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  • 1 Post By SteelWheel

Thema: Google Analytics und § 11 BDSG

  1. #1
    SteelWheel ist offline Haudegen
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    Google Analytics und § 11 BDSG

    Ahoi zusammen und "frohes Neues" (da hier noch nicht erwähnt),

    da stöbere ich gerade so in den verschiedenen Nutzungsbedingungen und stolpere über ein PDF, welches seitens Google extra bereit gestellt wird: https://static.googleusercontent.com...s/terms/de.pdf

    Ich bin jetzt etwas überfordert - nicht bzgl. des Inhalts, sondern dem Anwendungsgebiet, ob überhaupt und wtf insgesamt ...

    1. Muss ich jetzt wirklich Google 'ne "Unterschriften-Probe" schicken für Erhebungen auf meiner Seite?
    2. Was mache ich als Dienstleister mit den GA-Daten, die von mir als Property angelegt - unter dem eigenen Konto - wurden?
    3. Was mache ich als Dienstleister mit neuen Kunden in der Zukunft?

    Ich meine, dass ich als Dienstleister den Vertrag mit Google wirklich so unterschrieben brauche - aber Kunden müssen was unterschreiben, wenn diese von mir betreut werden? Reicht da nicht die Aushändigung der "Terms" von Google??? Bei "nö" oder "veto" kommt ja eh kein GA zum Einsatz.

    Wie handhabt ihr das?

    4. Seit wann ist das denn jetzt so?!?!?!?

    Sorry, "GA nicht nehmen" ist keine Option.

    Ich freue mich über konstruktiven Austausch - muss mal eben 'nen Kollegen dazu anfixen.

    Vielen Dank und Grüße
    Geändert von mikdoe (07-01-2017 um 12:27 Uhr) Grund: Titel korrigiert

  2. #2
    Avatar von mikdoe
    mikdoe ist offline Administrator
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    AW: Google Analtytics und § 11 BDSG

    wir haben das unterschrieben und von google unterschreiben lassen. das liegt jetzt im schrank bis es irgendwann mal jemand sehen will. fertig. unsere kunden - also die deren daten wir verarbeiten, die homepage besucher - sind da außen vor. oder wir machen es vlt. falsch.

    ich verstehe jetzt gerade dein problem/deine frage nicht
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  3. #3
    SteelWheel ist offline Haudegen
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    AW: Google Analtytics und § 11 BDSG

    Moinsen Mik,

    genau hier setzt der Gedankengang ja an (s. Punkt 1; Unterschriften leisten - dann hab ich zumindest meinen eigenen Kram jur. "gesichert"). Greife ich Dein Beispiel auf, müssten Deine Kunden aber so einen Vertrag mit Google haben, oder? Wie können die außen vor sein? Was macht ihr mit neuen Kunden?

    Ein neuer Einwand kam hinzu, habe mich hier schon kurz ausgetauscht: Man munkelt, dass Google mit Unterschriftenleistung dann bisherige Daten löscht. Kann das irgendwer bestätigen, dass es weiterhin so ist? Bei laufenden Kampagnen ist das ziemlich toxisch. Auch "Kundenübernahme" fände ich sehr interessant - was wäre, wenn ich jetzt Kunden von Dir übernehmen würde, Mik - wo weiterhin kein Vertrag bestünde?!

    Aktuell verstehe ich es so, dass ich Google als "Sub-Unternehmen" einsetzen könne; dies ließe sich mit einem bspw. "Wartungsvertrag" aufgreifen. Aber das ist grob fahrlässige Einschätzung meinerseits.

    Also ...
    ... Agentur und Google ... generell Unterschrift nötig.
    ... Agentur und Kunde ... zur Datenerhebung muss der Kunde doch wohl auch mit uns was haben, oder?
    ... Kunde und Google ... ehm ...

    Ich steige da nicht so durch, wer wann wem die Unterschrift gebeb muss - und so wirklich sicher scheint sich auch niemand zu sein (liest sich überall so witzig wie das, was Mai 2018 mit der DSGVO aktiv sein muss und auch noch keiner das "Wie überhaupt" beantworten kann).

    Danke Dir.

    - - - Aktualisiert - - -

    eRecht24 hat hierzu eine Auflistung.

