Wahlen

womstar schrieb:
freiheit? (mythos) , demokratie? (heuchlerrei)

Hey, wom. Mag ja sein, dass Du in Deinem Paralleluniversum etwas anderes erlebt hast, aber mir haben die letzten 44 Jahre in dieser Gesellschaft schon den Eindruck von real existierender Freiheit und demokratischen Grundrechten vermittelt.

Was stellst Du Dir denn als Alternative vor?
 
yes Calvin ;) Hierarchie und Rückenstärke muß sein.
Wie gesagt, ich bin für ne Mischung und ich vergebe meine Stimme immer, damit die Mischung ne Gesunde gegen extrem bleibt.

Davon mal ganz abgesehen ist die Demokratie wenn man mal genau hinschaut selbstverständlich ein Trugschluss. Es herrscht sehr wohl Kapitalismus und Korruption. Aber es funktioniert doch relativ demokratisch dabei, weil Viele dran glauben und durch Veröffentlichung und durch Opposition so manches gar nicht erst durchsetzen kann. Und außerdem gehört der demokratisch liberale Gedanke unterstützt.
 
Volksbegehren und Volksentscheide sind möglich, bei Veränderungen der gesetzlich verankerten Grundrechte werden Volksentscheide durchgeführt.
Meiner Meinung nach ein Fehler. Das Volk ist "dumm"! Wenn man das Volk heute fragen würde, ob man die Steuern mit sofortiger Wirkung abschaffen sollte, würde der Großteil mit "Ja" antworten. Am nächsten Tag wundern sie sich, dass sie ihren Job verlieren und Deutschland zu Grunde geht.

liegt das nicht an mangelndem politische Interesse und Bildung, die gerade daraus resultiert?? was machen wir denn politisch außer wählen zu gehen?? das beschränkt sich doch recht fix auf die eine oder andere demonstration, zumindest bei dem großteil. Wir geben doch unser politisches mitbestimmungsrecht total ab, nach dem wir unser kreuzchen gemacht haben.
Und Politiker die entschreidungen alleine treffen zulassen ist auch nicht so das ware. wenn man sich mal anguckt auf wessen gehaltslisten die stehen, da kommt einem doch ab und zu die frage für wenn die die politik machen, für den der sie gewählt hat schon lange nicht mehr.

betreffend der schulbildung:
waldorfschule mag nicht das gelbe vom ei sein, aber im vergleich zu dem jetzigen system ist das auch nicht schlechter. hab neulich einen recht interessanten artikel über verschiedenste schulbildungen gelesen. will die hier jetzt nicht alle aufführen aber ein wesentlicher punkt war wohl das die leherer in deutschland "generell" immer die arschlöcher sind. und da muss ich den recht geben, wenn ich über lehrer geredet habe dann meist wie kacke der und der war, klar hatte man auch gute lehrer, aber sie waren generell erst mal der buhmann. und das läuft wohl in anderen ländern anders ab. ich denke das ist nen wesentlicher punkt, wenn von vornherein antisymphatien zwischen lehrer und klasse bestehen kann das auf dauer niocht gut gehen.

Sicher, und im V-Fall werfen unsere Soldaten dann Sonnenblumen aus solargetriebenen Flugzeugen über den feindlichen Truppen ab
jein, das verhältniss stimmt in dem fall nicht. wir kaufen uns nen paar arschgeiler tornados für über ne milliarden euros das stück und zeitgleich schliessen wir soziale einrichtungen wie kindertagesstätten, jugendzentren, kürzen vereinen ihr etat, lassen unsere kinder in schulen sitzten die undichte dächer haben, veraltetes schulmaterial, risse in den wänden, putz der runter kommt usw..., mal ehrlich das ist die zukunft von unserem land und wenn wir weiter mit der so umgehen dann brauchen wir auch kein militär mehr weil's sich nicht mehr lohnt diese zu schützen.
und v-fall, ich sehe nicht wo der einträten könnte. abgesehn von der usa ist der imperialismus tot, das einzige was für uns noch eine bedrohung darstellt ist die ungerechte verteilung von arm und reich. wenns im mittelalter so war das 90% der bevölkerung eines staates die restlichen 10% getragen hat, ist das heute so das wir die 10% der weltbevölkerung sind die es sich auf kosten der restlichen 90% gut gehen lassen. tatsache ist das wir mit dem geld was die usa für ihr militär ausgeben auf der gesamten welt kindergärten und schulen bauen könnten und zusätzlich die versorgung sicher stellen könnten. und sowas kann doch eigentlich nicht angehen.

