Kompetenzen von Hochschullehrkräften.

kasimir83

Lounge-Member
Ich habe letztens im Radio einen Bericht über eine Studie gehört, in der die Schuld für das stark abnehmende Interesse am Fachgebiet, und damit der Leistungen, wärend des Studiums großenteils den Dozenten zugewiesen wurde, Studenten bescheinigten ihren Dozenten teilweise absolute Inkompetenz.

Was ist da tatsächlich dran?
Weiß jemand, wie's an der htw-Dresden aussieht?
 
hm also ich kann aus eigener Erfahrung nur eins sagen:

Es stimmt, was man sagt - alles Fachidioten! Die meisten Dozenten haben zwar was auf ihrem gebit drauf, gucken aber nicht über den Tellerrand - d.h. zwischen Fachgebieten, die sich eigentlich überschneiden, klafft ein großer Spalt auf.

und inkompetent sind viele, was Pädagogik angeht - es werden einem die Brocken hingeknallt und es wird gesagt: friss oder stirb!
Wenn man fragen zu einem komplexen Thema hat, wird stupide derselbe text runtergerattert, wie in der Vorlesung - Assistenten hingegen haben zwar nicht unbedingt den totalen Durchblick, aber bewegen sich sprachlich noch auf derselben Ebene wie die Studenten und können einem dann Sachverhalte so erklären, dass man es versteht.

Die meisten Prof setzen gleich im 1. Semester voraus, das man alles so schnell kapiert, wie im 10. Semester - es rein gar nixx erklärt :-(
 
stimme J-C zu....ist bei uns nicht anders...aber es ist natürlich nicht überall so...es gibt auch welche, die das richtig gut machen...
 
Ich kann mich den Meinungen nur anschließen. Ich habe zwei Universitäten erlebt - Mainz und Frankfurt -, die Profs sind teilweise so "abgedreht" und realitätsfern, haben jeglichen Bezug zu ihren Studenten verloren, setzen - meiner Meinung nach - zuviel voraus.

Sicherlich tun sie das, um in den ersten Semestern auszusieben, allerdings kann es auch nicht Sinn der Sache sein, dass die Professoren nur dazu da sind, sich einen Themenüberblick zu verschaffen und den Rest in Büchern nachzulesen oder sich erklären zu lassen.
 
aber an den FHs soll es alles ein bischen praktischer sein - also ich kann von den Praktika an der UNI sagen, dass das nur leute machen, die wirklich ahnung haben und auch methodisch was drauf haben...
 
ist ähnlich...da gibt es auch die theoretiker...aber es gibt auch ne menge praktische dinge, die das ganze interessant machen
 
Das hieße dan nur Verfahrenstechnik, meine Mutter ist Dipl.-Ing. für Verfahrenstechnik, eine Spezialisierung für Kake gibt es da noch nicht, jedenfalls nicht als Studienfach.

Nö, Informatik allgemein mit späterem Schwerpunkt Netzwerke oder Medieninformatik, aber letzteres ist mir eigentlich schon wieder zu speziell.
 
ähm Informatik? hast du dir das auch überlegt?

ich habe jetzt das Informatik-Studium abgebrochen - weil es einfach zu heftig ist - das sind 95% Hardcore-mathe und 5% Physik - programmieren solltest du sowieso perfekt können.
Bsp (3. Semester) Vorlesung Computergrafik:

1. Übungsserie: Erstellen sie eine primitiven Raytracer, der unendliche Ebene, Sphären, Zylinder, Kegel und Quader berechnen kann - gegeben ist ihnen eine Vektorklasse o_O - viel spass :-(

das studium (an der UNI) dient wirklich nur dazu Theoretiker heranzuzüchten - nixx weiter - man sollte Info nur studieren, wenn man ein Mathe-Fetischist ist.
Sog. "Analysen" sind nur Beweise - auch was Netzwerke angeht - da wird nicht mit Messgerät dagesessen und "analysiert", sonder mit hilfe der physikalischen Eigenschaften und Formeln kann man ja super beweisen, was in dem netzwerk alles schiefgehen kann.

Jeder programmierte Algorithmus MUSS bewiesen, dass er terminiert und dass er 100%ig das tut, was er soll, wenn man den Beweis nicht erbringt, gibt es keine Punkte auf die Aufgabe (Klausur bzw Übung) ... so war es zumindest bei uns.
 
hi kasimir

also ich bin an der htwd. könnte mich mal umhören wir die profs in informatik so drauf sind. ich hatte bei zweien. der eine war echt superschlau und hatte viel mit neuroinformatik zu tun. war aber bissl arogant aber sonst ganz prima. der andere machte netzwerkadmin und der hatte einfach keine pädagogische kompetenz. die vorlesung war echt gähn. er konnte den stoff einfach nicht einfach rüberbringen. naja.
könnte mich aber mal umhören wie die profs in dem fb sind. welche informatik willst du machen? allgemeine info?

keep in touch, geis

/edit

grad noch gesehen mit deinem wunsch. ja soweit ich informiert bin, ist das grundstudium aller 3 studiengänge (medien, wirschaft, allgmein) gleich. bin mir aber nicht 100%ig sicher. kann mich nochmal schlau machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich mach wirtschaftingenieur. hat mit informatik rein wenig zu tun. ist mehr ein hobby von mir.
 
Das Problem ist meistens die Realitätsferne der Lehrkräfte. Wenn ich mir überlege, welchen Aufwand ich als "Fachkraft" treiben muß nur um auf dem laufenden zu bleiben, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das ein Dozent oder Prof schaffen soll. 14 Stunden am Tag sind gar nix.
Allerdings muß man auch sehen, daß vieles in der Informatik auf Theorie beruht, die allerdings in die Praxis umgesetzt werden muß. Meiner Meinung nach sollten die Studiengänge ausgewogener werden, daß heißt genausoviel Theorie wie Praxis.
Meine Erfahrung ist, daß viele Hochschulabgänger zwar ein großes theoretisches Wissen haben, aber kein praktisches. Das erleichtert die Zusammenarbeit nicht unbedingt.

Aber ich denke mal, das mein Beitrag hier niemandem die Entscheidung erleichtern oder erschweren wird, wo er denn nun hin will.

Manitou
 
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