2. Büro online vernetzen

mo

Administrator
Teammitglied
Moin!
wir richten derzeit ein 2. Büro ein und ich muss irgendwie auf die Daten vom 1. Büro zugreifen.
Das 2. Büro ist 1000m Luftlinie entfernt, also kommt kein LAN in Frage.
Was wäre ne sinnvolle Alternative?
per DSL? reicht da 1 MBit Upstream?
 
Ich habe derzeit auch eine ähnliche Konstellation eingerichtet und das funktioniert ganz gut. Ein VPN ist dabei auf jeden Fall ein Muss, allerdings ging es hier wohl eher um die Bandbreite?!

Welche Daten sind das denn, die da ausgetauscht werden müssen? Prinzipiell ist alles, was nicht auf Webtechnologie aufbaut wesentlich langsamer, bedingt auch durch die unterschiedlichen Up- und Downloadraten. Alle Sachen, die mit viel Netzwerk-IO zu tun haben dauern ewig oder gehen gar nicht, z.B. kann ich den Wawi Client nicht vom Netzwerklaufwerk starten, weil der natürlich mehrere hundert Dateien gleichzeitig aufmachen will und diese alle über die Leitung gequetscht werden müssen. Eine VNC Verbindung ist allerdings durchaus bedienbar.
 
ich muss hauptsächlich word-dateien öffnen, speichern. große dateien sinds nicht, max. 200 kb schätze ich.
was ist dann da die "schnellste" art der verbindung? (kenn mich da gar nicht aus...). über vpn oder irgendne andere technik?
 
ich muss hauptsächlich word-dateien öffnen, speichern. große dateien sinds nicht, max. 200 kb schätze ich.
was ist dann da die "schnellste" art der verbindung? (kenn mich da gar nicht aus...). über vpn oder irgendne andere technik?
VPN ist ja nur die Möglichkeit zwei physikalisch voneinander getrennte Netze gesichert miteinander zu verbinden. Soll heißen ein oder mehrere entfernte Rechner wählen sich im VPN Server ein und können dann so agieren, als stünden sie direkt neben dem Server. Dadurch fängt man zwei Fliegen: a) man kann so arbeiten wie gewohnt (mit einem kleinen bis großen Einknick in der Geschwindigkeit) und b) es ist sicher, man schickt keine vertraulichen Daten durch die Gegend.
Aus a) folgt zusätzlich, dass es einigermaßen DAU-freundlich ist, weil mit Standardprogrammen gearbeitet werden kann.
Allerdings sollten die Dateien auf jeden Fall lokal kopiert werden, bevor sie bearbeitet werden, sonst macht das keinen Spass.

Andere Möglichkeiten, d.h. außer VPN, wäre z.B. ein (S)FTP Server, der per dyndns erreichbar ist und wo die Dateien abgerufen und hochgeladen werden können. Auch ein WebDAV Server mag eine Lösung sein.
Die meisten Lösungen erfordern aber zusätzliche Software, Arbeitsschritte oder Kenntnisse bei den Benutzern. Von daher würde ich die VPN Lösung favorisieren.
 
wenn ich für vpn erst ne datei kopieren muss, wie kann man das vereinfachen, so dass der user ne datei doppelklickt, bearbeitet und wieder speichert und das alles von einer software gemanagt wird (incl. Lock der original-datei)?
 
Also mit VPN kann man die Datei auch auf dem Server öffnen, aber da macht das Arbeiten nicht wirklich Spaß.

Bei allen anderen Varianten muss die Datei auf jeden Fall erst kopiert werden, weil Office das nativ nicht unterstützt (zumindest ned dass ich wüßte).

WebDAV untersützt meines Wissens sowas wie CheckIn und CheckOut, hier könnte man also so eine Art Locking bauen.
Genauso kann man natürlich auch Subversion einsetzen. Beides sowohl "nackig", als auch durch ein VPN geschützt. Erfordert aber ebenfalls wieder einen zusätzlichen Client (der sich zwar im Falle von TurtoiseSVN im Explorer integriert, aber eben bedient werden will) - neben dem VPN Client (falls kein zweiter Server dazwischengeschaltet wird).
 
danke für die tipps. ich werds mal antesten mit dem vpn tunnel.

ne andere frage: welches linux eignet sich am besten für den desktop-einsatz für windows-nutzer, schaut also auch am ähnlichsten aus und bietet vergleichbaren look and feel? an programmen wird nicht viel gebraucht, nur firefox und openoffice.
hab mal dkdenzs favoriten installert (aufm mac mit vmware): ubuntu, hat nen guten eindruck gemacht und gnome mag ich sowieso gerne.. was gäbs noch?
 