Die Wehrpflicht wird abgeschafft.
hat ja schon angefangen, mit t3 bist du mittlerweile raus (mist schon wieder nen jahr zu früh GRR). wer trägt unser marodes gesundheitssystem wenn nicht mehr die zivis?? wenn anders bekommt man doch nicht mehr der für 3 vier euros die stunde malocht.....

und nichtwählen ist so ne sache, einfach nicht zur wahl gehen löst das problem nämlich auch nicht, nen leerer stimmzettel muss es schon sein, sonst ist wieder die politikverdrossenheit schuld. und das triffts ja auch nicht
 
Zuletzt bearbeitet:
@ZeitGeist In einigen Punkten bin ich ja auch deiner Meinung, aber mir ging es ja in meinem Post nicht um die aktuelle politische Lage, sondern erstmal nur um das Parteiprogramm der "Violetten"!

Ich denke auch, das neben dem Verhalten der Politiker, ein Mangel an politischer Bildung und Wissen Gründe für unsere Situation sind. Aber da stellt sich doch die Frage, wer ist schuld daran. Ich denke, in diesem Fall sind es die Menschen selbst, denn wer will, kann auch politisch durchaus informiert sein. Ich für meinen Teil habe einerseits einen ziemlich guten Sozialwissenschafts- & Politikunterricht genossen und interessiere mich andererseits selbst dafür und ich muss sagen, dass auch viele meiner Freunde sich mit Politik beschäftigen. Auch ich (und auch meine Freunde) gehen wählen, aber was bringt das. Steht man nicht jederzeit vor dem Problem, entscheiden zu müssen, von welcher Partei man seine politischen Interessen am besten umgesetzt zu werden vermutet?! Doch welcher Partei kann man heutzutage noch vertrauen? Ich halte es teilweise für falsch, z.Zt. allein die SPD für die Lage Deutschlands verantwortlich zu machen, auch wenn ich mit dem Parteiprogramm der SPD nicht besonders viel gemein habe. Was ich damit sagen will ist, dass auch politische Bildung nicht davor schützen kann, die "falsche" Partei zu wählen und uns zu einem "besseren" Deutschland zu verhelfen.

Die einzige Möglichkeit ist wahrscheinlich die Gründung einer eigenen Partei. Auch wenn ich persönlich politisch interessiert bin, muss ich zugeben, dass ich nicht in eine Partei eintreten würde (zumindest in keine z.Zt. vorhandene).

Gruß,
Colja
 
@alberter

DU glaubst also du bist frei?
das wort freiheit kommt aus der zeit der sklaverei.

und ob nun früher die indios oder heute die schaffenden menschen, es nimmt sich nicht viel.

wenn du meinst das du frei bist,
geb dein geld ab,
geb deine zwänge auf,
hör auf zu leben.

ein glück das es heutzutage bunte zeitschriften, playstation, computer und pornofilme gibt, um uns so richtig frei zu fühlen.

tja und demokratie....
ich glaub, würde man uns nicht ständig sagen das es so ist, würden wir am ende doch glatt, eine eigene meinung entwicklen.
 
@wom:

JA, ich GLAUBE, dass ich frei bin - aber wahrscheinlich steht MEINE Definition von Freiheit in einem anderen Namespace wie in Deinem. Allein die Tatsache, dass ich hier - in einem weltweit öffentlichen Forum - politsche und metapolitische Diskussionen führen oder dazu beitragen kann, ist für mich Beleg genug, dass ich frei bin (wohlgemerkt, nach MEINER Definition). Ich nehme mir nun auch die Freiheit hier nicht weiter darüber diskutieren zu wollen.

