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Google Street View

dkdenz

New member
Hier treiben sich ja nun viele Internet-Profis rum.
Mich würde mal eure Meinung interessieren.

Was haltet ihr von Street View, den Statements der Politiker dazu und den reißerischen Schlagzeilen und Artikel in den bekannten Gazetten zum Thema?

Ich würde mich freuen, wenn hier eine möglichst lebhafte Diskussion zu Google Street View statt finden würde.

BTW: Ich persönlich halte das für eine Interessante Sache und fühle mich auch in keinster Weise in meinen Persönlichkeitsrechten verletzt.
 
Ich finde an Street View auch keine Privatsphärenstörung, ich finde es eher sehr beeinduckend, denn man kann an Google Street View sehen, wie fortschrittlich doch die Technologie im Laufe der Zeit geworden ist. Und ich finde es auch sehr unsinnig, dass alle meinen: "Ja, da können dann Verbrecher sehen, wo die herfahren müssen" und so, denn welcher Verbrecher schleppt seinen Laptop zu nem Überfall mit, und guckt dann in welcher Straße er abbiegen kann woher er fahren muss, denn Täter gucken sich das wenn vorher zu Hause mit Google Earth an oder benutzen genauso gut eine Karte! Und um nochmal zur Privatsphärenstörung zu kommen, bei Google Earth sieht man sein Haus auch und da hat niemand was gegen.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass massig an Häuser, oder sogar ganze Siedlungen durch einen Schwarzen Punkt ersetzt werden müssen, da sich die Hausbesitzer/Siedlungsgemeinschaft GEGEN Google Street View entschieden haben!
 
Dieses Thema hat mich die letzten Wochen verfolgt und nervt teilweise schon - die Frau Aigner hat eine ganze Menge dazu beigetragen...

Das mag jetzt ein wenig paranoid klingen, aber der einzige Punkt, der mich zweifeln lässt, dass Street View keine Verletzung meiner Privatsphäre ist, ist die Tatsache, dass sie von Google betrieben wird...besonders wegen der WLAN-Panne (was ganz sicher kein Versehen war).
 
Zuletzt bearbeitet:
Machen mir uns bei den anderen Ländern nicht langsam lächerlich?
Nirgendwo gibt es eine solche Quälerei wie in Deutschland.
Und wenn's dann endlich läuft, sind die Hälfte der Häuser verpixelt.

Danke Politik. Statt sachlich aufzuklären, lieber von den eigenen Datenschutzmiseren ablenken.
 
Du hast Recht, dkdenz.
Das ist was mich an der ganzen Sache stört...sie verschwenden ihre ganze Energie, um gegen Dinge vorzugehen, die eig. nicht mal halb so schlimm sind, wie sie es darstellen, aber kümmern sich z.B. nicht darum, dass plötzlich Nacktscanner am Kommen sind. Wobei das eine viel größeres Eindringen in die Privatsphäre ist.
 
Mir kommt's langsam so vor, als ob sich Deutschland gegen jegliche Fortschritte wehrt! Außerdem finde ich es interessant, dass über Street View mehr berichtet und diskutiert wird als über die Vorratsdatenspeicherung. Letzteres ist meiner Meinung nach ein viel größerer Eingriff in die Privatsphäre und müsste viel Kritischer betrachtet werden, als Street View!

PS:
Nirgendwo gibt es eine solche Quälerei wie in Deutschland.
ich glaube der Grund dafür ist das
 
Ich kann die Aufregung auch nicht verstehen. Seit Jahren sind bereits mittels Google Maps tausende Fotos von Gebaüden für einen bestimmten Standort in Deuschland im Netz verfügbar und von den Satellitenbildern präsentieren sich auch viele in bemerkenswerter Auflösung.
Zudem ist Streetview bei vielen unser europäischen Nachbarn schon geraume Zeit verfügbar. Hier eine Karte:
Streetview Landing Page Prototype

Es ist auch schon merkwürdig, daß das Geschrei in D um Google Street View erst so richtig losging,
als Google angekündigt hat diese Daten öffentlich zu machen und so auch jedermann Einsicht in diese
Daten hat. Denn Daten sammeln, damit Geschäfte zu machen oder sich damit anderweitig Vorteile
zu verschaffen ist ja Alltag (Beispiele aus bekannten Datenskandalen in D sind hinreichend vorhanden).

Mir ist auch noch nicht klar, wo Gesetze zu diesen Thema hinführen sollen. Soll jeder Tourist der
in einer deutschen Stadt/Gemeinde Fotos von Häusern und Gebäuden macht sich zukünftig das genehmigen lassen?
 
Ich glaube das, das viele zu eindimensonal sehen. Es geht nicht darum, ob dein Haus abgelichtet wird und in's Internet gestellt wird, sonder darum, dass eine Firma Daten sammelt. Und diese Firma macht dies nicht, weil sie uns ein schöneres Leben ermöglichen möchte, sondern um damit Geld zu verdienen. Wenn du weißt dass sie das tun und du ihnen diese Daten freiwillig gibst, ist dagegen nichts zu sagen - wenn du die Möglichkeit hast, dich darüber zu informieren und das abzulehnen.

Bei Streetview werden diese Daten aber ohne das irgendjemand gefragt wird, wild gesammelt. Keiner kann kontrollieren wozu diese Daten einmal verwendet werden. Sie werden aber mit Sicherheit irgendwann dazu benutzt, damit google Geld damit verdient und genau darüber sollte jeder die freie Entscheidung haben, ob er das will oder nicht. Aber google fragt niemand.