Es gibt sogar ne WLAN-Antenne mit einer Reichweite von bis zu 1km.
Und eine die verspricht bei ungestörter Sichtverbindung eine Reichweite von mehreren km aber verlassen würd ich mich auf sowas wohl eher nicht.

Meine Hausanlage verspricht auch 300m und hält keine 50m
drum hab ich die entfernten Rechner dann doch verkabelt :(

lollo: LugX.de - WLAN Richtfunk selbstgebaut

google mal mit dem Suchbegriff wlan 1km da kannste nette Sachen lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
was mir noch wegen der vernetzung einfällt: wie wäre es, wenn das ganze per ftp umgesetzt wird? auf beiden seiten habe ich nen linux server und da mounte ich die verzeichnisse einfach per ftp (oder samba?)?

die frage nach dem "besten" desktop-linux ist auch noch offen ;)
 
Also was Desktop Linux angeht, ist (K)Ubuntu sicherlich eine gute Wahl, welches das Beste ist läßt sich schwer sagen, dazu müßte man die verschiedenen Teile alle mal ausprobieren. Allerdings dürfte man die wirklichen Unterschiede so gar nicht mehr richtig merken, denn meist ist die gleiche Software dabei, nur manchmal eben ein bißchen anders vorkonfiguriert. Am meisten unterscheiden sich die Dinge unter der Haube und das sind eigentlich mehr die Dinge die ein Admin interessiert. Also sollte man die Distribution vielleicht eher danach aussuchen, wie einfach sie zu administrieren ist. Ich persönlich bevorzuge da die Debian-Schiene, weil ich damit die meiste Erfahrung habe, es bislang keine Probleme gab und alles reibungslos funktioniert. Und da (K)Ubuntu auf Debian aufsetzt, habe ich seit 'nem halben Jahr einen reinen Kubuntu Desktop. Das ursprüngliche Windows muss jetzt in einer VMWare laufen.

Also wenn eine gegenseitige Einbindung von Verzeichnissen erfolgen soll, dann würde ich Samba wählen, weil das kann man mounten und ganz normal drauf zugreifen, während FTP eben immer nur über eine Software geht.
Allerdings sollte man dann eben eine gesicherte Verbindung einsetzen. Bei FTP gibt es zwar die Variante SFTP und generell muss man sich bei beiden (FTP und Samba) Anmelden, aber ohne VPN ist das schon sehr mutig. Mit VPN lauscht der Samba oder FTP Server dann nur auf Adressen aus dem VPN Kanal und braucht so nicht nach außen ins Internet zu horchen.
 
Wenn ich mo richtig verstanden habe, will er ein Linux haben, bei dem sich alteingesessene Windows-User (Büroangestellte) zuhause fühlen können, sich also nicht großartig umgewöhnen müssen. Ihm geht's in diesem Punkt nicht um die Dinge, die nen Admin interessieren würden.
 
doch, schon @anna55..
einrichten muss ich das ja und bei debian kenn ich mich einigermassen aus, insofern hat albu schon recht.
was ist denn eigentlich mit dem lindows-projekt? gibts das noch?
 
habs mir schon angeschaut gestern, die kostenlose vriante heisst freespire.
ubuntu macht nen besseren eindruck. basiert ubuntu auf debian?
 
Ich persönlich bevorzuge da die Debian-Schiene, weil ich damit die meiste Erfahrung habe, es bislang keine Probleme gab und alles reibungslos funktioniert. Und da (K)Ubuntu auf Debian aufsetzt, habe ich seit 'nem halben Jahr einen reinen Kubuntu Desktop. Das ursprüngliche Windows muss jetzt in einer VMWare laufen.
Und bei Ubuntu braucht man sich nur mit Terminal-Aktionen beschäftigen, wenn man das will.
Ansonsten hat man sich als Windoofs-User ziemlich schnell darauf umgestellt.
 
Zurück
Oben