Servus*,
Ludwig


(* lat. Sklave)
 
klar kann man der spd nicht die allein schuld dafür geben, was gerade alles schief läuft, aber es ist doch auch nicht wichtig wer daran schuldig ist, sondern darum das das problem behoben wird. das es dafür nicht den einen richtigen weg gibt ist auch klar, was mich nur annervt ist das man zum teil das gefühl hat das die eine party sich gegen den weg der anderen party stellt nur um dagegen zu sein. und das führt dann auch zu nichts

@womstar, wenn du soweit mit dem begriff freiheit gehst, musst du auch noch nen schritt weiter gehen und einsehen das du selbst auch deine freiheit einschränkst, sei es durch instinkte oder unterbewußte wünsche etc..., und dann werd erstmal frei ;)
versteh mich nicht falsch ich kann dir da weitesgehend zustimmen, aber ich sehe mich dennoch als weitesgehend freier mensch. die komplette spanweite von freiheit hier einzubringen würde, denk ich, den rahmen sprengen. außerdem ging es ja eher um politik....
 
@alberter
okay.

@ZeitGeist
eben, sag ich das ich ein freier mensch bin?
die sache ist doch die, das man sich selbst immer eine abstufungen schaft, um mit dem unstand fertig zu werden.
das kann man als positive oder als negative eigenschaft sehen.
doch wenn man sich als frei bezeichnet ist man an anderer stelle auch eingeengt.
ob man das für sich sieht oder verdrängt hängt sicher von jedem selbst ab.
versteht mich nicht flasch, auch wenn sich das was ich sage negativ an hört, bin ich es nicht.
ich mache nur nicht aus einem "ja" und einem "nein" ein "jein".
 
Das schweift jetzt ein bißchen vom Parteiprogramm ab aber:

ich mache nur nicht aus einem "ja" und einem "nein" ein "jein"
doch, das machst du meiner Meinung nach auch. Es hat nur Jeder seine Eigene intensität.

die sache ist doch die, das man sich selbst immer eigene abstufungen schaft, um mit dem unstand fertig zu werden.
Hier ist das Jein drin enthalten. Und das hilft beim Überleben.

Ich persönlich finde es schon gut, das du den Trugschluss der Freiheit, der hier im politischen Sinne als Demokratie diskutiert wird, überhaupt siehst und dich damit auseinandersetzt.
Gibt genug Leute, die entwickeln in ihrem Leben so gar keine kritische Sichtweise und nehmen Vieles als gegeben hin. So werden sie immer unfreie aber wahrscheinlich glücklichere Schäfchen sein.

Also, wenn man die Gelegenheit hätte, nur mal angenommen absolut ja oder nein zu leben sprich absolute Freiheit zu haben,
dann dürfte man sich in keiner Gesellschaft befinden und selbst dann gelten noch grundsätzliche Lebenszwänge.

Und solange ich mich in meinem Leben und in dieser Gesellschaft befinde, habe ich auch mein Jein, einfach um nicht unterzugehen, bzw. bis ich eine praktizierbare alternative Lösung sehe.
 
frei nach dem motto "Wissen ist Macht, Unwissenheit ein Segen"

(frei vollkommen frei von dem bezug zur freiheit ;) )
 
ja, eben das meinte ich damit.
Ich behaupte: Alle Menschen sind frei vom Bezug zur Freiheit in ihrem fundamentalen Sinne, so wie wir ihn gelernt haben.
Überhaupt, definiere Freiheit! Freiheit gibt es nicht!

Ja, und:
Worte sind begrenzende Begriffe, gefertigt aus Buchstaben, bestandteil der unterentwickelten Kommunikationsmöglichkeit des Menschen, welche ein großes Mißverständlichkeitspotentzial in sich birgt.
Aber wir haben es eben so gelernt, bzw. einiges vergessen. Wir haben die Definiton von Freiheit gelernt. Können wir immer alles glauben? Wem? Warum?

