AW: Thema Bildung
1. Wir haben unsere östlichen Bundesländer zurückerhalten, diese dann mit Hilfe der westdeutschen Industrie und der Treuhand richtig kaputt gemacht und dann mit dem "Aufbau Ost begonnen". Dieses Projekt hätte sich keines unserer Nachbarländer leisten können und auch wir werden noch lange daran knabbern. Aber es war richtig und wichtig, auch wenn man besser einige Firmen erhalten und subventioniert hätte, anstatt die Menschen in die Arbeitslosigkeit zu schicken.
Full ACK, dem sei noch hinzuzufügen, das die neuen Bundesländer nicht ganz unschuldig sind an der Misere. Nicht die Bürger, sondern die Kommunen und Gemeinden, die das Geld verpulvern für Schwachsinn und für irgendwas einsetzen und nicht so wie gedacht.
2. In unserer Anmassung, die stabilste Währung zu haben, wurde der Euro 1:2 getauscht. Zu dieser Zeit war unsere Währung aber nicht mehr stabil, die oft belächelte italienische Lire war 2000 wesentlich stabiler als die DM. Hätten wir 1:1,2 getauscht, hätten wir unsere "Watschn" gleich bezogen, uns aber in den Folgejahren viel Frust erspart.
Ich wollte den Euro eigentlich nie, bin aber doch recht zufrieden damit. Weil ich in jedem Land bezahlen kann. Aber, was nach der Euroeinführung für eine Preistreiberei betrieben wurde und immernoch betrieben wird, ist eine Schweinerei. Ich gebe dir in sofern recht, als das der Umrechnungskurs niemals 1:2 hätte sein dürfen.
3. Etwa Mitte der 90er hat ein Herr Schneider die Banken um etliche Millionen DM beschissen. In der Folge wurden die Kreditrichtlinien verschärft. Hatte vorher Jemand eine gute Idee, so konnte er sich ein Startkapital leihen und mit der Produktion beginnen. Das hat uns stark gemacht. Heute kriegst Du von einer Bank nur noch was, wenn entsprechende Sicherheiten vorhanden sind, die Idee als Sicherheit reicht nicht mehr. Vielen klugen, jungen Köpfen ist damit aber der Weg in die Selbständigkeit verbaut. Wer einen langen Atem hat, der zeigt seine Idee einigen finanzstarken Bürgen und wenn er Glück hat und seine Idee nicht gestohlen wird, dann findet er auf diesem Weg einen Bürgen.
Full ACK. Problematik hierbei ist aber auch die Lage am Markt. Immer mehr Arbeitslosigkeit, Firmen die in den Konkurs gehen (Mittelständische) und das Zusammenbrechen der IT Branche Anfang 2001 waren auch ein grosser Faktor bei diesem Spielchen. Es war in der Hochzeit des neuen Marktes noch sehr einfach sich selbstständig zu machen auf dem Sektor IT. Nach dem Abstrz ging garnichtsmehr, bis heute und es wird noch weitergehen. Ein kleines Beispiel von mir: Als mittlerweile Langzeit Arbeitsloser Fachinformatiker wollte ich mich selbstständig machen über die Ich AG. Ende vom Lied: Nicht gehemigt, bzw keine Zuschüsse vom Staat und somit auch keine Rückendeckung bei der Bank, da es ein zu schwacher Markt ist und die Chance das es scheitert bei über 90% liegt. Und das trotz eines ausgeklügelten Buisnessplans, der durch eine Unternehmensberatung geprüft wurde, die mein Dad sehr gut kennt, bzw deren Chef. Diese Unternehmensberatung hat den Buisnessplan abgesegnet und als sehr gut eingestuft und ihm eine Chance von 98% gegeben.
4. In den 90ern hat der PC seinen Siegeszug in jedes Büro und in die privaten Haushalte begonnen. Während in vielen anderen Ländern schnell erkannt wurde, dass die Ausbildung von Kindern am PC bereits im Grundschulalter wichtig ist, wurde und wird das bis heute von unserem Bildungssystem total verschlafen. In vielen Facetten der weiteren Ausbildung gibt es bis heute weder passende Berufsbezeichnungen noch Ausbildungsstätten oder Ausbildungsprofile. Unsere Kinder müssen aber mit dieser Art von Technik später leben und deshalb früh lernen damit sicher umzugehen.
