Verändert die NRW-Wahl das künftige Deutschland?

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Wie sicherlich den meisten hier bekannt ist:
Heute ist NRW- Wahl! 39 Jahre regiert in NRW nun die SPD. Sollte sich dies heute ändern, könnte das auch Einfluss auf die Wahlen 2006 haben. Warum? NRW ist das Bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands. Und mit 13,3 Millionen Wahlberechtigten ist ein Einfluss auf die Wahlen 2006 vorprogrammiert.
Und das Duell "Steinbrück gegen Rüttgers" scheint ein spannendes zu sein. Spannend auch deshalb, weil es um die letzte amtierende Rot-Grüne Regierung geht.
Es stehen 24 Parteien zur Wahl, davon können 1.343 Kandidaten gewählt werden. Wobei gesagt sein will, das die Wähler nicht ausschließlich den neuen Ministerpräsidenten wählen, sonder schlicht die Zusammensetzung des Landtages in Düsseldorf, welchem in Zukunft mind. 181 Abgeordnete angehören.
Zwar bin ich kein Freund von voreiligen Schlüssen, aber momentan liegt Jürgen Rüttgers mit der CDU um einige Prozentpunkte vor der SPD.
Im bisherigen Wahlkampf ging es vor allem um eines: Arbeitslosigkeit (Natürlich auch um die Bildungs- und Haushaltspolitik)
Die CDU wirft der aktuellen Regierung vor, für über eine Million Arbeitslose verantwortlich zu sein, 5 Millionen Stunden Unterrichtsausfall, und einem Haushaltsloch von 100 Milliarden Euro.
 
Zuletzt bearbeitet:
k.A. ob sich da so einschneidend etwas rührt. Ich wohne in NRW, wähle schon seit Jahren nicht mehr rot eher schwarz, oder alternativ. Bisher hats noch nix genützt. Ich wage zu bezweifeln, das sich so direkt mit einer Wahl eine grosse Veränderung ergibt.

Alles was eine Regierung anfängt, gerade wenn es einschneidende Reformen gibt, muß erstmal eine längere Zeit haben um zu greifen. Wird aber eine Reform gestartet, erwarten alle von jetzt auf gleich die Veränderung zu ihrem Vorteil. Tritt diese nicht ein, wird rumgemeckert über die Arbeit der Partei.

Aber ich bin trotzdem keineswegs zufrieden mit Vielem was unsere Regierung macht und ausmacht. Egal welche Farbe sie gerade hat.

Ich finde Schröder hat sich zu einem recht stabilen Kanzler entwickelt. Klar das Wahlergebnis wird bestimmt eher schwarz als rot ausfallen. Man kann aber dann auch sagen, schwarz erntet die Loorbeeren die rot gesät hat.

Wie man es auch dreht, man kann es immer auch andersherum drehen. Politik ist ein blödes Spiel und ich finde von vornherein ziemlich Chancenlos. Wir können eigentlich froh sein, das wir noch so eine ruhige demokratische Gesellschaft haben und denke - die Zukunfts-Entwicklung dabei im Sinn habend - das ein anarchistischer Aufstand nicht allzuweit entfernt ist.

Aber wenn wir noch ein bisschen abwarten, dann wird auch das nicht geschehen, weil unsere Gesellschaft zumindest die Deutsche dann hoffnungslos überaltert ist und im Alter schreit man nicht mehr so nach Anarchie sondern will seine Ruhe haben. Kinder werden dann weil es Kinder geben muß im Glas nach Maß gezeugt, in Einrichtungen großgezogen und so weiter. SF hat eh lange begonnen.

Und hierfür ist es ziemlich wurscht ob rot oder schwarz regiert.

Na ja, ich geh trotzdem immer wählen. Diesmal schwarz, weil es besser ist, wenn sich die Führung regelmäßig ändert, das macht das Volk zufrieden und gibt Hoffnung, das sich doch in ihrem Sinne etwas ins Positive verändert.
 
Bin selbst weder rot noch schwarz (wenn letzteres, dann im anarchistischen Sinn), habe aber als NRW'ler (Aachen) per Briefwahl gewählt. Der aktuellen Bundesregierung kann es m. E. nicht schaden, wenn in NRW die CDU gewinnt; dann wird das blöde Wählervieh (bitte nicht persönlich nehmen) endlich noch einmal mitbekommen, daß jeder Regierungswechsel auch eine Übernahme von Altlasten bedeutet.

Schwarz-Gelb hat es ausgezeichnet verstanden davon abzulenken, mit welcher Hypothek Rot-Grün vor einigen Jahren auf Bundesebene nach oben gekommen ist. Jetzt tun sie so, als hätte Rot-Grün die ganze Sch... allein zu verantworten, die unser lieber Kanzler Kohl und seine Leutchen über viele Jahre gebastelt haben. Zu erwarten, daß sich in NRW irgendetwas entscheidend ändern wird (egal, wer heute gewinnt), wäre echt blauäugig. Und wenn's die Schwarzen sein sollten, werden die Leute mitbekommen, daß auch die nicht zaubern können, so daß die Roten wiederum dies im nächsten Bundestagswahlkampf ausnutzen können und - natürlich - auch werden.

Irgendwie ist fast egal, wer heute das Rennen macht - die "großen" Parteien sind sich einfach extrem ähnlich in ihrer Politik.

Gespannt auf den Ausgang bin ich dennoch (wie'n Flitzebogen). :D

Pit
 
AW: Vorgezogene Bundestagswahl?

