Popup beim Verlassen der Seite sittenwidrig

hmm...nicht schlecht, ein Übel weniger, aber was ist der Unterschied bei einem Popup nach dem Besuch und beim Beginn eines Besuchs einer Webseite?

"Der Besucher werde gegen seinen ausdrücklich erklärten Willen gezwungen, Angebote zur Kenntnis zu nehmen. "ist doch ebi Popups, die zu Beginn aufgehen auch so, oder täsch ich mich da...
 
Ja, das frage ich mich auch. Und gilt das auch für Pop-Ups, die zu meiner eigenen Seite gehören, also keine Werbung von Fremdunternehmen?
Was ist denn jetzt mit den Pop-Up-Fenstern der Anbieter die kostenlosen Speicherplatz oder Domains anbieten, die sich beim Verlassen einer solchen Seite öffnen?

Gruß,
Colja
 
also hier geht es ja hauptsächlich darum, daß ein Wettbewerber eine Unterlassungserklärung von seinem Widersacher verlangen kann, wenn der diese Mittel einsetzt. Jemand der sich kostenlosen Webspace inkl. Werbung bei einem dieser Anbieter holt, wird dies wohl kaum kommerziell betreiben, oder hat keine Wettbewerber die ihn Ernst nehmen :)

Ein Exit Popup soll dazu dienen den Benutzer noch eine Page Impression aufzudrücken, obwohl er eigentlich gehen will. So kann man die Statistiken für die Werbebanner künstlich hochtreiben, was dann wieder zu besseren Abschlüssen mit den Werbepartnern führen kann. Und selbst wenn es die eigene Seite ist, dann ist es ja trotzdem um dem Kunden / Besucher nochmal ein Highlight oder Spitzenprodukt des Unternehmens unterzujubeln.
Popups, die während des Besuchs aufgehen, können ja zumindest als bedingt gewollt oder duldbar klassifiziert werden, weil hier ggfs. zusätzliche Produktinfos, Sonderangebote oder der Witz des Tages drin stehen. Bei XXX Seiten ist das zwar wohl nicht der Fall, aber das ist wohl eine andere Geschichte.....
 
erst mal

in ruhe abwarten, bis das urteil online steht, denn meist enthält ein solches nicht den inhalt, den strömer oder heise mitteilen. sie sind eher auf schlagwortartige beschreibungen abgestellt.

ob tatsächlich das LG Düsseldorf grundsätzliches entschieden hat, halte ich für eher fraglich. und ausserdem selbst wenn, halte ich eine solche entscheidung für unsinnig, denn werbung ist überall meist unerwünscht:))) und trotzdem sieht man sie überall, auf plakatwänden, in zeitschriften und nicht zuletzt im fernsehen. zudem ist eine unerwünschte email ganz etwas anderes, genau wie unerwünschte faxzusendungen, da diese kostenauslösend sind, im gegensatz zu popups.

also erstmal abwarten, was drinsteht:))

in diesem sinne

grüsse Lance
 
naja popups können auch kostenauslösend sein, wenn jemand ohne flatrate surft oder nach übertragungsvolumen abgerechnet wird oder?
 
Freilich, Exit-Popups lassen sich mit Spam-Mails vergleichen, jedenfalls meiner Meinung nach. Wie smash gesagt hat, werden unerwünschte Daten übertragen, die bei Call-by-Call auch ihren Preis haben. Auch wenns wahrscheinlich nicht mal ein Euro-Cent ist. Naja, ich weiss nicht, eigentlich sollte dies nicht ausschlaggebend sein, denn auch ein Banner auf einer Seite (vgl. JS-Welt Forum) überträgt pro Aufruf so um die 20 KB, schlimmer wirds noch bei einem Bannerwechsler, wo regelmässig Bannerdaten durch die Leitung strömen. Ich finde dieses Urteil jedoch überspitzt, da Exit-Popups eh so verpönt sind, dass sie kaum ein Privater freiwillig einsetzt und solange Werbungspopups im Allgemeinen geduldet werden, wird Werbung weiterhin auf den heimischen PC strömen. Internet = Werbung, an dieser Gleichung wird sich in naher Zukunft sicher nichts ändern.
 
denk ic auch, aber man sollte eigentlich auch ganz froh rum sein, denn nur durch die werbung werden die meisten Homepages finanziert, ich schu mir gern mal den einen oder andren Werbebanner an und auch die Seiten die dahinter sind, weil ich weiss dass ich nur wegen dr werbung solche Seiten sehen kann.