  4. #4
    Avatar von mikdoe
    mikdoe ist offline Administrator
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    AW: Google Analtytics und § 11 BDSG

    wir haben eine homepage. die homepage ist mit ga versehen. insofern verarbeitet google in unserem auftrag daten. und was google damit machen darf und soll steht genau darin. daher ist das ein vertrag zwischen uns und google. ich weiß nicht, warum du da kunden einbeziehst.
    oder definierst du die parteien (teilweise) falsch?
    wie ist denn die konstellation bei dir? was heißt denn agentur bei dir?
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  5. #5
    SteelWheel ist offline Haudegen
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    AW: Google Analtytics und § 11 BDSG

    Hi erneut,

    bei der eigenen Seite ist das nicht problematisch: mein Googlekonto, mein Vertrag.

    "Agentur" meint hier einen Dienstleister, welcher im Auftrag von Kunden deren Internetpräsentationen (wie auch immer ausgeartet) erstellt und GA einsetzen soll/will. Auf der einen Seite könnte man jetzt sagen, dass jede angefertigte und mit GA genutzte URL gefälligst von Google abgezeichnet werden muss. Aber jetzt kommt die Agentur, die das für mehrere und abermehrere Kunden macht. Reicht da nicht die Unterschrift für die Agentur?

    Ich habe kürzlich in einem GA Konto gesehen, wie es dort angelegt wurde (dadurch entbrannte die Diskussion):

    Google Konto der Agentur
    ... deren eigene Seite
    ... Kundenseite (mit Kundenzugang)
    ... Kundenseite (mit Kundenzugang)
    usw.


    Breche ich das in meinem kaputten Kopf um, so schließe ich mit Google einen Deal auf das Googlekonto - das ist erforderlich für diese Unterschriftenorgie. Die Agentur will das nicht aufbrechen - könne wohl nicht gehen, dass man aus der Property ein eigenständiges Konto macht. Ebenfalls sollen Daten mit Unterschriftenleistung gelöscht werden; fängt die Property als eigenständiges neues Konto an, liegt es auf der Hand.

    Was für ein bürokratischer Kappes (meint: Quatsch). Denkt man das weiter (das scheint mein Problem zu sein), erstellt man zukünftig für jeden Kunden in D sitzend ein Google Konto - quasi im Auftrag. Aber auch das ist heikel, denn so eine Generalvollmacht gibt wohl niemand raus (hier geht's um Akzeptieren von Nutzungs- und Teilnahmebedingungen; das sind personalisierte Konten bei Google).

    Das heißt: Ein Agentur-Konto (bei Google, mit gültiger Unterschrift für Datenerfassung), unter (!) dem die Kunden dann Kunden via GA auswerten dürfen, scheint sehr selten. Das wundert mich, das irritiert mich etc. - denn ich bekomme dieses juristitsche Modell da nicht hinein.

    Für mich - ganz persönlich - heißt das eigentlich nur, dass jeder Kunde zukünftig einen weiteren Fragebogen bekommt und in der Folge direkt diesen "Terms"-Unterschriftenspaß.

  6. #6
    Avatar von mikdoe
    mikdoe ist offline Administrator
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    AW: Google Analtytics und § 11 BDSG

    agentur wie du sie jetzt definiert hast hat m. e. damit garnichts zu tun. die auftragsdatenverarbeitung findet zwischen dem homepagebetreiber (das ist in diesem fall der agenturkunde) und google statt. die agentur baut ja "nur" die technik auf.
    so zumindest begreifen und leben wir das thema, soweit man bei der erstellung eines vertrags für das aktenarchiv von "leben" sprechen kann.

    das ga konto hängt damit m. e. nur sekundär zusammen, denn dabei geht es ja nur um den zugriff auf die daten stellvertretend für den homepagebetreiber, die im rahmen der auftragsdatenverarbeitung von google für den homepagebetreiber verarbeitet werden. das ga konto muss deshalb zwischen agentur und homepagebetreiber vereinbart werden, da ist google raus.

    aber das stammt alles nicht von juristen, die können wir uns nicht leisten. gesetze müssen für jedermann verständlich formuliert werden und wir verstehen das wie beschrieben.

    ist eure agentur nicht mitglied in einem branchenverband? sowas zu klären ist doch primäre aufgabe der verbandsjuristen.

    melde dich bitte, wenn ich das falsch sehe.
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  7. #7
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    AW: Google Analytics und § 11 BDSG

    Um dem Kunden aber GA zu ermöglichen, benötigt dieser ein Konto - als Kunde einer Agentur, die mir stumpf auf meinen Namen ein Google-Konto erstellt und blindlings dann für mich Nutzungsbedingungen etc. in meinem Namen bestätigt hat ... hey, da boxe ich mich richtig warm!

    Das Konto wird für die Datenerfassung mit GA benötigt - das ist Teil der "terms" (geht nur mit Konto).

    So.

