Steffen Böhme
New member
Ich hab zwar unter dieser Rubrik noch nie gepostet,
aber neulich erhielt ich dieses und ich denke, das paßt gut hierher:
Aus dem Leben eines Studenten
1. Semester
---------------
05:30: Der Quarz-Uhr-Timer mit Digitalanzeige gibt ein zaghaftes
"Piep-Piep" von sich. Bevor sich dieses zu energischem Gezwitscher entwickelt, sofort ausgemacht, aus dem Bett gehüpft. Fünf Kilometer Jogging um den Aasee, mit einem Besoffenen zusammengestoßen, anschließend eiskalt geduscht.
06:00: Beim Frühstück Wirtschaftsteil der Vortagszeitung repetiert und Keynes interpretiert. Danach kritischer Blick in den Spiegel, Outfit genehmigt.
07:00: Zur Uni gehetzt. H1 erreicht. Pech gehabt: erste Reihe schon besetzt. Niederschmetternd. Beschlossen, morgen doch noch eher aufzustehen.
07:30: Vorlesung, Mathe Kolberg. Keine Disziplin! Einige Kommilitonen lesen Sportteil der Zeitung oder gehen zu Bölling frühstücken. Alles mitgeschrieben. Füller leer, aber über die Witzchen des Dozenten mitgelacht.
08:00: Vorlesung, Buchführung Issel. Verdammt! Extra neongrünen Pulli angezogen und trotz eifrigem Fingerschnippens nicht drangekommen.
10:45: Nächste Vorlesung. Nachbar verläßt mit Bemerkung "Sinnlose Veranstaltung" den Raum. Habe mich für ihn beim Prof entschuldigt.
12:00: Mensa Stammessen II. Nur unter größten Schwierigkeiten
weitergearbeitet, da in der Mensa zu laut.
12:45: In Fachschaft gewesen. Mathe Script immer noch nicht fertig. Wollte mich beim Vorgesetzten beschweren. Keinen Termin bekommen. Daran geht die Welt zugrunde.
13:00: Fünf Leute aus meiner 0-Gruppe getroffen. Gleich für drei AG's zur Klausurvorbereitung verabredet.
13:30: Dreiviertelstunde im Copyshop gewesen und die Klausuren der letzten 10 Jahre mit Lösungen kopiert. Dann Tutorium: Ältere Semester haben keine Ahnung.
15:30: In der Bibliothek mit den anderen gewesen. Durfte aber statt der dringend benötigen 18 Bücher nur vier mitnehmen.
16:00: Proseminar. War gut vorbereitet. Hinterher den Assi über seine Irrtümer aufgeklärt.
18:30: Anhand einschlägiger Quellen die Promotionsbedingungen eingesehen und erste Kontakte geknüpft.
19:45: Abendessen. Verabredung im "Blauen Haus" abgesagt. Dafür Vorlesungen der letzten paar Tage nachgearbeitet.
23:00: Videoaufzeichnung von WiSo" angesehen und im Bett noch das"Kapital" gelesen. Festgestellt, 18-Stunden-Tag zu kurz. Werde demnächst die Nacht hinzunehmen.
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6. Semester
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10:30: Aufgewacht!! Ach, Kopfschmerzen, Übelkeit, zu deutsch: KATER!
10:45: Der linke große Zeh wird Freiwilliger bei der
Zimmertemperaturüberprüfung. (Arrgh!) Zeh zurück. Rechts Wand, links kalt; Mist, bin gefangen.
11:00: Kampf mit dem inneren Schweinehund: Aufstehen oder nicht - das ist hier die Frage.
11:30: Schweinehund schwer angeschlagen, wende Verzögerungstaktik an und schalte Fernseher ein (inzwischen auch schon verkabelt).
12:05: Mittagsmagazin beginnt. Originalton Moderator: "Guten Tag liebe Zuschauer - Guten MORGEN liebe Studenten." Auf die Provokation hereingefallen und aufgestanden.
13:30: In der Cafetaria der Mensa am Aasee beim Skat mein Mittagessen verspielt.
14:30: In Rick's Cafe hereingeschaut. Geld gepumpt und 'ne Kleinigkeit gegessen: Bier schmeckt wieder! Kurze Diskussion mit ein paar Leuten über die neuste Entwicklung des Dollar-Kurses.