Insofern finde ich es absolut berechtigt sich darüber Gedanken zu machen. Wer weiß was als nächstes kommt, es wäre doch toll, wenn man ein Autokennzeichen eingibt und sofort weiß wem das Auto gehört, oder?
 
Ich könne dein Haus auch fotografieren und das Foto verkaufen, ohne dich (nach meinem Wissensstand) zu fragen, ob du das willst oder nicht.
 
Klar. Aber wie gesagt es geht um das sammeln von Daten und das vermarkten dieser Daten. bzw. es geht ja noch weiter, es wird mit Sicherheit auch noch eine Verknüpfung dieser Daten, mit anderen geben usw.

Ich habe bei dieser unkontrollierten Sammelwut von von vielen Daten ein schlechtes Gefühl und wer das Internet verfolgt weiß auch das mit fast allen Daten auch Mißbrauch betrieben wird. Wenn es nicht mal Gesetze gibt, die Regeln was Firmen dürfen und was nicht, stehst du als Mensch irgendwann ziemlich allein da.

Auch wenn es ein anderer Kontext ist, aber ich finde diesen Artikel ziemlich gut, der versucht zu erklären warum es wichtig ist ein Privatsphäre zu haben und ein Recht darauf diese schützen zu dürfen http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23625/1.html

Und das es ein Recht darauf geben soll alles ins Internet veröffentlichen zu dürfen, egal ob derjenige will oder nicht, halte ich für ein fragwürdiges Recht.
 
Eben, die machen das seit geraumer Zeit und es gibt keinerlei Regelung.

Bei allen anderen Datensammlungsaktionen - vor allem staatlich verordneten - gibt es Proteste und Aktionen dagegen, wenn aber private Firmen in großem Stil für kommerzielle Zwecke Daten über Daten anhäufen, argumentieren alle, das wäre so nützlich, ohne zu erkennen wie "gläsern" der Einzelne dadurch wird.

Ich bin überzeugt, dass das weitergeht.

Erst kamen Satellitenbilder, dann Kamerabilder, was kommt als nächtes? Fliegende Drohnen die in Fenster schauen? Das Material von Überwachungskameras? Das wäre doch praktisch, wenn jeder sehen könnte, was man einkauft und welche Wege man im Supermarkt geht. Dann könnte dir google deinen Weg im Supermarkt optimieren und als App anbieten. Wäre das nicht Praktisch?

Und das läßt sich dann alles verknüpfen mit Usercontent und social-network Daten. Dann wäre es vielleicht möglich eine Timeline zu erstellen, wo man sieht an welchen Orten du gewohnt hast. Vielleicht noch mit dem Mietpreis deiner Wohnung, die Daten sind ja da. Das ist doch eine Interessante Sache, oder?

Dann kann man sich lustig machen über Leute die das nicht wollen, in dem man Interseiten baut, auf denen dann die fehlenden Daten von Leuten, die das nicht wollen "per Hand" nachträgt. Ja das Internet lebt auch von deiner Beteiligung.

Natürlich hat der Staat (also wir alle) sich da nicht einzumischen, es geht schließlich darum dass die Wirtschaft wächst.

Ich bin schon froh, dass zumindest ein paar Politiliker erkannt haben, dass nicht alles Gold ist, was uns die grossen Konzerne als Fortschritt verkaufen wollen.

Ob es prinzipiell an der immer weiter fortschreitenden Reduzierung der Privatsphäre etwas ändert, bezweifle ich. Schließlich zeigt dir das Fernseh jeden Tag, dass es völlig normal ist, dein Privatleben bis zur Schmerzgrenze öffentlich zu machen. Hat ja keiner was zu verbergen und wenn, muss es illegal sein. Irgendwann ist es soweit, dass du eingesperrt wirst, wenn du nicht deine Beischlafpartnerin in dein Google Profil einträgst (natürlich muss der Ort des letzten Aktes auch genannt werden). Aber das ist natürlich absurd - aber das hatten die Menschen in den 80'er auch gedacht, wenn ihnen jemand gesagt hätte was heute möglich ist.
 
Projekte wie Streetview führen auch dem Nichtfachmann ansatzweise vor Augen, was durch das Sammeln von Daten und deren Verknüpfung alles möglich ist. Diese Firmen machen dies nicht aus reiner Menschenliebe, sondern wollen (oder müssen) Geld verdienen, das steht außer Frage.
Aber ist das was Google öffentlich macht nicht nur die Spitze eines Eisberges, dessen Masse bekanntermaßen unsichtbar unter der Wasseroberfläche schlummert? Genau aus diesen Daten, dessen Umfang wir nur ahnen, resultiert eine noch grössere Gefahr nicht nur für unsere Privatsphäre. Denn wir wissen nicht, wer alles über sensible Informationen verfügt und wann und wo diese zum Einsatz kommen. Es ist eine Binsenweisheit, daß eine erkannte Gefahr nur noch halb so groß ist.
Ich bin schon froh, dass zumindest ein paar Politiliker erkannt haben, dass nicht alles Gold ist, was uns die grossen Konzerne als Fortschritt verkaufen wollen.

Schön das es Menschen gibt, die einigen Politikern noch glauben. Ich betrachte den Feldzug gegen Streetview skeptisch. Bei den Beweggründen dürften eher handfeste Interessen im Vordergrund stehen.
 
Ich habe vor Street View nicht im geringsten Angst, weil diese Daten ja schon vorhanden sind (Google Earth). Ich würde mir viel mehr sorgen um meine Privatsphäre machen, wenn ich ein gmail Account hätte oder Chrome benutzen würde. Daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht.
 
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