Überlastung des Servers

Nonens

Lounge-Member
Hi Leutz,

ich hoffe, Ihr könnt mir kompetent meine Frage beantworten! :D

Ich streite mich gerade mit einer Firma und deren Webmaster wegen deren Design herum.

Ich habe bemängelt, dass ich als normaler User auf deren Serverstruktur Einblick habe. Dass das keinen sonderlich guten Eindruck macht, wenn dort "Parent Directory" mit einer Liste aller Dateien steht.

Als Antwort bekam ich, das sei so gewollt, da bei einer hohen Zugriffsrate der Seitenaufbau verlangsamt würde und daher den Usern einige Downloads direkt zur Verfügung gestellt werden würde, eben durch diese "offenen" Ordner.

Jetzt meine Frage: wenn der Server sowieso schon durch viele Zugriffe den Seitenaufbau kaum noch schafft, ist es denn dann überhaupt noch möglich, auf den Ordner "schnell" zuzugreifen respektive sich etwas herunterzuladen???

Erscheint das nicht fadenscheinig, weil der User ja gar nicht weiß, in WELCHEM Verzeichnis der Download liegt, es sei denn, er schaut in den Quelltext (und sucht sich durch), den er aber doch auch erst bei angezeigter Seite bekommt?

Ich fand diese Antwort irgendwie dämlich! Wie seht Ihr das?

Ist das überhaupt sinnvoll? Ich meine, es sieht doch wirklich bescheuert aus, wenn ich den Index sehe ...
 
Die Antwort ist in der Tat ziemlich arm, allerdings sind Teile davon nicht ganz unbegründet.
Einfache Dateioperationen sind natürlich schon schneller, als die Ausführung eines Skriptes zur Generierung einer Seite. Wenn also der Server überlastet ist, weil die CPU ständig neue Seiten rendern muß (z.B. bei einem Portal), dann ist es trotzdem noch möglich nebenbei Dateien runterzuladen, denn dazu ist nicht viel CPU Zeit und Speicher notwendig (es wird ja dann nur eine Datei gelesen und gleich versendet, anstatt n Dateien zu lesen, zu parsen, zu interpretieren und auszuführen, usw....).
Aber deswegen muß man nicht den kompletten Server und dessen Strukuren preisgeben, denn sieht nicht nur stümpermäßig aus, sondern das öffnet auch Tür und Tor für mögliche Angriffe von draußen.
Sinnvoll wäre hier natürlich ein eigener FTP Dienst, wo das nicht geht sollte man eben eine Subdomain einrichten (z.B. downloads.domain.de), und nur diese Verzeichnisse freigeben.
 
Abgesehen davon habe ich mich gefragt, wie denn der User auf die Seite kommen will, ohne Link und Hinweise.

a) weiß er nicht, wie die Dateien (Downloads) heißen
b) weiß er nicht, wo sie abgelegt sind, also in welchen Unterverzeichnissen
c) weiß er ohne Quelltext doch gar nicht, welche Unterverzeichnisse überhaupt existieren
d) bekommt er den Quelltext doch nur heraus, nachdem die Seite wenigstens halbwegs geladen wurde?

Oder sehe ich das total falsch?

Ein Direktdownload ginge doch nur durch eine eMail á la: "Da unser Server überlastet ist, bitte hier downloaden ..."

Und das geht nur bei bestehender eMail-Liste, die anderen haben "geloost" ... es sei denn, man schaltet eine Seite vor, was aber auch nicht geschehen ist ...

Sehe ich das total falsch? Ich meine, nach deren Erklärung KANN es doch gar nicht funzen, oder?
 
Naja wenn man eine gewisse Logik einhält, dann sollte es kein Problem sein. Schliesslich kann man ja auch sprechende Namen verwenden. (z.B. produkte\produktbezeichnung\Modell\updates\Update020930.zip)
 
Ich möchte doch nur wissen, ob deren Begründung hieb und stichfest ist. Und bis jetzt bin ich noch nicht überzeugt, dass das der Fall ist ...

Liege ich richtig oder nicht?
 
Mich würd es auch nicht überzeugen. Albus Anregungen hingegen dagegen umso mehr ;).

Schlag das doch mal vor, ich glaub die jungs wollen sich das nur einfach machen ;).
 
Also, wenn der Server ausfällt, aufgrund hoher Besucherraten, dann ist der Server schonmal sehr schlecht gemacht!!!
Denn Bevor der nicht mehr läuft sollte eher die Verbindung zu lahm werden.

Und wenn der Server ausfällt, dann ist er aus! Dann zeigt er dem User gar nix mehr. Nicht mal die berühmte 404-Seite.

Aber was sein kann:
Es werden zu viele CGI Anwendungen gleichzeitig gestartet, und es kann dann z.B. kein weiteres PERL-Script ausgeführt werden. Dann wäre das was anderes. Aber darum verwendet man auch PHP als ISAPI in einem vernünftigen Server :D
 
kutiku schrieb:
Also, wenn der Server ausfällt, aufgrund hoher Besucherraten, dann ist der Server schonmal sehr schlecht gemacht!!!
Denn Bevor der nicht mehr läuft sollte eher die Verbindung zu lahm werden.

Und wenn der Server ausfällt, dann ist er aus! Dann zeigt er dem User gar nix mehr. Nicht mal die berühmte 404-Seite.