15:45: Kurz in der Bibliothek gewesen. Nix wie raus, total von
Erstsemestern überfüllt.
16:00: Fünf Minuten im Seminar gewesen. Nichts los! Keine Zeitung, keine Flugblätter - nichts wie weg.
17:00: Stammkneipe hat immer noch nicht geöffnet.
18:15: Wichtiger Termin zuhause: BINGO !!
18:20: Mist! Kein BINGO!! Stattdessen Live-Übertragung von Stöhn-Seles.SAT1 war auch schon besser...
19:10: Komme zu spät zum Date mit der blonden Erstsemesterin im Havanna. Immer dieser Streß!
01:00: Die Kneipen schließen auch schon immer früher... Umzug ins Jovel.
04:20: Tagespensum erfüllt. Das Bett lockt.
05:35: Am Aasee von Erstsemester über'n Haufen gerannt worden. Hat mich gemein beschimpft.
06:45: Bude mühevoll erreicht. Insgesamt 27,50DM ausgegeben. Mehr hatte die Kleine nicht dabei.
06:55: Schlucke schnell noch ein paar Alkas und schalte kurz das Radio ein. Stimme des Sprechers: "Guten Morgen liebe Zuhörer, gute NACHT liebe Studenten."
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27.semester:
=============
14:00: die sonne knallt ins zimmer,da kann doch kein mensch schlafen!
16:00: wenn man nicht schlafen kann,könnte man eigentlich auftstehen..
17:00: jo,könnte man!
18:00: wird langsam zeit eine beschäftigung (=party) für heute abend zu finden
19:00: daheim anrufen,um die sponsoren des dauerurlaubs bei der stange zu halten : "ja, wirklich, dieses semester wirds schon klappen..", zum schein kann man auch die staubigen bücher mal wieder umräumen.
20:00: langsam in die gänge kommen,und aus der bude gehen,warum riecht die frische luft da draußen eigentlich imnmer so widerwertig?
8:00: was in der zwischenzeit passiert ist findet man im schlimmsten fall mit hilfe der nächsten ausgabe der uni-zeitung heraus,oder im besten gar nicht.
9:00: es wird hell,zeit schlafen zu gehen.
aber neulich erhielt ich dieses und ich denke, das paßt gut hierher:
Aus dem Leben eines Studenten
1. Semester
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05:30: Der Quarz-Uhr-Timer mit Digitalanzeige gibt ein zaghaftes
"Piep-Piep" von sich. Bevor sich dieses zu energischem Gezwitscher entwickelt, sofort ausgemacht, aus dem Bett gehüpft. Fünf Kilometer Jogging um den Aasee, mit einem Besoffenen zusammengestoßen, anschließend eiskalt geduscht.
06:00: Beim Frühstück Wirtschaftsteil der Vortagszeitung repetiert und Keynes interpretiert. Danach kritischer Blick in den Spiegel, Outfit genehmigt.
07:00: Zur Uni gehetzt. H1 erreicht. Pech gehabt: erste Reihe schon besetzt. Niederschmetternd. Beschlossen, morgen doch noch eher aufzustehen.
07:30: Vorlesung, Mathe Kolberg. Keine Disziplin! Einige Kommilitonen lesen Sportteil der Zeitung oder gehen zu Bölling frühstücken. Alles mitgeschrieben. Füller leer, aber über die Witzchen des Dozenten mitgelacht.
08:00: Vorlesung, Buchführung Issel. Verdammt! Extra neongrünen Pulli angezogen und trotz eifrigem Fingerschnippens nicht drangekommen.
10:45: Nächste Vorlesung. Nachbar verläßt mit Bemerkung "Sinnlose Veranstaltung" den Raum. Habe mich für ihn beim Prof entschuldigt.
12:00: Mensa Stammessen II. Nur unter größten Schwierigkeiten
weitergearbeitet, da in der Mensa zu laut.
12:45: In Fachschaft gewesen. Mathe Script immer noch nicht fertig. Wollte mich beim Vorgesetzten beschweren. Keinen Termin bekommen. Daran geht die Welt zugrunde.
13:00: Fünf Leute aus meiner 0-Gruppe getroffen. Gleich für drei AG's zur Klausurvorbereitung verabredet.
