FH oder UNI?

.holger

Lounge-Member
So für mich stellt sich bald die Frage ob ich an einer Fachhochschule oder einer Universität studieren soll, doch ich weiss es nciht. Es gibt schon nette Sachen an ner FH aber irgendwie kann ich mich da nicht mit anfreunden. Vielleicht kann mir einer der "alten Hasen" hier im Forum ja mal seine Erfahrungen an einer dieser beiden Hochschularten erzählen (es geht nicht um Informatik oder Medientechnik oder so sondern um Luft- und Raumfahrttechnik bzw. Maschinen- oder Flugzeugbau aber das ist egal mir geht's hier nur um die Schulform)
Ich hab gehört ne FH soll einem Gymnasium (o.ä.) sehr ähnlich sein, da hab ich aber ehrlich gesagt keinen Bock mehr drauf,.....

:) MFG .ich
 
hey - das war das 7.000ste Posting im Smalltalk :D

also zu deiner Frage - nun vielleicht hilfts dir ja:

ich studiere (noch) an einer UNI - da ist es so - es ist jedem scheissegal, was du machst, und ob du es überhaupt machst - das interessiert da kein schwein - das problem dabei ist - es fehlt ein bischen der druck, um von sich aus genügend zu machen - ausserdem läuft einem eventuell die zeit davon, wenn man nicht aufpasst und zack hat man zB das Vordiplom nicht gepackt. UNI ist die Verkörperung von Selbststudium - Bsp ich studiere Informatik (NF DesignInformatik) im 5. Semester - Vorlesung "Computer-Grafik" - die erste "Hausaufgabe" (1 Woche Zeit) war es, einen eigenen Raytracer in C++ zu schrieben, der unendliche Ebenen, Quader und Sphären raytracen konnte - als Hilfe gab es eine Vektor-Klasse mehr nicht ... Der Code mußte natürlich RunTime-optimiert sein....
An der UNI werden eigentlich nur Theoretiker ausgebildet - keine Praktiker - die UNI ist völlig realitätsfern - wir haben zB in meiner Firma einen dipl.inf. bekommen - der sollte als Abteilungsleiter eingesetzt werden (weil studiert) - vergiss es - der hat nicht den blassesten Schimmer von gar nichts gehabt!


an einer FH läuft es noch mehr wie an der Schule ab - man kümmert sich ein bischen intensiver um die Studenten. Praktika sind in das Studium integriert - also richtige Betriebspraktika - ausserdem orientiert sich die Ausbildung näher an der Realität - also an der "lebendigen Welt da draussen".
Vorteil ist noch die realtiv kurze Studiendauer an einer FH.

Nachteil ist, dass ein dipl. (FH) geringer bezahlt wird als ein dipl. (UNI) :-/ - was natürlich an dem Level der Ausbildung festzumachen ist.

Also ich würde sagen -
wenn du ein Theoretiker bist: UNI
wenn du ein Praktiker bist: FH
 
Ich habe gehört , dass man an einer FH (Schweiz) auch viele Praktikas machen muss, aber sonst eher wie eine Schule.
Universität ist eher theoretisch und FH eher praxisbezogen.
 
hi,
obwohl ich an ner uni studiert hab, würd ich das nächste mal wohl ne FH vorziehen. das ist einfach praktischer und berufsnäher ausgelegt. was bringen dir die tollsten theoretischen kenntnisse, wenn du keine ahnung hast, wie du sie umsetzen sollst.
auf der anderen seite natürlich bekommst du an der uni nen riesigen background geliefert und musst dir "nur" noch das praktische aneignen.
im wesentlichen hängt´s aber von deinem gewünschten studiengang und berufsweg ab.
bye,
mo
 
also generell kannst du auch an einer FH ein ruhiges Leben haben, da ist es so das du deine Kurse hast, aber wenn du nicht hingehst, dann stört das auch keinen...Der große Unterschied im praktischen Arbeiten wurde ja auch schon gesagt...Man sollte vielleicht auch noch sagen, das es manche Studiengänge nur an F's gibt...Von wegen weniger Bezahlung...Ich werde auch Dipl. Ing FH (zumindest hoffe ich das doch mal), aber meinen Studiengang konnte man bisher nur an FH's studieren....
 
