stimmt..... den Thread wollte ich doch noch beantworten und hab ihn dann vergessen....
Also, man kann jetzt schlecht eine umfassende Einführung oder Walkthrough von Null bis zur kompletten Site hier runtertexten. Aber vielleicht ein paar kleine Tipps wie man generell herangeht, für die einzeln auftretenen Effekte und Probleme gibt es meist Tuts auf flashworker, flashkit, flashforum usw...
Genau wie bei HTML Seiten steht am Anfang die Planung, das Design und das Layout. In Flash hat man allerdings ein paar Möglichkeiten, die man in HTML i.d.R. vermeidet, bzw. nur mit einem Riesen-Aufgebot an Bildern und/oder Tabellen realisieren kann.
- OO:
Wichtig bei Flash ist die Objektorientierung. Man sollte dabei versuchen seine Seite, Effekte, Anzeigeelemente, Animationen, Sounds, usw. als Objekte aufzufassen (dies erleichtert später auch ggfs. die AS Programmierung). Diese Objekte sollten auch in der Bibliothek, als zentrales Repository (Sammelbecken), auftauchen (selbst wenn man weiß, man benötigt bestimmte Objekte nur ein einziges Mal).
- Ordnung
Die Bibliothek sollte man natürlich schön sauber halten, d.h. möglichst alles in passende Unterfolder, diese dann auch hierarchisch schachteln. Also z.B. Navigation, Unternehmen, Produkte, Produkte/Kategorie1, Produkte/Kategorie2, usw.
- Namen
Sprechende Namen verwenden für die MovieClips, Sounds, Buttons, usw. in Bibliothek wie auch auf der Bühne. Der Zusatz _mc, _txt, und noch einige mehr sorgen für das Einblenden von Codehinweisen im Actionscript Editor von Flash MX (welche Erweiterungen für was gelten ist nachzulesen in der ASCodeHints.xml im Benutzerprofil (i.d.R. %USERPROFILE%\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash MX\Configuration\ActionsPanel)
Instanzen von Objekten aus der Bibliothek, d.h. MCs, Buttons oder Grafiken auf der Bühne sollten wenn möglich immer mit einem Instanznamen versehen werden, das erleichtert den späteren AS Zugriff (außer man weiß, daß ein bestimmtes Objekt nie per Skript angesprochen werden muß).
- Umsetzung
Will man ein HTML oder Photoshop Layout nach Flash umsetzen, dann ist es eine gute Idee für jedes Element einen eigenen MovieClip anzulegen (siehe auch OO). Diese können natürlich auch verschachtelt sein, so ist die Navigation i.d.R. ein MovieClip der selbst mehrere MovieClips enthält, meist für jeden Hauptpunkt der Navi einen MovieClip. Jeder Unterpunkt ist wieder ein eigener MovieClip usw. Elemente können dabei Tabellen, Navigationsleisten, Frames, IFrames, Bilder, usw. sein.
- Timeline
Flash bringt eine 3te Dimension ins bislang zweidimensionale Web, die Zeitleiste. Wer schon mal mit setTimeout gespielt hat, der weiß die Funktion in JS für Animationen und automatisch ablaufende Operationen einzusetzen und hat schon eine kleine Ahnung / Gefühl für die Möglichkeiten, die ihm die Timeline bieten kann. Jeder MovieClip hat dabei seine eigene Timeline, die völlig unabhängig von der Hauptzeitleiste des Gesamtfilms ablaufen kann (Letztlich ist die Bühne auch nichts anderes als der oberste MovieClip in einer Hierarchie von MovieClips, Sounds oder Bildern).
Und da jeder MovieClip eine zeitliche Komponente haben kann, heißt das, daß man dies für Animationen, Strukturen oder Abläufe ausnutzen kann. So kann z.B. Frame 1 des MCs Unternehmen (eingebettet im MC Navigation) lediglich den Text Unternehmen und einen Button enthalten (und ein stop ()). Klickt der Nutzer auf den Button, dann ruft dieser play () auf und sorgt damit dafür, daß der MC Unternehmen von Frame 2 bis zum nächsten stop () läuft, und dabei eine Animation das Ausfahren der Unterpunkt-MCs History, Philosophie, Anfahrt und Impressum darstellt (alternativ könnten diese MCs auch nochmals in einem MC gekapselt werden).
- FrameLabels
Wenn man mit Zeitleisten arbeitet (und das macht man bei Flash dauernd), dann ist es sinnvoll Sprungmarken innerhalb der Zeitleiste mit Namen (Keyframes) zu versehen. Und bei Sprüngen statt gotoAndPlay (12) lieber gotoAndPlay ("Unternehmen") zu verwenden. Dann weiß man 1. was man dort zu erwarten hat, wenn der Name auch noch sprechend ist. Und 2. ist man vor Fehlern geschützt, wenn in der Zeitleiste neue Funktionen oder Menupunkte eingefügt werden und damit Frames nach vorne oder hinten gezogen werden müssen.
Wenn man z.B. von einer einfachen Navigation ausgeht, dann hat man z.B. Unternehmen, Produkte, Kontakt und Sitemap als Contentbereiche. Wenn man jetzt in der HZL 4 KeyFrames definiert, d.h. Frame 10 = Unternehmen, Frame 20 = Produkte, usw. und in jedem der KeyFrames ein stop () einsetzt, dann kann das Intro von 1 - 10 ablaufen und man landet zunächst auf der Unternehmensseite. Ein Klick auf Produkte schickt die HZL zum Frame Produkte, usw.
-Layer
Weil man in jeder Zeitleiste nahezu unendlich viele Layer anlegen kann, sollte man auch davon Gebrauch machen (man hats ja schließlich mitbezahlt

).... Durch Layer kann man die Objekte auf der Bühne nochmals organisieren, man kann die Sichtbarkeit / Überdeckung durch andere Objekte steuern und man kann Zwecks Übersichtlichkeit einzelne Layer ausschalten oder sperren. Auch sollte man gescheite Namen für die Layer vergeben, das sorgt auch in zwei Wochen noch für einen leichteren Einstieg in die Struktur.
so mehr fällt mir im Moment nicht ein.... hoffe daß es noch nicht zu spät ist und daß es ein bißchen hilfreich ist.
(wer Tippfehler findet kann sie behalten....

)