heute geht es um Krieg oder Frieden

bine

Lounge-Member
na klasse, haben wir nix anderes zu tun???

Nachdem ich - Politikignorant - gestern Spiegel TV an der Raststätte Münster geschaut habe interessiert mich das Thema:
Heute geht es um Krieg oder Frieden - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

Kann mich mal bitte Jemand aufklären. Worin begründet sich eigentlich das grundsätzliche Problem zwischen Türken und Kurden? Kann man das nicht mal lösen? Was machen wir mit Terroristen?

Hier lese ich grad Refugees
 
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ja nun da hab ich natürlich mal reingelesen. Aber - hm ist doch alles Geschichte. Kalter Kaffe von Gestern hat mich irgendwie noch nie interessiert. Na ja, sollte vllt. aber haben wir nix Wichtigeres zu tun?

Warum müssen solche Problematiken immer erst an die Öffentlichkeit gezerrt und angegangen werden wenn schon wieder alle Waffen benutzt werden?

War Jemand von Euch in Köln oder Berlin zur Demo? Nun, ich werde mich mal mit den Freunden meines Sohnes unterhalten. Die Türken und Kurden und Pakistanis die ich persönlich kenne sind alle gar nicht so voller Hass und Rassismus sondern ganz normale moderne Leute.
 
Aber - hm ist doch alles Geschichte. Kalter Kaffe von Gestern...
Der Meinung sind bestimmt die Leute nicht, deren Freunde/ Verwandte z. B. von der türkischen Regierung abgemurkst/ eingebuchtet wurden, nur weil sie Kurden sind. Und das passiert bis heute. Ebenso wie auch heute noch kurdische "Rebellen" Unschuldige umbringen.
 
Da hast du sicher recht und ich bin naiv bis oberkante Unterlippe aber viele Dinge auf dieser Welt dürfen einfach so nicht gelebt werden.

Aktivismus um jeden Preis halte ich auch für falsch aber ich denke immer das es aktuell mehr Leute, gerade unter den jungen Menschen gibt, die sich durch ihre eigene Lebensweise für ihre Kultur und Herkunft, in einer Form stark machen können, welche die Würde des Einzelnen und auch der Anderen bewahrt. Wieso wird terroristischen Minderheiten überhaupt die Chance eingeräumt Macht zu haben?

Nen Plan hab ich natürlich auch nicht aber ich denke ein wesentliches Element ist hinsehen, zuhören und darüber zu reden und eben möglichst viele Leute zu aktivieren die durch Vorleben Beispiele setzen.

Ich weiss hört sich wie Phrasendrescherei an Wunschdenken, Idealismus gepaart mit Naivität aber ich wüsst sonst nicht wie...
 
Naja, ein bisschen Naivität ist da sicher dabei. Ich denke das es dabei oft nicht um Aktivismus geht, sondern um konkrete Dinge.

Regierungen haben schon immer die Macht gehabt und auch gerne genutzt, um ungeliebte Bevölkerungsgruppen mit Gewalt zu drangsalieren. Und je nach Härte dieser Maßnahmen kommt dann eben ein Punkt wo eine gewisse Anzahl von Menschen sich sagen, jetzt spielt es keine Rolle mehr ob ich mein Glück finde - vielleicht wurde die Familie ermordet, der Vater ins Gefängniss gesteckt weil er die kurdische Sprache gesprochen hat (was heute erlaubt ist, soweit ich weiß, aber ein zeitlang bestraft wurde), es gibt viele Möglichkeiten verzweifelt zu werden - und dann wird zu den Waffen gegriffen.

Und das die Türkische Regierung Probleme hat Konflikte zu lösen, zeigt deren Reaktion auf die Kritik an den Massenmord der Armenier, der 100 Jahre zurück liegt und heute noch bestritten wird.
 
Die emotionalen Beweggründe einzelner Schicksale sind schon nachvollziehbar für mich. Denke da auch grad an andere unaushaltbare Lebens-Situationen dieser Welt.

Aber wenn ich so lese,
Zusammenleben zwischen Kurden und Türken gestört - Nachrichten Berlin - WELT ONLINE
dann geht es eigentlich nicht um einzelne Familiengeschichten sondern um Stammesehre, Landesgrenzen und religiöse Überzeugungen.

Wieder mal ersichtlich hier die wichtige Rolle von Eltern und Schulen.
In der Heinrich-von-Stephan-Oberschule sprechen Lehrer mit Eltern, wenn es zu kurdenfeindlichen Äußerungen kommen sollte. „Die Konflikte werden aus den Elternhäusern in die Schulen getragen“, sagt Direktor Jens Großpietsch. An die Eltern appelliert auch die Türkische Gemeinde in Deutschland. Sie sollten ihre Heranwachsenden im Blick haben. Eine Annäherung an die deutsche Kultur erschwere, wer „körperlich in Berlin, geistig und politisch aber in der Türkei“ lebe.
Tja, leider sind gerade Eltern hier treibende Kräfte die ihren Kindern die Sichtweise mit auf den Weg geben.

Frieden - eine Bildungsangelegenheit!?

Da kann aber was getan werden. Letztendlich auch von unserer Regierung.