Ich selbst studiere zwar noch nicht (ABI 2004:p), von Freunden die es tun (oder schon fertig sind) weiß ich, dass insgesamt betrachtet ein Uni-Studium vorteilhafer ist, weil man (wie PHP-B-GINNA sagte) bessere Chancen auf einen Job und bessere Bezahlung hat.
Original geschrieben von PHP-B-GINNA
ich studiere (noch) an einer UNI - da ist es so - es ist jedem scheissegal, was du machst, und ob du es überhaupt machst - das interessiert da kein schwein - das problem dabei ist - es fehlt ein bischen der druck, um von sich aus genügend zu machen - ausserdem läuft einem eventuell die zeit davon, wenn man nicht aufpasst und zack hat man zB das Vordiplom nicht gepackt. UNI ist die Verkörperung von Selbststudium.
Dazu kann ich nur sagen: Studium beim Bund. Hat ne Menge Vorteile. Erstmal kommt der Ansporn im Zeitplan zu bleiben von ganz allein, weil man für jedes wiederholte Trimester ein Jahr länger verpflichtet wird. Außerdem bekommt man schon als Student seinen Sold und verdient im Unterschied zu den meisten anderen Studenten schon Geld. Nicht so toll ist allerdings, dass man sich mindestens 12 Jahre verpflichten muss und (in deinem Fall) das Luft- und Raumfahrttechnik Studium nur an bundeswehreigenen Unis angeboten wird (die haben auch ne Uni in Hamburg:))
Infos gibt's hier und unter www.bundeswehr.de.

Gruß,
Colja
 
Ähem - also Studium beim Bund *lol*


mal eins dazu: ich hab da doc hjetzt einiges an Infos bekommen, weil meine Frau Medizin bei der BW studieren wollte (Medis "dürfen" sich 17 Jahre verpflichten, weil si an zivieln Unis studieren)

1. so mit dem nachdienen für jedes wiederholte semester stimmt nicht

2. du hast nur 3 mal die Möglichkeit eine Prüfung zu wiederholen (dazu gehören auch Scheinklausuren) also in sagen wir 10 Semestern 3 Patzer - naja ähm - das ist nicht ganz so einfach

3. du kannst nach dem studium nicht einfach sagen "tschüss" keinen bock mehr - weil dann wir dir (zB bei Medizin) deine Arzterlaubnis entzogen (du darfst nie wieder als Arzt praktizieren) bzw in anderen berufen wirst du durch einen Psychologen als berufsunfähig attestiert (selbes Ergebnis) oder du versuchst es mit einem KDV-Antrag - und dann darfst du Sold und Studiengebühren wieder rausrücken - na juchu - da läppert sich einiges zusammen

4. ein Vorteil ist natürlich der Sold - du brauchst nicht nebenbei arbeiten, sondern kannst dich voll aufs studium konzentrieren -aber während die Kommolitonen an der zivilen Uni in der Vorlesungsfreien Zeit am Strand liegen und orgien feiern darf man zu diversen Offizierslehrgängen und darf halt Dienst schieben - man hat nur wie jeder andere Arbeitnehmer urlaub (glaub 30 tage im Jahr)

und das sollte man sich wirklich überlegen....
 
ja aber ich will direkt nachm ABI Bewerbungen losschicken, da muss ich die auf für die Lufthansa (Pilotenausbildung) loschicken und dann wollte ich das alles in einem Rutsch machen.
 
Also, ich habe an einer Uni studiert (und abgebrochen) und Freunde, die an der FH studieren und zuvor auch an einer Uni studiert haben.

Allgemeine Stimmung der Leutchen lautet eindeutig "FH". Begründung: Uni ist für Akademiker, FH für Praxisorientierte. Selbst unsere Uni-Professoren haben in einigen Vorlesungen darauf hingewiesen, wenn die Studenten stöhnten und vieles überflüssig fanden: "Meine Damen und Herren, Sie werden hier zu Akademikern ausgebildet, nicht für die Wirtschaft. Sie können nach dem Studium an der Uni tätig sein; aber die Wirtschaft verlangt anderes von Ihnen, was Sie sich selbst erarbeiten müssen" [frei zitiert]

Ich kann das aus den verschiedensten Firmen nur bestätigen, dass direkte Studienabgänger ungern, Akademiker mit Berufserfahrung aber gerne genommen werden.

P.S. Die Praxis kann man sich aber während des Studiums durch Nebenjobs erarbeiten. Allerdings ist das härter und schwieriger als ein FH Studium. Und in der Regel dauert es länger.
 
so entscheidung steht zu 80%. Ich denke wenn ich nicht bei der Lufthansa genommen werde versuche ich nach Hamburg auf die Hochschule für angewandte Wissenschaften zu kommen (sollte auch kein Problem sein, denn so viele Leute gibt's ja nciht, die so was studieren wollen).
Das einzige was mich an ner UNI reizen würde ist dass es freier ist aber meine lehrer etc. (die mich und mein Lernen kennen) haben fast einstimmig gesagt dass ich auf ne FH geshen sollte. Ein weiteres Argument ist dass es kürzer ist und dass ich dann in meiner Lieblingsstadt leben kann :) evtl. bei Airbus oder LufthansaTechnik n Praktikum machen wäre ja auch nicht schlecht (oder noch besser ner kleinen Flugzeugwerft für Sportmaschienen :))

Na ja, danke nochmal an alle die ihre Erfahrungen geschildert haben.

MFG .h
 
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