Bundestagswahlen im Herbst :) da wird auf mich ja was zukommen (bin ja politisch engagiert)..... aber ich finde es gut :)
 
habt ihr euch mal die frage gestellt warum es eigentlich nur zwei parteien/seiten in der regierung gibt?
habt ihr euch mal die frage gestellt warum kleinere parteien nie allein ihr ding machen sondern immer eine koalition bilden?
ist euch schonmal aufgefallen das die großen der parteien in irgeneiner abhängigkeit von konzernen stehen?
ist euch schonmal aufgefallen das in den medien keiner anderen partein vorgestellt werden außer die die an der macht sind?
ist euch schonmal aufgefallen das seit über 50 jahren immer die gleichen parteien in der regierung sitzen.
ist euch schonmal aufgefallen das bei trastischen änderungen alle parteien zustimmen.
nein, dann haltet weiter die augen und ohren zu.
das ganze theater ist ein schauspiel und ihr glaubt immernoch an demokratie.
konzerne sind immer die gewinner einer wahl nicht eine partei die wirtschaftet nur für ihre geldgeber, die im grunde immer die gleichen sind.
warum kommt geld zu geld? weil geld macht ist.
warum werden nie die reich die eigentlich arbeiten?
das volk ist die arbeiterklasee, arbeiten für die die schon geld haben. es ist so und jeder ignoriert es.
ist euch schonmal aufgefallen das man sich nie reich arbeiten kann? je mehr man verdient desto mehr gibst du ab.
stellt euch mal vor alle wahlen wären an einem tag, welche macht würde das volk wohl haben?


ich könnt jetzt weiter so schreiben aber es bringt ja eh nix.
 
Hi!

Kann alle Deine Frage ruhigen Gewissens mit "Ja" beantworten. Deswegen bin ich was anscheinend Widersprüchliches: anarchistischer Demokrat.

Meine Marionettenfäden habe ich bereits in den 19siebzigern abgeschnitten. - Pit

@.holger: haste gewonnen?
 
@pit ich bin nur stelv. in der Jung-Organisation (hatte ich vergessen zu erwähnen). Aber ich bin nicht in NRW und auch nicht bei der CDU - freue mich aber trotzdem...... :)
 
pit-r schrieb:
Kann alle Deine Frage ruhigen Gewissens mit "Ja" beantworten. Deswegen bin ich was anscheinend Widersprüchliches: anarchistischer Demokrat.

tja, das ist wohl die einzige möglichkeit *g* mitschwimmen um zu blockieren wenn man so will.
gut das ich noch jung bin, vielleicht wird sich ja alles im laufe meines lebens noch verändern, das wäre schön.
 
@holger, dann bist du in der fdp ?

[edit] ja du bist in der fdp, die partei die sich immer an die gewinner hängt [/edit]
 
Zuletzt bearbeitet:
Öhm - so alt wie mein Vater bin ich noch nicht (der ist 84) und in dessen Leben hat es größere Veränderungen gegeben als in meinem. Angesichts der Art der Veränderugen (von wo nach wo) bin ich froh, daß diesbezüglich in meinem Leben weniger passiert ist.

Ist dennoch reichlich was passiert, bin aber trotz allem Müll der läuft happy, daß meine Eltern mir zur Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft in die Wiege gelegt haben. Es ist auf jeden Fall ein Privileg - unabhängig von meinem eigenen sozialen/ wirtschaftlichen Status - in Deutschland leben zu dürfen.

.holger - biste JuLi-Vize-Häuptling??

Schubidu - Pit
 
Nundenn. Was die Spielchen mit den Neuwahlen jetzt bedeuten soll frage sich wer will. In meinen Augen sind die Wahlen in diesem Land sowieso ein Grauen. Das sollte mal alles zusammen passieren und nicht jedes Jahr ein anderes Bundesland wo sich die Bundespoitiker dann reinhängen. Die sollen gefälligst in Berlin arbeiten und nicht in Düsseldorf Wahlkampf machen.

Warum es in D nur zwei grosse Parteien gibt? Ich denke das hängt mit dem System der Finanzierung sowie mit historischen Gründen zusammen. Die linke Seite zerfällt ja auch gerade wieder so ein wenig und die rechte Seite sammelt die Splittergruppen ein. Unschönes Szenario und irgendwie bekannt, oder nicht?
 
style-guide! schrieb:
Das sollte mal alles zusammen passieren und nicht jedes Jahr ein anderes Bundesland wo sich die Bundespoitiker dann reinhängen.
Wir sind aber ein Förderalismus Staat, und kein zentralistisches Frankreich. Da ist das Gang und Gebe.
 
Das macht für mich keinen Unterschied ob ich an einem Tag einmal mein Kreuz mache oder mehrfach auf verschiedenen Bögen. Lasst uns doch eine Wahlwoche einführen wo die entsprechende Parlamente gewählt werden für die nächsten 5 Jahre und fertig.

Und das mit den Neuwahlen ist in meinen Augen nur Kalkül um den eigenen Arsch zu retten von Schrödi und Co. Man stelle sich vor in den nächsten Monaten bildet sich ein echter Gegner heraus in der Union, das wäre 2006 das Ende. Im Herbst 2005 sieht das ggf. noch anders aus und man hofft das diesen Sommer ein wenig mehr Schwung kommt. Oder aber Ende des Jahres stehen weitere unpopuläre Maßnahmen an wie z.B. eine derbe Erhöhung der Mehrwertsteuer, Ökozuschlag, Mineralölsteuer etc... Was natürlich Gift ist für eine Bundestagswahl im Jahr 2006.
 
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