Handwerksbetrieb 2026: Edelstahl-Lager mit Scroll-Scrub-Hero und Eigenbau-CMS statt WordPress

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Fallstudie: Website-Relaunch für ein Edelstahllager – ohne WordPress, mit Scroll-Scrub und Eigenbau-CMS​


Für viele Industriebetriebe scheint die technische Entscheidung schnell getroffen: WordPress installieren, Theme kaufen, Plugins stapeln. Bei Edelstahllager Wittwer (Murr bei Stuttgart) wollten wir bewusst etwas anderes – eine schnelle, kontrollierbare und langfristig erweiterbare Website, die Lager, Bearbeitung und Lieferzuverlässigkeit spürbar macht.

Die Ausgangssituation​


Das familiengeführte Unternehmen lagert seit 1988 Edelstahlrohre und -profile auf rund 4.000 qm, hält über 1.500 Tonnen Material bereit und betreibt eine eigene Schleiferei sowie einen eigenen Fuhrpark. Gesucht wurde ein Relaunch, der:

  • Lagerrealität und Tempo (24–48 h bei Lagerware) sichtbar macht
  • ein pflegbares Lieferprogramm für Einkäufer bietet
  • Branchen, Qualität und Service klar strukturiert
  • ohne Plugin-Wildwuchs wartbar bleibt
  • DSGVO und First-Party-Analytics von Anfang an mitdenkt
  • SEO ohne externe SEO-Plugins ermöglicht

Schlanke PHP-Architektur statt Framework oder CMS-Monolith​


Statt WordPress oder eines großen Frameworks entstand eine klassische PHP-Struktur mit Shared Bootstrap, Layout-Includes und einer Page-Registry. Inhalte, SEO-Meta und Stammdaten liegen in JSON-Dateien, die über ein eigenes Admin gepflegt werden. Keine Theme-Updates, keine Plugin-Konflikte, vollständige Kontrolle über Markup und Performance.

Optik: Industriell, dunkel, markenstark​


Visuell setzt die Seite auf ein dunkles Stahl-Look-and-Feel:

  • Tinte und Stahlgrau, Akzent in Markenrot
  • Syne (Display) und Manrope (Fließtext) – lokal gehostet, ohne Google Fonts
  • Dark/Light-Theme
  • Startseite als „Lagerreise“: Sticky Scroll-Scrub mit vier Video-Szenen (Lager → Rohre → Schleifen → Logistik), Kapitel-Navigation und Mobile-Clips

Der erste Viewport soll nicht wie ein Dashboard wirken, sondern wie eine klare Markenfläche: Material, Tempo, Lager – und ein direkter Weg ins Lieferprogramm.

Lieferprogramm und Branchen-Pillars​


Das Sortiment wird aus CSV importiert und clientseitig filterbar dargestellt – für Einkäufer mit Fokus auf Form, Werkstoff und Verfügbarkeit. Zentrale Einstiege: Lieferprogramm, Branchen (u. a. Automotive, Medizintechnik, Anlagenbau, Leitungsbau), dazu Dienstleistungen, Qualität, Unternehmen, Karriere und Kontakt.

Eigenes Admin statt Plugin-Zoo​


Für den Betrieb gibt es ein schlankes Backend mit:

  • Stammdaten und Branding
  • Stellenanzeigen und Ansprechpartner
  • Katalog-Import inkl. Versions-Wiederherstellung
  • SEO-Pflege (Meta, Canonical, Open Graph, Schema)
  • Rollen (Admin / Editor)
  • Audit-Historie und Server-Backups
  • Inline-CMS für eingeloggte Editoren auf der Website

Formulare, Consent und First-Party-Statistik​


Anfragen laufen über ein serverseitig validiertes Kontaktformular (inkl. optionalem Anhang). Statistik läuft first-party mit Consent-Banner – ohne Drittanbieter-Tracker. So bleiben Reichweite und Datenschutz unter eigener Kontrolle.

SEO ohne Plugin-Wildwuchs​


Direkt integriert sind individuelle Meta-Titel und Beschreibungen, Canonicals, Open-Graph-Daten, Schema.org, Sitemap und robots.txt. Zielgröße ist nicht Roh-Traffic, sondern qualifizierte Materialanfragen (Maß, Werkstoff, Menge, Zeugnis).

Warum wir uns wieder so entscheiden würden​


WordPress bleibt für viele Projekte eine gute Wahl. Bei einem klar umrissenen Industriebetrieb mit eigenem Sortiment, starken visuellen Anforderungen und dem Wunsch nach voller Kontrolle überwiegen aus unserer Sicht die Vorteile einer schlanken Eigenentwicklung: Tempo, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit ohne unnötigen Ballast.

Fazit​


Die neue Website unter edelstahllager-wittwer.de zeigt, dass ein moderner Relaunch weder Theme noch dutzende Plugins braucht. Mit klassischem PHP, einem starken Scroll-Scrub-Hero und einem kleinen Admin entstand eine Site, die Lager und Lieferung erlebbar macht – und den Alltag im Betrieb abbildet.

Manchmal ist weniger Technik eben mehr.

Diskussion​


Wie hättet ihr so ein Industrie-Relaunch angegangen? WordPress mit Katalog-Plugin – oder ebenfalls Eigenbau mit Fokus auf Performance und Pflegebarkeit?
 
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