Auch mal wieder Full ACK. Ich habs an meiner Ausbildung in der Berufsschule gesehen: Elektrotechnik war das Hauptfach. Entschuldigung, aber als Fachinformatiker, der Systeme betreut und Webadministartion macht E-Technik? *kopfschüttel* Mein Vorteil ist irgendwie immer gewesen, das ich schon mit 10 einen PC von meinen Grosseltern geschenkt bekommen habe. Das war 1990 und seither bin ich eigentlich in dem Bereich auch tätig. Was die Deutschen nie sehen wollen ist, das unser Schulsystem absolut veraltet und halsstarrig ist. Ein sehr schönes Beispiel für ein funktionierendes Schulsystem mit Erfolg ist die Deutsche Schule in Finnland. Auch ein Problem in deutschen Schulen ist das Alter der Lehrer. Unsere Lehrer sind einfach zu alt.
5. Das Fernsehen ist wohl zum Massenmedium Nummer 1 avanciert. Doch was gibt es für Kinder? Das Programm besteht zu 90% aus recht dummen Trickfilmen, die dann von ihrem Anspruch her den späteren Einstieg in das niveaulose Abendprogramm erleichtern.Das Niveau der Allgemeinbildung sinkt. Dazwischen die Nachrichten, wo nur noch das Blut aus der Glotze spritzt und sensationsgeil über Alles berichtet wird, was negativ ist. Mit einer positiven oder netten News holt man heute leider niemanden mehr vor den Fernseher. Wie soll da irgendwo eine positive Stimmung aufkommen????
Ich schaue viel TV, muss ich zugeben, aber ich verdumme nicht wirklich dabei, weil ich das ganze nicht auf mich einwirken lasse. Ich versuche Informationen aufzunehmen. Zeichentrick schau ich kaum, bzw wenn dann eh nur Animes und mein Abendprogramm besteht aus Dokus und Montags und Mittwochs aus dem Sender Vox ab 20:15 ^^ Ansonsten muss ich wieder recht geben. Formate wie BB, Talkshows, Richterin Salesch, Die Burg etc lassen das Volk richtig verdummen. Die Nachrichten bringen eine Hiobsbotschaft nach der anderen, aber mal ehrlich, hast du in letzter Zeit etwas positives über Deutschland in den Zeitungen, Webmagazinen etc lesen können? Ich nicht.
6. Ich stelle vermehrt fest, dass der Jugend, aber auch vielen Erwachsenen unsere Sprache egal wird. Heißt, immer weniger Leute sind in der Lage, etwas grammatikalisch richtig, ohne zig Rechtschreibfehler zu Papier zu bringen. Ist ja auch wurscht, Erkan & Stefan haben es mit ihrem Slang weit gebracht!
Full ACK. Aber man muss auch sehen, wie sich die Schulen mittlerweile zusammensetzen, bzw. die Schülerschaft. Es sind vermehrt ausländische Mitbürger auf unseren Schulen, die von klein auf in ihrer Muttersprache grossgezogen wurden. Es ist einfach so, weil die Deutschen immer weniger Kinder bekommen. Und warum das? Zukunftsangst. Es ist alles ein Wechselspiel. Viele Faktoren, die irgendwie miteinander verknüpft sind. Die Deutschen sind am aussterben, das ist ein Fakt. Die Verdummung der Bevölkerung spielt da mit rein, und diese Verdummung haben wir dem TV zu verdanken, den Medien und auch dem maroden Schulsystem. Wie soll eine selbstständig denkende Gesellschaft entsstehen, die kritisieren und nachdenken kann, wenn das TV sie dumm hält und die Schulen ihnen nichts geben kann, ausser halsstarriges altes Lehrfutter aufbereitet von älteren Semestern, die auch eigentlich keinen Bock mehr haben zu Unterrichten?
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