geis
New member
hi cookie, mein prof hat geantwortet,
ich weiss nicht wie dein zeitplan in dieser hinsicht aussieht.
also hier:
Guten Tag Herr Geißler,
ich habe Ihre Frage an einen Landtagsabgeordneten weitergereicht, der durch
seine Förderprogrammentscheidungen sozialen Nutzen schaffen möchte. Ich
werde Ihnen seine Antwort nach dem Eintreffen weiterreichen.
Bei einer wissenschaftlichen Begründung von Förderungen will ich Sie auf
zwei Richtungen hinweisen:
a) generelle Theorien
a1) der Soziologie Hurrelmann hat in seinem Konzept gesellschaftlichen
Handelns die vier Lebensebenen
(Gesellschaft-Institutionen-Gruppen-Individuum) die gegenseitigen
Abhängigkeiten dieser Bereiche herausgearbeitet. Beispiel: Wenn die
Gesellschaft über Institutionen (z.B. Ministerien) und Netzwerke (z.B.
Verbände) Frauen (also Individuen) bei der Existenzgründung gezielt fördert,
sind sie besser in der Lage, aktiv Anteil am gesellschaftlichen Leben zu
nehmen. Statt Frauen können Sie Arbeiterkinder, Menschen in
strukturschwachen Gebieten usw. nehmen.
a2) die amerikanischen Organisationspsychologen March und Simon haben in
ihrem entscheidungstheoretischen Modell herausgearbeitet, dass Fördern durch
Fordern bedeutet, dass Menschen nur in krisenhaften Momenten lernen. In
diesen krisenhaften Situationen sollten ihnen dann Hilfen angeboten werden,
um sich entwickeln zu können.
Damit wären wir nun bei den mehr technologischen, technischen und
betriebswirtschaftlichen Ansätzen:
b) spezifische Theorien
b1) technologischer und technischer Fortschritt verlangt heute
Interdisziplinarität und Interaktion. Netzwerke sind die Voraussetzung dafür
und werden durch Förderprogramme initiiert (z.B. Technologietransfer durch
TZ".
b2) betriebswirtschaftliche Analysen von Pleiten zeigen, dass bei fundierter
Vorbereitung einer Existenzgründung die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns
minimiert wird (z.B. Finanzierung einzelbetrieblicher Förderung).
Das Hochschulprogramm Exist versucht b1 und b2 zu unterstützen. Die
ESF-Mittel versuchen b2 durch Reduzierung der Existenznöte zu stabilisieren,
ebenso wie für AL die ICH-AG-Konzeption.
Weitergehende Quellen finden Sie nun im Gesetzestext für jede Förderung
(Richtlinie, Ausschreibungstexte). Schauen Sie doch einfach einmal bei
Dresden-Exists rein.
mfg#fh
ich weiss nicht wie dein zeitplan in dieser hinsicht aussieht.
also hier:
Guten Tag Herr Geißler,
ich habe Ihre Frage an einen Landtagsabgeordneten weitergereicht, der durch
seine Förderprogrammentscheidungen sozialen Nutzen schaffen möchte. Ich
werde Ihnen seine Antwort nach dem Eintreffen weiterreichen.
Bei einer wissenschaftlichen Begründung von Förderungen will ich Sie auf
zwei Richtungen hinweisen:
a) generelle Theorien
a1) der Soziologie Hurrelmann hat in seinem Konzept gesellschaftlichen
Handelns die vier Lebensebenen
(Gesellschaft-Institutionen-Gruppen-Individuum) die gegenseitigen
Abhängigkeiten dieser Bereiche herausgearbeitet. Beispiel: Wenn die
Gesellschaft über Institutionen (z.B. Ministerien) und Netzwerke (z.B.
Verbände) Frauen (also Individuen) bei der Existenzgründung gezielt fördert,
sind sie besser in der Lage, aktiv Anteil am gesellschaftlichen Leben zu
nehmen. Statt Frauen können Sie Arbeiterkinder, Menschen in
strukturschwachen Gebieten usw. nehmen.
a2) die amerikanischen Organisationspsychologen March und Simon haben in
ihrem entscheidungstheoretischen Modell herausgearbeitet, dass Fördern durch
Fordern bedeutet, dass Menschen nur in krisenhaften Momenten lernen. In
diesen krisenhaften Situationen sollten ihnen dann Hilfen angeboten werden,
um sich entwickeln zu können.
Damit wären wir nun bei den mehr technologischen, technischen und
betriebswirtschaftlichen Ansätzen:
b) spezifische Theorien
b1) technologischer und technischer Fortschritt verlangt heute
Interdisziplinarität und Interaktion. Netzwerke sind die Voraussetzung dafür
und werden durch Förderprogramme initiiert (z.B. Technologietransfer durch
TZ".
b2) betriebswirtschaftliche Analysen von Pleiten zeigen, dass bei fundierter
Vorbereitung einer Existenzgründung die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns
minimiert wird (z.B. Finanzierung einzelbetrieblicher Förderung).
Das Hochschulprogramm Exist versucht b1 und b2 zu unterstützen. Die
ESF-Mittel versuchen b2 durch Reduzierung der Existenznöte zu stabilisieren,
ebenso wie für AL die ICH-AG-Konzeption.
Weitergehende Quellen finden Sie nun im Gesetzestext für jede Förderung
(Richtlinie, Ausschreibungstexte). Schauen Sie doch einfach einmal bei
Dresden-Exists rein.
mfg#fh