13:30: Dreiviertelstunde im Copyshop gewesen und die Klausuren der letzten 10 Jahre mit Lösungen kopiert. Dann Tutorium: Ältere Semester haben keine Ahnung.
15:30: In der Bibliothek mit den anderen gewesen. Durfte aber statt der dringend benötigen 18 Bücher nur vier mitnehmen.
16:00: Proseminar. War gut vorbereitet. Hinterher den Assi über seine Irrtümer aufgeklärt.
18:30: Anhand einschlägiger Quellen die Promotionsbedingungen eingesehen und erste Kontakte geknüpft.
19:45: Abendessen. Verabredung im "Blauen Haus" abgesagt. Dafür Vorlesungen der letzten paar Tage nachgearbeitet.
23:00: Videoaufzeichnung von WiSo" angesehen und im Bett noch das"Kapital" gelesen. Festgestellt, 18-Stunden-Tag zu kurz. Werde demnächst die Nacht hinzunehmen.
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6. Semester
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10:30: Aufgewacht!! Ach, Kopfschmerzen, Übelkeit, zu deutsch: KATER!
10:45: Der linke große Zeh wird Freiwilliger bei der
Zimmertemperaturüberprüfung. (Arrgh!) Zeh zurück. Rechts Wand, links kalt; Mist, bin gefangen.
11:00: Kampf mit dem inneren Schweinehund: Aufstehen oder nicht - das ist hier die Frage.
11:30: Schweinehund schwer angeschlagen, wende Verzögerungstaktik an und schalte Fernseher ein (inzwischen auch schon verkabelt).
12:05: Mittagsmagazin beginnt. Originalton Moderator: "Guten Tag liebe Zuschauer - Guten MORGEN liebe Studenten." Auf die Provokation hereingefallen und aufgestanden.
13:30: In der Cafetaria der Mensa am Aasee beim Skat mein Mittagessen verspielt.
14:30: In Rick's Cafe hereingeschaut. Geld gepumpt und 'ne Kleinigkeit gegessen: Bier schmeckt wieder! Kurze Diskussion mit ein paar Leuten über die neuste Entwicklung des Dollar-Kurses.
15:45: Kurz in der Bibliothek gewesen. Nix wie raus, total von
Erstsemestern überfüllt.
16:00: Fünf Minuten im Seminar gewesen. Nichts los! Keine Zeitung, keine Flugblätter - nichts wie weg.
17:00: Stammkneipe hat immer noch nicht geöffnet.
18:15: Wichtiger Termin zuhause: BINGO !!
18:20: Mist! Kein BINGO!! Stattdessen Live-Übertragung von Stöhn-Seles.SAT1 war auch schon besser...
19:10: Komme zu spät zum Date mit der blonden Erstsemesterin im Havanna. Immer dieser Streß!
01:00: Die Kneipen schließen auch schon immer früher... Umzug ins Jovel.
04:20: Tagespensum erfüllt. Das Bett lockt.
05:35: Am Aasee von Erstsemester über'n Haufen gerannt worden. Hat mich gemein beschimpft.
06:45: Bude mühevoll erreicht. Insgesamt 27,50DM ausgegeben. Mehr hatte die Kleine nicht dabei.
06:55: Schlucke schnell noch ein paar Alkas und schalte kurz das Radio ein. Stimme des Sprechers: "Guten Morgen liebe Zuhörer, gute NACHT liebe Studenten."
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27.semester:
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14:00: die sonne knallt ins zimmer,da kann doch kein mensch schlafen!
16:00: wenn man nicht schlafen kann,könnte man eigentlich auftstehen..
17:00: jo,könnte man!
18:00: wird langsam zeit eine beschäftigung (=party) für heute abend zu finden
19:00: daheim anrufen,um die sponsoren des dauerurlaubs bei der stange zu halten : "ja, wirklich, dieses semester wirds schon klappen..", zum schein kann man auch die staubigen bücher mal wieder umräumen.
20:00: langsam in die gänge kommen,und aus der bude gehen,warum riecht die frische luft da draußen eigentlich imnmer so widerwertig?
8:00: was in der zwischenzeit passiert ist findet man im schlimmsten fall mit hilfe der nächsten ausgabe der uni-zeitung heraus,oder im besten gar nicht.
9:00: es wird hell,zeit schlafen zu gehen.