07. Mai 2005

Meine Aussage war, zugegeben, etwas provokant. Aber für meine Person stimmt sie doch sehr weit. Klar, es gibt in jedem Land Ecken, wo man nicht so gerne wohnen würde und Ecken, die bevorzugt sind. Ich war z.B. sehr oft und gerne in Norddeutschland, Heide, Ostfriesland und Ostseeküste. Ich mag die Mentalität der Leute dort, die Landschaft, aber dauerhaft wohnen müsste ich dort nicht, wär mir zu windig!

Auch ein Nationalgefühl nur an einer Hymne festzumachen ist fragwürdig. Ich finde auch die anderen europäischen Nationalhymnen schön :D, die italienische Hymne summe ich gern nach einem F1 Rennen mit, leider hatte ich dieses Jahr noch keine Gelegenheit dazu ;)

Aber zum Thema, ich bin der Meinung, dass man in dieser Richtung auch etwas an sich arbeiten muss, wir haben die EU, wir haben eine Währung und es wäre schade, wenn das alles bleibt. Es muss halt erst in den Köpfen der Menschen wachsen, es müssen Vorurteile abgebaut werden und das ist noch ein langer, steiniger Weg.
 
nein, an einer Nationalhymne wollte ich soetwas wie Nationalgefühl jetzt auch nicht festmachen, war nur ein Beispiel.
was mir aber gerade noch eingefallen ist zum "europäischen Nationalgefühl": es wäre für mich überhaupt nicht einzusehen, weshalb ich als Fischkopf ;)) mich mit einem Menschen aus z.B. Spanien, der in einem völlig anderen kulturellen Umfeld aufgewachsen ist als ich, mehr verbunden fühlen sollte als z.B. mit einem Afrikaner, nur weil der eine in Europa lebt, der andere nicht. und Nationalgefühl hat nun einmal etwas mit Verbundenheit zu tun. - Müsste man dann nicht gleich sagen, man wäre Weltbürger? Aber auch das scheint mir mehr ein frommer Wunsch zu sein, da es so viele soziale und kulturelle Grenzen gibt, die man zwar gerne überwinden würde.... ...das geht wohl nur schrittweise. ist es da vielleicht von Vorteil, wenn man nicht in einem Nationalgefühl befangen ist, weil man offener sein kann für andere?

planet4.
 
Eure Nationalhymne kann bei euch sowieso kein Nationalgeführ hervorrufen, höchstens ein Monarchiegeführ zu unserem "alten Kaiser Franz", denn eure Hymne ist zu 90% der Kaiserhymne "Gott behüte Franz den Kaiser" gleich und wurde bei euch irgendwann zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg eingeführt.
 
Ja, der Weltbürger wäre der Idealzustand. Aber dazu muss man im Detail anfangen, kleine Grenzen zu überwinden, über den eigenen Kirchturm hinausblicken. Europa biete dafür nun eine Gelegenheit, die meines Erachtens noch viel zuwenig genutzt wird. Viele meckern bloß rum und wenn ich die wachsende Zahl von Nationalsozialisten sehe, wird ´s mir richtig schlecht!
 
Ich spreche von Umfrage von Öffentlich Rechtlichen (ARD, Abendprogramm: W wie Wissen, Harald Schmidt, Beckmann ect.), sogar Spiegel und Focus.
Bei allen habe schon derarte Umfragen gelesen und gesehen... (Vielleicht auch zur belustigung des Oberstandes).

Dass solche Umfragen nach großem verzerren der Bilder auch in TV-Total (ect.) ausgestrahlt werden, ist klar, nur ist TV-Total eine Comedy- (Unterhaltungs-) Sendung, und logischerweise spiele ich dann nicht auf solche Ausschnitte an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit Zlatko ist es doch in, so richtig "sinnbefreit" zu sein. Übrigens ein geiles Wort, gehört in den Duden. Erst die Popper, dann die Yuppies und der Beginn des 21. Jahrhunderts gehört den Sinnbefreiten :D

Und da ist es doch egal, ob der Sinnbefreite in ARD und ZDF oder bei TV Total auftritt. Die Pisastudie rundet das Bild von der erfolgreichen Volksverblödung ab, Big Brother, Burg, Alm und der Nachmittags Talk setzen der Tendenz immer wieder neue Spitzen auf. So gingen einst die Griechen und Römer unter. Haben wir in unserer Wirtschaftskultur den Zenith überschritten?
 
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