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SatelliFax schrieb:Magazin: RTL und ProSiebenSat.1 geben noch 2005 Verschlüsselung bekannt Die RTL Group und die ProSiebenSat.1 Media AG wollen angeblich noch in diesem Jahr die Verschlüsselung ihrer Digitalsignale über Astra, 19,2° Ost, bekannt geben. Nach Informationen des Magazins "Infosat" sollen die großen Privatsender den Zuschauern künftig zu einem monatlichen Preis von voraussichtlich drei Euro angeboten werden. Dieser Preis soll nach Informationen aus Branchenkreisen pro Set-Top-Box und nicht pro Haushalt gezahlt werden. Sprich: stehen etwa zwei Satelltiten-Receiver in einem Haushalt, sollen sechs Euro pro Monat anfallen.
Experten vermuten laut "Infosat", dass die „zweite Fernseh-Gebühr“ weiter ansteigen wird, einerseits durch die Ausweitung des Angebotes, andererseits im Zuge allgemeiner Preisentwicklungen. Neben dem zusätzlichen Entgelt für die bislang frei empfangbaren Programme wäre für viele Zuschauer eine weitere Investition von nöten: Nach Infosat-Informationen werden sich Ende 2005 rund 3,8 Millionen Set-Top-Boxen für den unverschlüsselten Satelliten-Empfang im Markt befinden. Diejenigen Zuschauer, die weiterhin auf den Empfang von RTL, ProSieben und Co. nicht verzichten wollen, sähen sich dann gezwungen, in ein neues Endgerät mit Common Interface zu investieren. Nur so ließen sich diese und andere verschlüsselten Programme tatsächlich empfangen. Ob dieser Umstieg subventioniert wird, sei bislang völlig offen.
Branchenvertreter sprechen laut Infosat von einem "neuen d-box-Desaster" und sehen wieder eine Einheitsbox auf den Markt zukommen. Das neue Pay-TV-Angebot könnte über die Astra-Tochter APS abgewickelt werden. Für die Ausstrahlung von verschlüsselten Programmen auf dieser Plattform soll ausschließlich das von Premiere verwandte Verschlüsselungssystem Nagravision eingesetzt werden. Branchen-Experten erwarten laut Infosat die Bekanntgabe der Verschlüsselungspläne von RTL, ProSieben und Co. kurz vor Jahreswechsel, falls zuvor die Kartellamt-Zustimmung über die angestrebte Fusion der Axel Springer AG mit der ProSiebenSat.1 Media AG erfolgt. Das Kartellamt hat allerdings Bedenken gegen den Zusammenschluss geäußert (SatelliFax berichtete).
Die Privatsender hatten vor kurzem die Verschlüsselungspläne nicht dementiert. Allerdings hatten sie auch bekräftigt, dass das Thema derzeit nicht aktuell sei. Experten rechnen mit dem 1. Januar 2007 als möglichen Termin einer Digitalverschlüsselung. Ein Jahr lang hätten Digitalzuschauer dann Zeit, sich neue Hardware anzuschaffen.
Einerseits finde ich es gut, da momentan die deutschen Fernsehsender Lizenzen für Filme bezahlen und Menschen aus anderen Ländern für lau mitschauen können. Andererseits ist es natürlich blöd, weil wieder Investitionen notwendig sind...