Spendenaktion

dkdenz

New member
Hallo.
Hat hier jemand Ahnung davon, was man rechtlich beachten muss, wenn man eine Spendenaktion (Website) in's Leben rufen will?
 
eigentlich nur eins: dass du meine kontonummer angibst :)

abgesehen davon: ich finde das immer schwierig im hinblick auf die seriösität und wo die spenden dann wirklich hinkommen.
 
das ist nicht ganz ohne, auf jeden fall solltest du dabei das finanzamt fragen und dort melden, damit die absetzbarkeit etc. geprüft und bestätigt werden kann. dann denk dran, dass du mit fremdgeldern agierst, also mit fremden geld, kommt was weg, biste dran:D dazu auch ne liste führen über die spenden, namen etc. für etwaige bescheinigungen.
und last but not least, erkundige dich auch wegen der steuerlichen behandlung etwaiger unkosten bei deinem steuerberater.
grüsse Lance
 
Danke @ Lancelot, ich hatte gehofft, dass Du auf diesen Thread etwas zu 'sagen' hast.
Was ich inzwischen herausbekommen habe ist dies:
Finanzamt ist sehr wichtig.
Nur werden eventuelle Spenden nicht an mich überwiesen, sondern an die Mutter des Kindes, weswegen ich diese Aktion starten möchte.
Auch habe ich herausgefunden, das es optimal ist, wenn man so eine Art 'Paten' hat, also etwa ein e.V. oder eine regionale Zeitung oder ein regionaler TV-Sender.
Das gibt dann dem Ganzen eine gewisse Seriösität.
Ich will eigentlich nur unentgeldlich die Website machen und komme mit etwaigen Geldern gar nicht in Berührung.
Aber ich habe herausgefunden, das sowas nicht so einfach ist, wie man es sich im ersten Moment vorstellt.
Aber ich bleibe dran, denn ich will der Kleinen mit meinen bescheidenen Mitteln helfen!
 
Hallo dkdenz,

die Sache klingt so, als wolltest Du für die Mutter eines kranken/behinderten Kindes über die Erstellung einer Website eine Hilfsaktion starten.
Vermutlich hat die Mutter den Kopf nicht frei für Aktionen und daher wäre die Ansprache örtlicher Medien oder aber einer kirchlichen/karitativen Organisation wesentlich. Damit wäre auch der Punkt Spendenbescheinigung geklärt, da diese Organisationen Bescheinigungen ausstellen dürfen. Es scheint so, als müsse im kleinsten Fall bei der örtlichen Gemeinde oder dem Landratsamt eine Sammlungserlaubnis beantragt werden. Für Schleswig-Holstein festgelegt im Schleswig-Holsteinischen Sammlungsgesetz. Ich vermute mal, dass Websites - weil öffentlich zugänglich - auch darunter fallen. Das wurde auch im Juraforum gepostet. Schließlich müssen die Einnahmen und Ausgaben dokuimentiert werden. Je transparenter die Sache ist, desto eher ist jemand bereit zu spenden.

Wichtig erscheint mir auch, den behandelnden Arzt mit einzubeziehen. Du musst auf der Website ja aktuellen Stand, Fortschritte, Therapien, Danksagungen, vielleicht im Stil eines Blogs, berichten.

Gruß Anna
 
wenn es was nützt, könntest du die jswelt als "paten" verwenden. voraussetzung ist natürlich, dass das alles auch sauber abläuft, aber davon gehe ich bei dir aus.
 
Danke@anna55: Da waren einige wichtige Infos dabei!
Danke@mo: Das ergreift mich jetzt tatsächlich! Ohne Flachs!