Es ist eigentlich aber auch schaade dass sich alle dran gewöhnt haben : INTERNET = KOSTENLOS (man zahlt ja schließlich onlinegebühren) weil dadurch Seiten die ein bisshen was kosten eigentlich keine chance haben, naja mal sehn ob sich das ändert

insofern is es mir egal wenn so popups kommen, ausser die vergrössern sich aufn desktop oder in den theater modus und lassen sich ned wegklicken
 
Naja, klar die Werbung brauchts und genau aus diesem Grund ist sie nicht wegzudenken. Ich bin froh, dass sich bis jetzt kostenpflichtige Angebote kaum durchgesetzt haben, da das "teilen" die Grundidee des weltweiten Netzes ist. Um mit dem Angebot Geld verdienen zu können, muss es entweder materieller Art sein, oder so gut, dass es keine Alternative gibt. News wird man im Netz nicht gut verkaufen können, da es für jeden kostenpflichtig gewordenen Anbieter einen neuen kostenlosen gibt. Und solange die P2P-Netze laufen, wird sich auch kein Pay-Angebot durchsetzen können. Hier find ichs schade, da das Internet, trotz seines Grundgedankes, keine rechtsfreie Zone ist. Ich wäre bereit für Musik zu zahlen, jedoch nicht für überteuerte Formate, die ich weder brennen, noch auf einem anderen Computer anhören kann. Warum für etwas zahlen, was beschränkt ist, wenn ich es kostenlos OHNE Beschränkung kriege?? Falls sich dies je ausgleichen sollte, dann werd ich wahrscheinlich wechseln, aber solange die Lieder einzeln (Ohne Kosten für Vertrieb, CD-Presse, Hülle oder Songbook) mehr kosten als im Laden auf der CD, werden mich keine zehn Pferde zu nem Pay-Anbieter bringen. Mal ganz abgesehen davon, das mir für den Download auch noch Kosten anfallen.
 
Update

wie ich schon vermutete, ist das Urteil nicht grndsätzlich auf ein einzelnes popup - fenster bezogen, sondern auf eine endloskette von popups mit pornografischen inhalten.

wer das urteil nachlesen möchte:

http://www.netlaw.de/urteile/LG%20Duesseldorf,%20Urt.%20v.%2026.03.03,%202a%20O%20186-02%20-%20Exit-PopUp-Fenster.pdf

also nicht die schlagwortartigen beschreibungen von heise oder anderen kurzquellen, insbesondere, wenn sie von werbenden anwälten stammen, zu wörtlich nehmen.

grüsse Lance
 
Zuletzt bearbeitet:
Original geschrieben von kasimir83
Eigentlich schade...:rolleyes:

Was meinst du jetzt mit Schade? Hättest du dich darüber gefröit, wenn exit-popups "verboten" würden? Ich meine, mir ist das eigentlich egal, ich benutze keine Exit-Popups, da diese den User nur belästigen und vor einem möglichen Wiederbesuch abhalten können.
 
Du meinst doch nicht wirklich, das ein Verbot von einem Gericht in Düsseldorf, das Internet von den Popups befreit hätte, oder??
 
Nö. Aber es wäre ein Präzedenzfall.
So als ob Olliver Khan die FIFA wegen Persöhnlichkeitsrechtsverletzung verklagt, weil er nicht wusste, dass er von drei und nicht von zwei Kameras gefilmt wurde und diesen Prozess gewinnt.
 
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