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Backup mit tar

ein schlauer

Lounge-Member
Wo wir gerade dabei sind http://forum.jswelt.de/smalltalk/53601-linux-windows-4.html ich will jetzt beim Backup auf Nummer sicher gehen und deshalb noch mal hier nachfragen. Mit tar läßt sich ja das /home Verzeichnis leicht sichern.

Ich hab mit Hilfe diverser Seite ein Skript erstellt, dass in Zukunft inkrementelle Backups machen soll. Das Musik und Video Verzeichnis soll ausgeschlossen werden (die sicher ich mit einem anderen Programm).

Der erste Entwurf sieht so aus:
Code:
#!/bin/bash

TARGET="/media/safe/backup/"
SOURCE="/home"
EXCLUDE="--exclude=home/user/Videos --exclude=home/user/Musik"

NAME="$TARGET/home_backup.tar.bz2"

# Parameter tar
# c => create
# j => komprimieren mit bzip2
# p => Rechte sichern
# f => in einer Datei sichern 

echo "Kopiere $SOURCE nach => $NAME";
tar -cjpf $NAME -g backup.info $SOURCE $EXCLUDE;
echo 'ok.';

Dazu meine Fragen:

- Wenn ich das richtig verstanden habe übernimmt -p die Nutzerinestellungen, stimmt das?
- muss ich das Skript dann mit sudo ausführen? Oder funktioniert das auch ohne? In /home sind ja Verzeichnisse verschiedener Nutzer.
- Der Schalter -g erstellt ja eine Logdatei, wird diese bei einem erneuten Aufruf benutzt und dann nur neue und geänderte Dateien gesichert? Oder muss ich da noch etwas angeben?
 
Zuletzt bearbeitet:
- Wenn ich das richtig verstanden habe übernimmt -p die Nutzerinestellungen, stimmt das?
- muss ich das Skript dann mit sudo ausführen? Oder funktioniert das auch ohne? In /home sind ja Verzeichnisse verschiedener Nutzer.
Den Schalter -p habe ich bislang noch nicht benutzt, was daran liegt, dass er beim Ausführen als root standardmäßig aktiv ist.
Wenn mehrere Benutzer betroffen sind, dann wirst Du das Sicherungsskript als root ausführen müssen, da ein "Desktop"-Benutzer i.d.R. nicht in jedes Verzeichnis reingucken darf, und somit nicht sichern könnte.

- Der Schalter -g erstellt ja eine Logdatei, wird diese bei einem erneuten Aufruf benutzt und dann nur neue und geänderte Dateien gesichert? Oder muss ich da noch etwas angeben?
Mit dieser Option habe ich noch nicht gearbeitet, mein Sicherungsskript arbeitet derzeit noch mit -N und einer Referenzdatei, sprich das Backup geht rein nach Änderungsdatum (Dateien, die künstlich auf ein älteres Datum gesetzt werden, bleiben vom nächsten inkrementellen Backup verschont, werden aber spätestens beim monatlichen Fullbackup erwischt).
Ich überlege das irgendwann mal auf -g umzustellen, da offiziell von der Verwendung der -N Option für inkrementelle abgeraten wird, allerdings muss ich dann erstmal raustüfteln, wie ich dann meine wöchentlichen und täglichen inkrementellen Sicherungen machen kann.


[edit]Dein Link ist irgendwie falsch[/edit]
 
Hmm, ich habe gestern mal einen Testdurchlauf gemacht. Das skript mit sudo aufgerufen und -p benutzt. Eine Frage dabei ist ja, wird beim sichern der Orginalbenutzer vewendet? Der Zugriff an sich, geht ohne sudo gar nicht.
Auf dem wiki beim ubuntuusers wird der Schalter mit "Zugriffsrechte beim Extrahieren erhalten." beschrieben. Dann wäre er beim erzeugen des Archivs überflüssig.

Wegen dem -g habe ich mir das mal durchgelesen:
http://www.gnu.org/software/tar/manual/html_chapter/Backups.html#SEC94

Mir erschliesst sich aber nicht ganz was ich nun tun muss. Wird bei jedem Backupaufruf eine neue tar Datei erzeugt, die nur die geänderten Dateien enthält? Das wäre ja eher unpraktisch. Oder wird, wenn man den Archivnamen verwendet, das Archiv überschrieben? Oder werden diese Änderungen dem Archiv hinzu gefügt?
Wobei ich aber anderswo gelesen habe, dass zu einem komprimiertem Archiv keine Dateien mit tar hinzugefügt werden können.
 
Auf dem wiki beim ubuntuusers wird der Schalter mit "Zugriffsrechte beim Extrahieren erhalten." beschrieben. Dann wäre er beim erzeugen des Archivs überflüssig.
Stimmt, -p ist nur beim Entpacken relevant, beim Einpacken holt der sich sowieso die Rechte und Benutzerzuordnungen. Nur beim Auspacken werden die Dateien und Verzeichnisse entweder auf den entpackenden Benutzer gesetzt, oder mit -p auf die jeweiligen Ursprungs-Benutzer.