Es geht um ein 8jähriges Mädchen, welches schwerbehindert ist.
Die Mutter selbst ist körperlich nicht in der Lage, das Mädchen zu versorgen, weswegen ihr von der KK rund um die Uhr Pflegerinnen zur Seite gestellt sind.
Der (bald)Ex-Ehemann ist ein Arsch und den kümmert das überhaupt nicht.
Im Gegenteil hat er noch die letzten Kröten vom Konto geholt und seiner Tochter noch den Fernseher weggenommen (Arg! Rege mich grade auf, weswegen ich auf den Typ nicht näher eingehe).
Jedenfalls haben die Zwei total wenig vom Leben.
Kino z.B., wie für 'normale' Menschen geht gar nicht, und nicht nur wegen des Geldes, sondern weil die Kinos nicht für Rollstühle gebaut worden sind. Usw, usw...
Ich will ihr halt einfach versuchen zu helfen, denn die Kleine ist echt süß und hat es einfach nicht verdient, ihr Dasein nur zu 'fristen'...
 
an mir solls nicht liegen. bau ne seite, richte nen paypal-account für die 2 ein und wir bewerben das.
 
Find' ich toll von Dir! Danke!
Ich komm' drauf zurück...
...ich will das nur Niet- und Nagelfest vorbereiten.
Das Ganze soll absolut seriös ablaufen, weswegen ich da noch einige Dinge hinterfragen muß.
 
Ja, so könnte es laufen. Trotzdem braucht die Sache eine ganz konkrete Unterfütterung über rechtliche Klärung bis hin zu Berichten über konkrete Projekte für Mutter und Kind und die Rechenschaft über die Verwendung der Spendengelder vielleicht über einen Treuhänder (besagte Organisationen oder - wenn möglich - beste Freundin). Wenn das nicht auf sicheren Füßen steht, sind vermutlich nicht viele Leute - vor allem nicht über einen längeren Zeitraum - bereit für eine Unterstützung.
Ich habe selbst vier Mädels, die Gott sei Dank gesund sind. Die beiden könnten sich wirklich getragen fühlen, wenn die JS-Community sich zu ihren Unterstützern - über Werbung und/oder finanzielle Hilfe - machen würde.
 
Noch eine Ergänzung: Menschen in Notlagen erhalten bisweilen auch finanzielle Unterstützung von behördlicher Seite, die aber einkommensabhängig ist. Wenn nun Deine Spendenidee zustande kommt, könnten laufende Zuwendungen gekürzt oder eingestellt werden. Dann ist es tatsächlich die Frage, ob so etwas Sinn macht, da man bei Spenden nicht von einer garantierten regelmäßigen Summe ausgehen kann.
 
Danke!
Die Nachforschungen laufen noch.
Unglaublich, was man von Behördenseite aus bei so einem an sich kleinen Ding alles beachten muss.
Da wird man echt von Pontius zu Pilatus geschickt.
 
das kann man durch eine konkrete spendenaktion, z.b. für eine bestimmte (ärztliche therapie o.ä) umgehen. zusammen mit einer unternehmensberatung haben wir das mal für einen behinderten jungen für eine dolphin aid therapie gemacht (letztlich wurden es zwei aber auch über einen zeitraum von vier jahren). also tip: für konkrete projekte arrangieren, z.b. urlaub, besser therapeutische massnahmen. das ist grds. nicht anrechenbar.
letztlich ist eine sammlung auf das konto der mutter eher problemtaisch dabei. denn es ist von dir und anderen nicht sicher zu stellen, dass das geld auch dem entsprechenden zweck zugeführt wird. ist keine böse absicht, aber vorsicht damit.
lieber auf ein extra konto eines treuhänders, z.b. kirchlicher oder sonst verpflichteter art, etwa steuerberater. es hilft auch, banken einzubeziehen, manche machen dafür sonderkonditionen, keine gebühren etc.
es gibt en detail ne menge sachen, auf die du achten solltest, wenn du fragen hast, ruf mich einfach an.
lg Lance
 
Danke!
Ich stelle mir jetzt erstmal eine Todo-Liste zusammen, damit ich nix vergesse.
Dann nehme ich das ernsthaft in Angriff. Ohne Telefonate, sondern physisch.
Wenn ich dann noch Fragen habe, komme ich sehr gern auf Dein Angebot zurück.
 
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