Freelancer
Lounge-Member
Zunächst eine kleine Anekdote aus dem aktuellen Focus:
Jeremy Gypton (Lehrer in einer US-Schule) malt einen großen Kreis an die Tafel mit zwei parallelen Säulen in der Mitte - einen Pausenknopf wie auf dem iPod. "Ihr habt jetzt Sendepause", verkündet der Sozialkundelehrer seinen Neunklässlern. Das Thema der heutigen Stunde ist Hurrikan "Katrina".
"Holt eure Laptops raus und lest `Die Geopolitik Katrinas´", sagt Gypton, der die Analyse zuvor aus dem Web geladen hat. 28 Schüler öffnen ihre iBooks und machen sich an die Arbeit. Im Klassenzimmer 308 der Empire High School in Tuscon, US-Bundesstaat Arizona, ist nur noch das rhytmische Klackern der Tastaturen zu hören.Diese Geschichte könnte die Einleitung unserer künfigen Bildungs-Epoche sein. Die Empire High School hat zu Schuljahresbeginn allen 333 Schülern je einen Laptop zur Verfügung gestellt - und gleichzeitig ausnahmslos alle Schulbücher abgeschafft.
Die meisten Schüler finden ihre virtuelle Paukanstalt toll.
Ich für meine Person halte es im allgemeinen für fortschrittlich, Laptops an Schulen einzuführen. Allerdings betrachte ich diese Idee aus zwei Sichten. Einige Schüler äußerten in der Schule genau das Problem, welches ich sehe: "Mir fällt es schwer, lange Passagen auf dem Bildschirm zu lesen.", Rachel Santiago, 17, und wünscht sich hinsichtlich dessen manchmal die alten Lehrbücher zurück.
Zudem sehe ich auch noch ein weiteres Problem. Die Kosten für einen Laptop betrugen für die Schule 850 Dollar. Auf lange Sicht veralten Laptops sehr schnell, was bedeutet, das schon in einigen Jahren neue Geräte angeschafft werden müssten. Ob aus finanzieller Sicht eine Runderneuerung durch Laptops also zweifellos richtig ist, darüber lässt sich streiten, denn ein Satz Bücher je Schüler schlägt ca. 600 Dollar zu Buche. Bei 333 Schüler ließe sich da schon etwas sparen. Bei größeren Schulen ganz zu schweigen.
Trotz alle dem gibt eine solche Entscheidung natürlich einiges her. Die Beispielschule z.B. hat ein eigenes Intranet aufgebaut (namens "StudyWhiz"), über das alle gängigen Fächer wie Biologie, Sozialkunde ect. unterrichtet werden. Dort kann sich jeder Schüler dann Notizen machen, über das Intranet werden Tests angekündigt, können allgemeine Infos wie das nächste Match in einer Sportart verbreitet werden, u.v.m.
Auch deutsche Schulen planen ähnliche Schritte - hinsichtlich solcher Entscheidungen würde mich interessieren, was Ihr davon haltet, deshalb habe ich eine Öffentliche Umfrage gestartet. (siehe auch auf CNN.com)
Gruß, Freelancer.
Jeremy Gypton (Lehrer in einer US-Schule) malt einen großen Kreis an die Tafel mit zwei parallelen Säulen in der Mitte - einen Pausenknopf wie auf dem iPod. "Ihr habt jetzt Sendepause", verkündet der Sozialkundelehrer seinen Neunklässlern. Das Thema der heutigen Stunde ist Hurrikan "Katrina".
"Holt eure Laptops raus und lest `Die Geopolitik Katrinas´", sagt Gypton, der die Analyse zuvor aus dem Web geladen hat. 28 Schüler öffnen ihre iBooks und machen sich an die Arbeit. Im Klassenzimmer 308 der Empire High School in Tuscon, US-Bundesstaat Arizona, ist nur noch das rhytmische Klackern der Tastaturen zu hören.
Die meisten Schüler finden ihre virtuelle Paukanstalt toll.
Ich für meine Person halte es im allgemeinen für fortschrittlich, Laptops an Schulen einzuführen. Allerdings betrachte ich diese Idee aus zwei Sichten. Einige Schüler äußerten in der Schule genau das Problem, welches ich sehe: "Mir fällt es schwer, lange Passagen auf dem Bildschirm zu lesen.", Rachel Santiago, 17, und wünscht sich hinsichtlich dessen manchmal die alten Lehrbücher zurück.
Zudem sehe ich auch noch ein weiteres Problem. Die Kosten für einen Laptop betrugen für die Schule 850 Dollar. Auf lange Sicht veralten Laptops sehr schnell, was bedeutet, das schon in einigen Jahren neue Geräte angeschafft werden müssten. Ob aus finanzieller Sicht eine Runderneuerung durch Laptops also zweifellos richtig ist, darüber lässt sich streiten, denn ein Satz Bücher je Schüler schlägt ca. 600 Dollar zu Buche. Bei 333 Schüler ließe sich da schon etwas sparen. Bei größeren Schulen ganz zu schweigen.
Trotz alle dem gibt eine solche Entscheidung natürlich einiges her. Die Beispielschule z.B. hat ein eigenes Intranet aufgebaut (namens "StudyWhiz"), über das alle gängigen Fächer wie Biologie, Sozialkunde ect. unterrichtet werden. Dort kann sich jeder Schüler dann Notizen machen, über das Intranet werden Tests angekündigt, können allgemeine Infos wie das nächste Match in einer Sportart verbreitet werden, u.v.m.
Auch deutsche Schulen planen ähnliche Schritte - hinsichtlich solcher Entscheidungen würde mich interessieren, was Ihr davon haltet, deshalb habe ich eine Öffentliche Umfrage gestartet. (siehe auch auf CNN.com)
Gruß, Freelancer.
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