RoyalKnight
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Kennt jemand Firmen, welche 1300-1500 Euro / Monat für Werbung auf einer Großraumlimousine bezahlen? Ca. 15000km in 3 Monaten.
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Im Stau stehen und Geld verdienen
Im Stau stehen und dabei Geld verdienen: Wer sein Auto als rollende Reklametafel vermarktet, kann im Monat zwischen fünf und 500 Euro einnehmen. Ein lukrativer Nebenverdienst in Zeiten teurer Anschaffungskosten und steigender Benzinpreise. Allerdings warnen ADAC-Verbraucherschützer vor unseriösen Anbietern.
I mmer häufiger sind auf den Straßen Privatwagen mit poppigen Werbeschriftzügen zu sehen. Dahinter stecken Agenturen, die Autofahrer mit Lust auf Nebenverdienst und Firmen mit Interesse an einer breiten Öffentlichkeit zusammenbringen. Der Fahrzeugbesitzer wird gegen eine Bearbeitungsgebühr in eine Datenbank aufgenommen, meist ist eine Anmeldung im Internet möglich.
Nicht nur die Heckscheibe, sondern das komplette Auto kann zur Werbefläche werden. Je dichter das Fahrzeug beklebt, desto höher die Einnahmen des Besitzers. Meistens verlangen die vermittelnden Agenturen eine Mindestlaufleistung von beispielsweise 15.000 Kilometern im Jahr oder fünf Ausfahrten pro Woche. Auch das Höchstalter eines Fahrzeugs ist vertraglich festgelegt.
Die Kampagnen dauern von einigen Wochen bis zu mehreren Jahren. In dieser Zeit wird der Fahrer in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Wer gegen die Regeln verstößt, sieht keinen Cent. Ist die Laufzeit des Vertrags beendet, lässt sich der Aufkleber - so die Anbieter - ohne Rückstände entfernen. Dennoch ist es ratsam, schriftlich zu vereinbaren, wer für eventuelle Schäden durch das Bekleben aufkommen muss.
Fraglich erscheinen Sponsoring-Angebote, bei denen Kunden mit riesigen Rabatten beim Neuwagenkauf gelockt werden. So werden beispielsweise ein VW Beetle oder Smart zu einem um rund 60 Prozent reduzierten Kaufpreis zu angeboten. Voraussetzung: Der Käufer lässt das Fahrzeug mit Werbung beschriften. ADAC-Juristin Katrin Stroech: "Da wir uns nicht vorstellen können, für welche Firmen ein so teures Sponsoring in Frage kommen könnte, befürchten wir, dass eine unseriöse Masche dahinter stecken könnte. Zumal der Kunde eine zehnprozentige Anzahlung des verbilligten Fahrzeugpreises an die Vermittlungsfirma leisten muss, ohne Garantie, dass überhaupt ein Werbepartner gefunden wird.."
ADAC-Verbraucherschützer empfehlen allen, die ihre Autofahrten künftig durch Werbung mitfinanzieren möchten, die Vertragsbedingungen genau zu studieren und keine Anzahlungen ohne Gegenleistung zu vereinbaren. Auch hier gilt: Finger Weg vor allzu verlockenden Angeboten, da diese häufig unseriös sind.Wählerische Autofahrer, die vielleicht nur ungern als Erotik-Werber durch die Gegend fahren, sollten darauf achten, ob vertraglich festgelegt ist, für welche Produkte man werben muss.
Besonders wichtig: Legen Sie schriftlich eine Kündigungsklausel fest, damit Sie beispielsweise beim Verkauf Ihres Autos vorzeitig aus dem Vertrag heraus kommen. Übrigens sind manche Anbieter nur über teure 0190-er Nummern erreichbar. Hier sollte man besser verzichten. (kf)