Mir fällt auf das die doch sehr wichtige Datei sources.list keine Beachtung findet.
Ich weiß leider nicht ob sie Standartmäßig auch unter /etc/apt/source.list zu finden ist, bei Debian ist dem aber so.
Warum ist diese Datei so entscheident?
Hier stehen alle(!) Quellen (sprich: Server) für die Pakete drin die man mittels apt herunterladen kann.
Der Aufbau ist ziemlich simpel:
deb
serveradresse/pfad zu den dateien
deb-src
serveradresse/pfad zu den dateien
unter deb ... stehen die binärpakete zum download, unter deb-src der Pfad zu den Sourcen.
Um das Potenzial von apt richtig zu nutzen sollte man nun noch den Befehl
apt-get update
als root ausführen und die Adressen aus der /etc/apt/sources.list werden der Reihe nach nach neuen Versionen abgefragt.
Für Debian Nutzer bietet der Befehl
apt-get upgrade
(ich denke es sollte auch für alle anderen apt Anwender vorhanden sein)
die Möglichkeit, Pakete für die eine neuere Version besteht mit dem selben Komfort wie beim Installieren auf diese neue Version upzugraden.
apt-get dist-upgrade
führt unter Debian ein Upgrade auch für jene Pakete aus die mit apt-get upgrade nciht upgeradet werden, weil sie z.B. essentielle Systemparts berühren oder größe Änderungen mit sich führen (um ehrlich zu sein: ich habe bei dem System für upgrade und dist-upgrade noch nicht ganz durchgeblickt. Man kann damit aber bei Debian von einem Zweig in den anderen wechseln ohne die Pakete einzeln zu installieren, z.B. von stable auf unstable)
Pakete entfernen:
Deinstalliert werden die Pakete mittels:
apt-get remove paketname
Die Option
--purge entfernt zudem noch die Konfigurationsdateien die installiert worden (nicht empfehlenswert wenn man vorhat dieses Paket oder eine neuere Version des Paketes/Programms nochmals zu installieren und die Konfiguration zu behalten!)
Auch von Bedeutung könnte der Befehl
apt-cache search paket(beschreibung),wort
sein, mittels dem man in den Paketen die apt derzeit verwaltet nach einem gesuchten suchen kann.
Ein apt-HowTo für Debian gibt es in deutscher Sprache hier:
http://www.us.debian.org/doc/manuals/apt-howto/index.de.html
Hoffentlich konnte das eventuelle Fragen noch weiter klären und den Spaß nochmals vergrößern (wer mit apt umgehen kann weiß warum Informatiker faul sind, der nächste Schritt ist dann ganz eindeutig Gedankenlesendes apt!)
Und noch was: warum apt?
Apt erledigt von selbst sämtliche Abhängigkeiten die ein Paket besitzt.
Wenn man z.B. den XOrg Server installieren will, so merkt man schnell das dieses Programm eine Menge an abhängigkeiten hat um zu laufen aber auch um kompiliert zu werden.
Wenn man den XOrg Server nun mittels apt installiert, löst apt selbstständig die Abhängigkeiten auf und installiert im selben Schritt noch alle benötigten Pakete.
Leider wird beim Deinstallieren nicht so verfahren, weshalb man dann von Hand nach Paketen suchen muss die nicht benötigt werden.
Inkonsistenzen, also Pakete/Programme die wegen anderer fehlender Pakete/Programme nicht funktionieren, werden somit verhindert.
last but not least:
apt-get --help
befördert eine Menge an möglichen Befehlen und Optionen zu Tage.
Und
apt-get moo
das Easter-Egg.
Let's moo!
ciao