    Lege ich unter meinem Agentur-Google-Konto nun ein Projekt für einen Kunden an, so umgeht dieser zwar diese Unterschriften-Kiste, stellt mich aber vor Probleme bei einem Abgang, wenn dieser dann seine Daten mitnehmen will.

    Als Agentur würde ich mich mehrfach gekniffen fühlen.

    Deine Auslegung ist ähnlich meiner: Die Agentur hat das Konto, bietet es dem Kunden entsprechend an und reguliert entsprechende Hinweise (von Cookie, über Datenschutz und techn. Möglichkeiten zum Blocken etc.). Nur: Geht der Kunde bzw. betreibt auf Eigenregie ... tjoar, dann fehlt ihm zum Betrieb von GA sein "eigener" Vertrag.

    Final jetzt noch so ein bekloppter Gedanke: Es soll ziemlich lange dauern mit der Antwort von Google. Legen wir das Thema auf die Goldwaage, so dürfte GA gar nicht laufen, solange Google die Unterschrift noch nicht vorgelegt hat - korrekt? Da meine Ausfertigung fehlt, kann es kein Vertrag sein, GA muss (!) dann entfernt werden.

    Mache ich mir das gerade zu kompliziert in all den Bedenken und Gedankengängen? Oder schreit dieses merkwürdige "wir brauchen Unterschriften"-Modell nach einer Revision mit mind. einer digitalen, zügigen Form?! Internet ist schnellebig. Monate auf eine Erlaubnis für die "doofen Deutschen" warten ... das ist voll der Bremsklotz in klein gesteckten Projekten und Zeitplänen.

  8. #8
    Avatar von mikdoe
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    AW: Google Analytics und § 11 BDSG

    ich betrachte das ganze als sicherheit falls jemand mit wettbewerbsverstoß, unterlassungserklärung usw. um die ecke kommt. praktische auswirkung sehe ich da keine. von daher würde ich es auch an deiner stelle so machen wie es praktikabel ist. niemand wird von dir verlangen, in größerem umfang deine arbeit einzustellen, um papierkram zu erledigen.
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  9. #9
    SteelWheel ist offline Haudegen
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    AW: Google Analytics und § 11 BDSG

    Das nicht, aber es verlangt eine andere Herangehensweise - bspw. GA Tracking ab Erhalt der Unterschrift; hier würde ich technisch dann eine ganz andere Basis anlegen.

    Ein andere Beispiel vielleicht noch kurz: Ich habe mich mit einem Anwalt hierüber ziemlich intensiv (energisch eher) ausgetauscht, da die Nutzung von GA vor Akzeptieren des Cookie-Hinweises (auch so eine Merkwürdigkeit im Netz) auf einer Domain nicht zulässig sei (wenn man es auf die Datenschutzerklärung der jeweiligen Seite münzt). Mein (!) Einsatz von GA ist in der Tat so aufgebaut, das fand der Anwalt aber doof (es würden ja jetzt Besucher fehlen) usw. Lustig, oder?!

    Im Moment habe ich eine Zentralverwaltung vor Augen (habe sowas schon für Datenschutzerklärungen) mit entsprechenden Parametern. Und dann ließe sich von außen schlichtweg sagen, "jo, Kunde hat die Unterschrift von Google - jetzt darf er!" mittels Flag und erst dann greift Cookie-Hinweis und dann Tracking. Das macht den Kunden zwar wieder von meinem Source abhängig(er) - explizit bei denkbarem Fortgehen -, aber sicherererer geht's dann wirklich nicht mehr.

    Aber vor Schriftstück dürfte kein GA-Tracking erfolgen. Damit würde die Beantragung - sofern Kunde GA wünscht - direkt nach der Domain-Registrierung anstehen (also ziemlich früh im Projekt).

    Wann kommt eigentlich das Flag für "ich will meine Informationen nicht über Utah" laufen lassen?

    Mik, ich danke Dir ... !!
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  10. #10
    Avatar von mikdoe
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    AW: Google Analytics und § 11 BDSG

    nach meiner meinung baust du zu viele abhängigkeiten. selbst wenn das alles richtig ist und du wie beschrieben vorgehst, wen interessiert das in der produktiven praxis? das wird dir doch niemals jemand in dieser weise auseinandernehmen, wenn kein damit unmittelbar zusammenhängender schaden entsteht. weiss doch eh keiner darüber bescheid. oder gibt es schon konkrete urteile zu diesen themen?

    Zitat Zitat von SteelWheel Beitrag anzeigen
    Mik, ich danke Dir ... !!
    gern. halt uns auf dem laufenden, wenn sich was ändert/erweist.
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