Die Domain cnn.de war vom vergangenen Freitag bis Montagnachmittag offline, da man versaeumt hatte, die Registrierungsgebuehren
an DENICdirekt zu zahlen.

Dem ungewollten Abnabelungsprozess ging aber das uebliche Procedere
der Registry voraus. Die Turner Broadcasting Deutschland, Inhaberin
der Domain cnn.de, bekam eine Rechnung, die sie nicht beglich. Sie
bekam eine Mahnung, auf die sie nicht reagierte. Nach einer ge-
wissen Zeit nahm Denic dann die Website vom Netz. Dr. Herzig, Spre-
cher der Denic, erklaerte gegenueber Financial Times Deutschland,
man behandele alle Kunden gleich und mache keinen Unterschied zwi-
schen CNN und Lieschen Mueller.

Nachdem die Domain cnn.de schon abgenabelt waren, erkannte man bei
Turner Broadcasting Deutschland die Not und versprach, die aussteh-
enden Registrierungsgebuehren zu zahlen. Das reichte der Denic und
sie gab die "on hold" gestellte Domain wieder frei.

Das mag so manchem passieren, man hoerts aber immer nur von den
Grossen. Microsoft war auch so ein Fall: die zustaendigen Mitarbeiter
hatten versaeumt, die Registrierungsgebuehr fuer die Unternehmens-
domain "passport.com" zu entrichten, und Bums - war man die Domain
beinahe los. Aber nur beinahe, denn ein einfacher Linux-User erkann-
te die Not der Hotmail-Kunden und investierte eine Hand voll Dollar,
um die Registrierungsgebuehr fuer den Marktfuehrer zu entrichten.

Dem Normalnutzer einer .de-Domain kann das gluecklicherweise nicht
passieren, da er die Domain ueber einen Provider ordert, der regel-
maessig die Gebuehren bei der Denic entrichtet, waehrend der Porvider
selbst per Bankeinzug den Inhaber der Domain entsprechende "er-
leichtert".


Quellen: ftd.de, manager-magazin.de