser überall den radioaktiven Abfall zu lagern welcher jahrtausende zu Strahlen vermag? Das Zeug wird noch strahlen wenn alle Behälter und Gefäse zu Lagerung am verrotten sind und dadurch Strahlung austritt. Aber anscheinend ist der Mensch so engstirnig und geht davon aus das die Erde den Strahlento ins Auge sehen muß wenn die Menschheit vielleicht schon gar nicht mehr auf selbiger lebt.
Wie war das: Die Alternative ist das Resultat aus der Situation nach dem Irrtum.