Mir erschliesst sich aber nicht ganz was ich nun tun muss. Wird bei jedem Backupaufruf eine neue tar Datei erzeugt, die nur die geänderten Dateien enthält? Das wäre ja eher unpraktisch. Oder wird, wenn man den Archivnamen verwendet, das Archiv überschrieben? Oder werden diese Änderungen dem Archiv hinzu gefügt?
Wobei ich aber anderswo gelesen habe, dass zu einem komprimiertem Archiv keine Dateien mit tar hinzugefügt werden können.
Wenn man mit tar-Dateien arbeitet, dann ist es denke ich mal normal für jedes Backup(-Event) eine eigene Datei zu haben (wie es mit Tape-Laufwerken aussieht weiß ich nicht, aber ich vermute dort wird dann das nächste Backup hinten angehängt).
Schließlich muss man diese Dateien ja auch irgendwo extern speichern und nicht auf dem gesicherten System liegen lassen.
Wenn man nur ein Full und ein Incremental aufheben möchte, dann ist es dennoch sicherer, wenn man die Dateien irgendwo anders erstellt und erst nach erfolgreichem Backup über die bestehenden drüberbügelt. Denn -c steht für create also wird die bestehende Datei überschrieben.
Was bei der Option -g gleich bleibt, ist die "Datenbank", die entsprechend beim Fullbackup gefüllt wird und von den Incrementals herangezogen wird. Wichtig ist dann allerdings nicht zu viele Level zu erzeugen, also kein Incremental vom letzten Incremental, sondern vom letzten Full, usw.
 
Danke.

Sinnvoll ist es immer mal ein bisschen rumzuspielen und ich habe tar dann auch soweit verstanden.

Mittlerweile ist das Debian instaliert und läuft auch soweit. Sogar der Drucker druckt wieder (aber mit "Handarbeit", da die Abhängigkeiten in den deb Files von Canon nicht Debian gerecht sind).

Wo ich jetzt aber nicht weiter komme, ist den Fenstermanager des Ubuntu Verzeichnis los zu werden. Ich habe das alte Verzeichnis in /home kopiert klappt auch soweit. Aber dort sind natürlich auch Einstellungen der Oberfläche gespeichert. Ehrlich gesagt blicke ich da noch nicht so ganz durch und weiß nicht genau welche Oberfläche ich dort jetzt sehe. gnome, gnome3, metacity oder compiz?
Die Fensterrahmen sind weg und die Anwendungen "kleben" oben Links. Das dürften wohl Einstellungen von compiz sein.

Normalerweise würde ich jetzt einfach (wie du schon mal vorgeschlagen hattest) einen neuen Nutzer anlegen und dann versuchen, die Einstellungen und Daten die mir wichtig sind zu kopieren (vor allem die von Shotwell und Rythmbox), aber da ich mehrere Nutzer auf dem Rechner hatte und aus akademischen Interesse ;) würde ich schon gerne versuchen ob und wie man die Einstellungen von Ubuntu 11.10/Unity wieder los wird?

Hast du da irgendwelche Tipps?
Ich hab zwar schon gesucht, aber noch nichts dauerhaftes gefunden.
Mit dem Befehl metacity --replace & läßt sich zumindest temporär mit dem System arbeiten. (von hier: http://wiki.ubuntuusers.de/Compiz/Problembehebung) aber dauerhaft die Einstellungen entfernen klappt leider nicht.
 
Wenn die Fenster alle in der Ecke kleben, dann hast Du gar keinen Window-Manager gestartet. gnome-wm, compiz, metacity, usw. sollten (ohne Parameter) alle für eine "ordentlichere" Oberfläche sorgen.

In den jeweiligen Homeverzeichnissen relevant dürften die Dateien .xinitrc und .xsession, sowie die Verzeichnisse .gnome* und .config sein, sowie deren Unterverzeichnisse. Da ich jetzt nicht so sehr der Gnome-Typ bin (eher KDE-Typ) kann ich auch nur raten, wie die Sachen zusammenhängen, würde aber sagen, dass in .gnome und .gnome2 überwiegend die Einstellungen der verschiedenen Gnome Programme zu finden sind. Diese dürften von den Programmen größtenteils 1:1 übernommen werden, es sei denn die Versionen passen nicht, dann wird die jeweilige Applikation nicht laufen, sich beschweren, es automatisch anpassen, oder ignorieren, usw. Das betrifft aber eben nur diese Software, nicht das Gesamtsystem. Wenn ein Programm seine Einstellungen nicht mag, dann kann man den betreffenden Ordner dort umbenennen, einen neuen anlegen lassen und die beiden Verzeichnisse vergleichen, bzw. schrittweise alte Dateien ins neue Verzeichnis kopieren und schauen ab wann es nicht mehr läuft. Hilfreich ist dabei das Starten aus einer Shell heraus, um dort die Ausgaben mitzubekommen.

Im .config Verzeichnis liegen diverse Konfigurationsdateien von verschiedenen Softwarepaketen, hier gilt das gleiche wie für die .gnome Ordner.

Wo Gnome seine Systemkonfiguration genau ablegt weiß ich nicht, es ist aber anzunehmen, dass diese ebenfalls irgendwo unter .gnome* zu finden ist.

.xinitrc und .xsession steuern die eigentliche Sitzung, bzw. starten den Windowmanager. Wenn Du dort sowieso keine Änderungen gemacht hast, dann kannst Du auch diese umbenennen und Dich neu einloggen. Entweder werden die dann neu angelegt oder Du legst einen neuen Benutzer an und kopierst diese beiden Dateien aus seinem Home-Verzeichnis. Die sollten ja dann zum installierten System passen.
 
Das mit dem "in der Ecke kleben", schien mir schon ein überbleibsel aus der Unity Oberfläche zu sein, dort hast du ja auch die Titelleiste quasi im oberen Panel nur dass das halt in der gnome2 Umgebung von Debian nicht richtig klappt und Fenster und Titel nicht trenbar sind (nur eine Vermutung).

Über .xinitrc und .xsession hatte ich auch schon gelesen - nur das seltsame ist: es gibt sie nicht :eek: nur eine Datei mit dem Namen .xsession-error (o.ä. ich sitze gerade an einem anderen Rechner).

Ich werd noch etwas weitergooglen und nachher mal deinen Hinweisen folgen.
 
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