[edit: könnt man ja mal hingehen und hören was die Leutz so zu erzählen haben. Deutscher Bildungsserver: Veranstaltung 11886
 
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Aber wenn ich so lese,
Zusammenleben zwischen Kurden und Türken gestört - Nachrichten Berlin - WELT ONLINE
dann geht es eigentlich nicht um einzelne Familiengeschichten sondern um Stammesehre, Landesgrenzen und religiöse Überzeugungen.
Jetzt, Heute, ja, aber woran der Konflikt entstanden ist liegt ja weiter zurück und natürlich wittern die Kurden Morgenluft nachdem jahrelang die PKK am Boden war und ihr Führer im Knast ist, dachte wohl die Türkei das Thema wäre gegessen und wird sich wohl nicht mehr so intensiv darum gekümmert haben, mittlerweile hat sich die Situation durch den Irak Krieg doch geändert.

Die Situation zwischen den Auslandstürken/Kurden war vor 20 Jahren sicher nicht anders. Wobei damals noch die grauen Wölfe stark waren, wie es mit denen heutzutage aussieht weiß ich aber nicht.
 
Mal wieder ein Konflikt der durch die wilkürliche Grenzgestaltung der Westler geschürt wurde. Wie in halb Afrika und im Nahen Osten.
 
hmhm die Frage ist, ob es wirklich nutzbringend ist solche extrem nationalistischen Gruppierungen durch ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit letztendlich zu pushen aber Stillschweigen geht auch nicht.

Mir fällt nix ein ausser Bildung, Integrationsbedingungen und Zeit. Wobei Punkt 1 muss ausgeweitet werden aber wenn ich die aktuelle Emotionslage so sehe dann funktioniert das mit dem Zeitfaktor auch wieder nicht.

Mal wieder ein Konflikt der durch die wilkürliche Grenzgestaltung der Westler geschürt wurde.
öhm muss ich aber erstmal nachsehen jetzt aber hauptsächlich muss wohl die Grenzmarkierung welche ebenfalls in Berlin zwischen Geschäftsinhaber A und Geschäftsinhaber B besteht, aus den Köpfen raus.
 
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Eigentlich gibt es keinen Problem zwichen Kurden und Türken.
Es gibts nur einen Problem zwichen PKK und der Türkei.
Die Türkei hat eigentlich fast alles im griff auser das was hier im ausland passiert da können sie auch nichts machen.
 
Eigentlich gibt es keinen Problem zwichen Kurden und Türken.
Es gibts nur einen Problem zwichen PKK und der Türkei.
Die Türkei hat eigentlich fast alles im griff auser das was hier im ausland passiert da können sie auch nichts machen.
Ich will absolut nicht anti-türkisch 'rüberkommen, aber das sehe ich anders. Es gibt nach wie vor viele Probleme für "türkische Kurden", die vom türkischen Staat verursacht werden. Und wenn der im Ausland machen könnte, was er wollte wären auch nicht terroristische im Exil lebende kurdische Oppositionelle durchaus in Gefahr. Ich kenne eine ganze Reihe von Kurden, die gegen die PKK sind, sich aber dennoch von der Türkei (was nicht gleichzusetzen ist mit den Bürgern dieses Landes - egal welcher Nationalität sie sind) unterdrückt fühlen. Und das, obwohl sich die Situation in den letzten Jahren - nicht zuletzt aufgrund von Druck aus dem Ausland - verbessert hat.
 
Also ich kenne auch keine in Deutschland lebenden Kurden und Türken die ein grundsätzliches Problem miteinander haben.
Viele Menschen haben dies bei den friedlich angelegten Demonstrationen gezeigt.
Liest man jedoch die Presseberichte so gibt es durchaus ziemlich viel Mißstimmung.

Ich denke die persönliche Einstellung zu den Menschen ob Kurden, Griechen oder egal welcher Herkunft, hängt stark damit zusammen wie und wo man aufgewachsen ist, bzw. was den Menschen in der Kinderstube beigebracht wurde.

Meines erachtens kann man nur Probleme mit der PKK und jeder anderen rechts-nationalistischen Gruppierung haben.
Auch wenn die geschichtlichen Zusammenhänge oder emotionale Einzelschicksale noch so überzeugend klingen. Die Wahl der Mittel ist einfach nicht akzeptabel.

Die beschwichtigenden Worte Seitens Busch an Erdogan ob die wohl entsprechend wirken?

Stell Dir vor Du bist Präsident und sollst so eine Entscheidung treffen. Und zwar unter dem gesamten Druck der Weltpolitik und -Öffentlichkeit.
verfolgt man die Medien, dann schreiben die Einen alles gut - alles ruhig, die anderen genau das Gegenteil.

Wie kann es sein, das ca. 3000 PKK Leute 100.000 Türken gegenüber stehen und mit ihrem Terror Erfolg haben können?

hm, ob ich lieber nicht weiter darüber nachdenke weil - kannst ja eh nix machen - oder was?
 
Wie kann es sein, das ca. 3000 PKK Leute 100.000 Türken gegenüber stehen und mit ihrem Terror Erfolg haben können?
Aus wievielen Leuten bestand die RAF? Wieviele Leute waren an den Anschlägen in Amiland vor ein paar Jahren beteiligt?

Da denkst Du tatsächlich naiv.
Die beschwichtigenden Worte Seitens Busch an Erdogan ob die wohl entsprechend wirken?
Das waren keine beschwichtigenden Worte. Da hat der Häuptling zu seinem Untertan gesprochen. Wir werden sehen, was draus wird.
 
Eigentlich wollte ich bei diesem Thread ein Statement meinerseits auslassen, aber einer muss sein:

Mir fällt da der Titel eines Buches von Karl May ein: "Durch's wilde Kurdistan".
Irgendwann einmal gab es also ein Land, das Kurdistan hieß.
Warum gibt's das nicht mehr?

Es gab auch mal ein Land, das Palästina hieß.

Und, und, und...
 
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