Schluß mit lustig
Schluß mit lustig!!!
(Nein, nicht wirklich, mit lustig geht’s normalerweise viel besser. Ich will hier aber jetzt ein bißchen schimpfen, das ist gut gegen den Frust!)
Prinz hat hier im ersten Beitag von du, .colin ein ganz ernstes Problem angesprochen - die Politikverdrossenheit. .colin hat dazu geschrieben, man solle sich engagieren, politisch tätig sein und selbst was dagegen tun. Leider ist das meist nicht möglich, nur die wenigsten haben genug Zeit, Geld, Durchsetzungsvermögen, ... ... ..., um politisch tätig sein zu können. Spitzenpolitiker brauchen zusätzlich noch Maskenbildner, Werbeagenturen und schauspielerisches Talent! Ich begrüße es, wenn sich Leute für ´ne gute Sache einsetzen und würde es sehr begrüßen, wenn sich irgendjemand gegen Politkverdrossenheit einsetzen würde, Es gibt viel zu tun.
Momentan ist es leider so, daß Politiker, die was zu sagen haben, auf Ihrem Weg an die Spitze ihr Engagement, ihre Ideale verloren haben, und nur noch Machthunger, um Posten schachern, Besitzstandswahrung und/oder Geldgier übrigbleibt. Es mag auch Ausnahmen geben, leider kenne ich keine!
Was bleibt da noch: Politiker, die nur in Wahlkampfzeiten aus Ihrer Lethargie erwachen (Besitzstandswahrung), ein Kanzlerwählverein (ebenfalls Besitzstandswahrung), Ministerpräsidenten, die lügen (z. B. Ronald Koch), (Machthunger), korrupte Abgeordnete (siehe Flugzeugbonusregelung, z. B. Gregor Gysi, Rezzo Schlauch (Geldgier)! Auch Minister, die jeglichen Kontakt zum normalen Wahlvolk verloren haben (z. B. Rudolf Scharping, König Biedenkopf), prägen das Bild unserer jetzigen Politiker. Wolfgang Schäuble und Lothar Späth haben schon mal ihren Posten verloren, nicht etwa wegen besonderer Verdienste für Deutschland, jetzt sind sie wieder da (Machthunger). Und was war, als Edmund Stoiber Frau Merkel abservierte, gings da wirklich nur ums Wohl der Sache? Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen, leider mit Mitgliedern aller Parteien, wenn man nicht so vergeßlich wäre. Auch die Wahlversprechungen aller Parteien, von denen jeder weiß, daß sie Lügen sind, da unbezahlbar, fördern nicht das Ansehen der Politiker!
Am Sonntag soll man nun wählen. Extremisten soll und will man nicht wählen. Zur Wahl geht man, schließlich ist das ja eigentlich ein gutes Grundrecht. Ungültige Stimmen gibt man nicht ab, man ist ja nicht zu blöd ein Kreuzchen zu machen.
Was bleibt da noch? Dieses: Der mündige Bürger segnet die besch... Zustände mit seinem Kreuzchen ab. Hat man denn eine andere Wahl - ist das so richtig?
(Für Naive: Man bekommt vom Staat ein Stück Zuckerbrot - man darf wählen gehen. Die Peitsche kommt hinterher! Was ist das für ein Spiel?)
Ich bin wirklich kein Extremist, hab auch oft viel Verständnis, wenn´s noch ne Partei in Deutschland geben würde, die für Toleranz steht, würde ich diese wählen. Leider gibt’s sowas nicht mehr! Das frustet noch mehr.
Wie wäre es denn, sich dieses Problems mal anzunehmen, wenn man Zeit, Lust und Geld hat, sich politisch zu engagieren? Vielleicht macht Prinz Vorschlag, bei Unzufriedenheit die verantwortlichen Politiker rauszuschmeißen, den Staat unregierbar, aber sicher ist er es Wert , drüber nachgedacht zu werden. Ich hätte noch einen anderen Vorschlag: Wie wäre es, wenn die Einkommen der Politiker an die Wahlbeteiligung ihres Wahlkreis gekoppelt würden? Wenn die Politiker zu schlecht sind, um Wähler zu aktivieren, dann haben sie es auch nicht verdient, Geld dafür zu bekommen!
lg joachim