Dokumenten Management System

Kriegr

New member
Hi!

Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema DMS? Ich soll bei uns so etwas wie der 'Mr. DMS' werden und habe hier noch viele Wissenslücken (COLD-Jobs, eindeutige Kennzeichnung einzelner Dokumente, Prüfung von spoolfiles...). Danke für jede Rückmeldung.
 
Ja, vom Namen her sicherlich, aber ist eigentlich was total anderes. Ich kann mir gerade mal so etwas darunter vorstellen, aber theoretisch oder praktische Erfahrungen habe ich nicht.
 
Der Begriff Dokumenten-Management-System beinhaltet vieles.

Die Basis eines DMS ist wohl immer ein elektronisches Archiv. Hier werden CI (Coded Informationen, also elektr. Dokumente) und NCI (non-coded Information, also gescannte Dokumtente) revisionssicher auf Massendatenspeichern (WORM - Write once read many - oder auf speziellen Festplatten) abgelegt. Die elektr. Dokumente im Archiv müssen jederzeit wiederauffindbar und reproduzierbar sein. Sie dürfen natürlich nicht veränderbar sein (revisionssicher eben).
CI-Dokumente werden häufig per COLD-(computer output on laserdisk)Jobs verarbeitet. Das bedeutet z. B. dass Druckdatenströme des HOSTs per COLD-Software ins elektr. Archiv übernommen werden. Das ist ziemlich kompliziert (welche Formulare werden verwendet, Kanalvorschubsteuerung, welche Primär-, Suchschlüssel etc.).

Dazu kann dann später noch ein workflow generiert werden. Wichtig hier ist z. B. zu welchem Zeitpunkt ich die Dokumente scanne (durch wen, mit welchen Scannern etc.) - gleich beim Posteingang oder nach Bearbeitung durch den Sachbearbeiter.

Es gibt natürlich noch mehr Aspekte eines DMS, soweit aber mal wie ich es kapiert habe.

Ach ja, warum eigentlich?
Es geht einfach darum
Platzersparnis
Zeitersparnis (Papiersuche, Auskunftsfähigkeit gegenüber dem Bürger am Telefon etc.).
In unserem Bereich gab es eine große Rechtsänderung, so dass der komplette Kundenstamm (ca. 600.000 Personen) neu angeschrieben werden musste. Es geht um Anträge, Zulagen etc. (Pflichtversicherung bei den Angestellten). Darüberhinaus geht es um die Themen Entgeltumwandlung und 'Riester'rente. Das mal als Stichworte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als DMS auf den Markt kamen, war ich noch in der Branche tätig. Seither dürfte sich einiges Verändert haben.

Ziemlich komplex das Ganze.

Aber wenn du der Spezialist in der Firma werden sollst, gibt es doch sicherlich dort auch Lektüre über das vorhandene System?

Ruf doch mal den Vertriebsmann der Firma an, der euch das System verkauft hat und lass dir ne Vorführung/Einweisung geben. Die hoffen immer auf Folgeaufträge und sind froh wenn sie einen potentiellen Kunden von ihrem Produkt überzeugen können.

Ansonsten könnte evtl. auch googeln was bringen?
 
Der Witz ist halt, ich soll die Schnittstelle zwischen den Abteilungen im Hause sein, für die wir (DV-Abt.) das alles machen und den Jungs von der DV-Technik, die den Server, die COLD-Jobs etc. verwalten. Wie immer habe ich bloß von allem ein bisschen Ahnung (oder gar keine) und steh manchmal ganz schön auf dem Schlauch. Der Haken ist dann noch, dass wir das auch für andere Versorgungsanstalten in anderen Bundesländern mitmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Machs doch wieder dieser Typ von Zope. Der sollte nen Vortrag über CSS ( glaub zumindest darüber ) halten und der hatte auch keine ahnung. Also, alles im schnellkurs durchgelesen und später die "bugs" davon gefunden und in seiner Firma Zope entwickelt
 
Wenn dein Arbeitgeber möchte, das du qualifiziert bist, und dich spezialisiert, dann muß er auch eine Fortbildungsmaßnahme für seinen Mitarbeiter finanzieren. Er kann nicht erwarten, das du jetzt auf eigene Kosten nen Lehrgang zum DMS-Profi machst. Ja, ich weiß, die Chefetage meint immer, das den Mitarbeitern das Wissen von alleine auf den Kopf fällt und das sie dankbar über die verantwortungsvolle Aufgabe sein können. Aber so geht es nunmal nicht.

Erkundige dich doch mal, welche Spezialisierungs-Kurse/Möglichkeiten es gibt und was sie kosten.

Dann mach deinem Chef klar, das wenn er gutes Output haben möchte auch entsprechendes Input notwendig ist. Na und wenn er das dann nicht will, weil's ihm zu teuer ist, dann kannste entweder weiter rumkrebsen und ins schwitzen kommen oder no sagen. Wobei man bei zweiterem als Arbeitnehmer, der auf seinen Arbeitsplatz existentiell angewiesen ist und unter Leistungs und Konkurrenzdruck leidet oft den schlechteren Stand hat.

Versuch einfach mal mit der entsprechenden Argumentation ne Ausbildung rauszukitzeln.
 
Ach so, und wie definiert sich das? Indem du alles tust, was dir der Boss befiehlt, Überstunden schiebst, auf dein Gehalt verzichtest, wenn er sagt, dass die Firma gerade nicht sehr flüssig ist?

Die Firma ist nicht alles. Wenn du gut bist, dann darfst du auch mit deinem Talent verhandeln.
 
Äh, Leute, ich bin Beamter. Unkündbar! :cool:
Zumindest noch. Allerdings kann sich auch das noch ändern. Momentan ist ja alles möglich.

Ich sitze sozusagen im Goldenen Käfig.
 
Original geschrieben von Kriegr
Ich sitze sozusagen im Goldenen Käfig.
Jaja, im Staatsdienst hat man's schon gut. Allerdings hört man ja auch immer wieder von Beamten, die sich darauf verlassen und sich auf die faule Haut legen.

Gruß,
Colja
 
kriegr: Ich sitze sozusagen im Goldenen Käfig.

bine: na dann, mach dich mal auf Firmenkosten schlau und zeig ihnen was du drauf hast, damit du auch drinbleibst.

Is nur ne Frage der Argumentation so eine Schulung zu bekommen.
 
Zurück
Oben