An dieser Stelle mal :) Grüße an Alberter meine Füße sind noch am Boden. Bin erst kurz vorm 7. Planeten :D
 
wahlsystem

von bine
Ich wähle nur, um meine Stimme dafür einzusetzen, das keine Partei hochkommt, die ich extrem ablehne. Wär doch schade, wenn meine Stimme da fehlen würde.

dumdidumdidum... ich sag da nur "negatives Stimmgewicht"
http://www.wahlrecht.de/systemfehler/
Eine Wählerstimme darf der gewählten Partei nicht schaden. D.h., eine Partei darf nicht für mehr Stimmen weniger Sitze erhalten und auch nicht für weniger Stimmen mehr Sitze.

Diese Bedingung ist so selbstverständlich, daß sie eigentlich nie ausdrücklich genannt wird. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, daß etliche der in Bund und Ländern angewendeten Wahlsysteme - insbesondere das Bundestagswahlrecht - diese Minimalbedingung nicht einhalten!.......


Desweiteren hab ich beim Überfliegen, die Frage nach den Alternativen gesehn: Ich hab mich mal ein ganzes Weilchen mit dem Thema PANOKRATIE auseinandergesetzt. Ein System zwischen Kommunismus und Anarchie - auch wenns Ecken und Kanten hat, ist die Idee, die dahintersteckt genial! - Nachdem ich das Buch online durchgelesen hatte musst ichs mir auch gleich in Papierform bestellen! - wirklich empfehlenswerte Lektüre...

Jedenfalls können wir noch froh sein, manch andere Länder wie USA oder Berlusconi'en sind noch deutlich schlimmer dran als wir.
Mir läufts kalt den Rücken runter wenn ich dran denk, dass selbst in den Niederlanden - einem der liberalsten Staaten Westeuropas - Politiker erschossen werden...

edit:
und wo wir gerad bei sprüchen zum thema freiheit sind: "paradoxerweise erfordert die Grenzenlosigkeit die Ausgrenzung jeglicher Eingrenzung":D gud n8
 
Zuletzt bearbeitet:
Original geschrieben von Böhser Onkel
Hey mich würde mal interresieren (auch die die nochnicht wählen dürfen) wen ihr wählen würdet wenn nächsten Sonstag wahl ist??
Würde mich wirklich interressieren !!! ps nur Patei bitte:

für dich gibts diesen Link :D
http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Ach und, wat man sich bis hier her vielleicht denken konnte, aber ich die ganze Zerit vergessen hab zu sagen: Bin am ehesten noch für die PDS
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit den Überhangsmandaten ist ja echt ne Nummer für sich. Man kann Stimmen so oder so zählen. Und nimmt man alles Pi mal Daumen hoch 3 dann kriegt man wieder ein anderes Ergebnis. Deshalb wähle ich aber trotzdem.

PDS aber nich. Dann schon lieber Westerwella oder grün, nehm ich auch immer mal wieder.

Na ja, meine polititschen Aktivitäten beschränken sich aus zeitlichen Gründen weniger auf globales eher auf Naheligendes. Da geht es dann nicht um Parteien sondern um die Nutzung derzeitiger Machthaber (sprich direkt dem Bürgermeister Vorschläge zu unterbreiten) zum Zwecke der Erreichung von Zielen im sozialen Bereich.
Also ehrlich mal, ich hab vor meiner eigenen Haustüre jede Menge praktisches zu fegen. Bin engagiert im Elternrat des Kindergartens und der Schule außerdem im Verein für Pflege- und Adoptivfamilien. Da fehlen die Kapazitäten für weiteres politisches Engagement einfach.

Ja, so ist das und über Panokratie hab ich auch noch nicht viel mehr gelesen, als einmal quer. Bei kollektiver Bestrafung hab ich erstmal aufgehört.
 
bine schrieb:
An dieser Stelle mal :) Grüße an Alberter meine Füße sind noch am Boden. Bin erst kurz vorm 7. Planeten :D
Wie? Ach so, ja, das Space-Hopping! Beim letzten Versuch blieb ich noch am Asteroidengürtel hängen, aber Du weißt ja: Die Letzten werden die Ersten sein! :) :) :)
 
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