Aber was sein kann:
Es werden zu viele CGI Anwendungen gleichzeitig gestartet, und es kann dann z.B. kein weiteres PERL-Script ausgeführt werden. Dann wäre das was anderes. Aber darum verwendet man auch PHP als ISAPI in einem vernünftigen Server :D

Erstmal danke für Eure Antworten! :)

Ich denke mal, dass sie meinten, dass die Verbindung sehr langsam wird, nicht dass der Server ausfällt.

Aber kutiku, was meinst Du mit den cgi-Scripten? Den Punkt habe ich jetzt nicht verstanden ... (bin halt auf dem Gebiet noch zu doof! :D )
 
Perl kann glaub ich nicht tausend seiten auf einmal verarbeiten, deshalb hört es wenn's X-hundert Zugriffe auf ein Perl-skript gibt einfach auf die anderen User mit daten zu versorgen.

PHP ist einfach zeitgemäßer - zumindest für reine web-anwendungen
 
Neue Frage

Dann habe ich gleich noch eine Frage! :D (Ich möchte das alles wissen, weil ich die Antworten der Dame ziemlich arrogant fand. Vielleicht kann ich ja noch mal eine eMail an die Geschäftsleitung schreiben ...)
[Anmerkung: Diese Antwort war ausnahmsweise mal neutral und keineswegs arrogant ...]

Also: Ich konnte in der Nacht von Samstag auf Sonntag (01.30h) die Seite gar nicht laden, sie war tot. Sonntag abend gegen 20.30h lief sie nur schleppend langsam *gähn* ... daraufhin schrieb ich die Firma an, dass die mal ihre Verbindung und/oder Server überprüfen sollen.

Von der Dame bekam ich dann die Antwort:


Sehr geehrte Frau *****,

Vielen Dank für Ihre Hinweise bzgl. evtl. Ausfälle unseres Servers. Ich habe
eine Anfrage an unseren Provider gestellt, die mir soeben beantwortet wurde
(siehe unten).

Gestellte Fragen kann ich nicht beantworten, da ich selbst keinerlei
Ausfälle feststellen konnte, auch nicht bei meiner eigenen Site oder anderer
Kunden, die ebenfalls dort gehostet sind. Der Provider selbst ist überaus
zuverlässig, die Server sehr stabil - dies meine Erfahrung nach 3 Jahren.
Es scheint evtl. also doch am Netzwerk der Telekom zu liegen, was wir leider
nicht wirklich beeinflussen können, aber weiterhin beobachten werden!

Mit freundlichen Grüßen
*********

Antwort Provider:

bei dem schleppenden Zugriff können wir Sie nur auf die Fachpresse
verweisen, die bestätigte, dass es in Teilen des Bundesgebietes Probleme
beim Zugriff mittels T-Online gibt. Hierzu auch ein Link zu heise.online:
http://heise.de/newsticker/data/mw-28.09.02-003/

Um etwas genaueres zu solchen Ausfallmeldungen sagen zu können, wären uns
folgende Angaben sehr hilfreich:
- Ist nur Ihre Webseite betroffen oder auch eMail ?
- Können Sie uns einen Traceroute (unter Windows z.B. mittels
tracert www.******.de) zukommen lassen ?
- Wann genau war diese Störung eingetreten ?
- Wie lange etwa dauerte diese Störung ?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüssen


Ich meine, möglich wäre das ja alles, aber ich glaube denen nicht. Die Seite lief früher einwandfrei, seit ein paar Tagen aber eher schleppend. Allerdings nicht von der Firma aus (2MB Standleitung).

Meint Ihr, der Provider hat recht?
 
Urmel schrieb:
Perl kann glaub ich nicht tausend seiten auf einmal verarbeiten, deshalb hört es wenn's X-hundert Zugriffe auf ein Perl-skript gibt einfach auf die anderen User mit daten zu versorgen.
Hast Du das schon mal ausprobiert? Worauf stützt Du Deine Aussage?
Ich denke nicht, daß Perl PHP in irgendwas nachsteht (außer, daß es einen Tick störrischer/komplizierter ist in der Programmierung.... :)´)

Urmel schrieb:
PHP ist einfach zeitgemäßer - zumindest für reine web-anwendungen
Es ist einfacher und auf Web-Anwendungen zugeschnitten, denn das war die Zielsetzung bei der Entwicklung. Perl ist nur so flexibel, daß es sowas auch kann.
 
Meint Ihr, der Provider hat recht?

Ja, sehr wahrscheinlich. Habe es selber schon erlebt, das z.B. über t-online die Ladezeiten enorm waren und über freenet z.B. ein nur so auf den Bildschirm flog.

Mithilfe von tracert url.domain kannst du feststellen unter Windows, an welcher Stelle der Flaschenhals ist. Bei Linux nimmt man dann traceroute sofern installiert ;).
 
@ALBU:
Ich stütze mich eigentlich nur auf hören sagen, dass PHP in der ISAPI Version keine Probleme macht, wenn es gleichzeitig zig mal gebaucht wird, aber als CGI-Version (was PERL auch ist) killt es den Server.
 
na siehst... und wenn Du Perl als ISAPI Modul laufen läßt (schliesslich wollen wir hier nicht Äpfel [CGI] mit Birnen [ISAPI] vergleichen, oder?), dann hat es doch zumindest theoretisch die gleichen Einschränkungen und Freiheiten, wie das PHP ISAPI Modul?!?!
 
Ich weiß was API heisst, soll ich sagen?!?! Mach ich mal :)

"Application Programming Interface"

Hat ISAPI irgendwas mit API zu tun?
 
Zurück
Oben